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Oberste Lehrerin fordert gesamtschweizerische Corona-Massentests an Schulen
Aus HeuteMorgen vom 04.02.2021.
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Corona an Schulen Lehrerinnenverband fordert Massentests an Schulen

Zug hat obligatorische Massentests an Schulen beschlossen. Nun fordert der Lehrerinnenverband schweizweite Tests.

Die Verschärfung der Quarantäneregeln wegen der neuen Virus-Mutationen hat für Jugendliche im Kanton Zug unmittelbare Folgen: Nach den Sportferien will der Zentralschweizer Kanton alle Schülerinnen und Schüler zwischen 12 und 18 Jahren auf Corona testen – zweimal wöchentlich und unabhängig davon, ob sie Symptome zeigen. Auch für Lehrpersonen sind die Speicheltests obligatorisch.

Für die Schulen ist das eine sehr grosse Belastung, organisatorisch und pädagogisch. Und das gefährdet auf mittlere oder lange Frist sicherlich die Aufrechterhaltung des Präsenzunterrichts.
Autor: Stephan SchleissBildungsdirektor Kanton Zug

Für die Schulen seien die neuen Quarantäneregeln «eine sehr grosse Belastung, organisatorisch und pädagogisch», erklärt der Zuger Bildungsdirektor Stephan Schleiss. «Und das gefährdet auf mittlere oder lange Frist sicherlich die Aufrechterhaltung des Präsenzunterrichtes.»

Die Speicheltests sollen dafür sorgen, dass Schulen bei Coronafällen nicht komplett schliessen zu müssen. Der SVP-Regierungsrat verhehlt dabei nicht, dass die Massentests auch dadurch motiviert sind, dass der Bund die Kosten übernimmt.

Lehrerverband will Ausweitung auf das ganze Land

Die oberste Lehrerin der Schweiz möchte allerdings noch weiter gehen. Dagmar Rösler, Präsidentin des Schweizer Lehrerinnenverbands, fordert eine Ausweitung der Massentests auf die ganze Schweiz.

«Die Pandemie betrifft die ganze Schweiz», so Rösler. «Wir sehen auch, dass es in der ganzen Schweiz Schulen gibt, die schliessen mussten. Deshalb würde es grossen Sinn ergeben, wenn man das auf nationaler Ebene koordinieren könnte.»

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Massentest in Sekundarschule
Aus Schweiz aktuell vom 26.01.2021.
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Mit seinem Anliegen stösst der Lehrerverband beim Bund nicht unbedingt auf offene Ohren. Das Thema Schule «ist ganz klar in der Verantwortung der Kantone», betont BAG-Chefin Anne Lévy. «Und so ist es auch wichtig, dass die Kantone entscheiden, wo sie solche Tests durchführen wollen.»

Der Lehrerinnenverband hofft nun, dass weitere Kantone dem Beispiel von Zug und Baselland folgen und Lernende und Lehrpersonal vermehrt testen lassen.

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HeuteMorgen, 04.02.2021, 06:00 Uhr

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111 Kommentare

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  • Kommentar von Karin Schnyder  (K.Sch)
    Zudem ist bei einer Stichprobe, die fast nur aus gesunden Personen besteht, die Wahrscheinlichkeit für falsche Testergebnisse sehr hoch. Bei der Entnahme der Probe handelt es sich ausserdem um einen invasiven Eingriff, der von staatlicher Seite nicht ohne Weiteres verordnet werden kann.
  • Kommentar von Karin Schnyder  (K.Sch)
    Stellungnahme des Bundesrates vom 26.08.2020

    Aus Sicht des BR ist das systematische grossflächige Testen sowie das Testen von repräsentativen Stichproben aus der hauptsächlich gesunden und symptomlosen Bevölkerung kein geeignetes Mittel, um eine präzise Information zur epidemiologischen Situation zu erhalten. Ein Virusnachweis bei einer symptomfreien Person ist schwierig zu interpretieren, da es sich um ein Überbleibsel einer geheilten Infektion handeln könnte.
  • Kommentar von Stefan Kirchgraber  (Stefan Kirchgraber)
    Wenn wir von der Schule als Virenherd sprechen, müssen wir im gleichen Atemzug auch von Immunisierungs-Hotspot sprechen. Bereits eine geringe Virenlast eines neuen Virus kann Kinder grippig machen. Dabei lernt ihr Körper den Umgang mit Viren.
    Für Erwachsene sind Kinder auch diesbezüglich ein Segen: Wir kommen so früh mit einer geringen Virenmenge in Kontakt und können uns so schnell immunisieren. Weshalb wohl sind Lehrpersonen so selten krank? Lasst einfach den ganzen Blödsinn sein, echt!
    1. Antwort von Manuel Schütz  (ld238m)
      Lehrpersonen selten krank? Sie unterrichten wohl selber nicht, wenn Sie einen solchen Humbug erzählen...