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Das Bundesasylzentrum Bässlergut bei Basel steht wegen Corona-Ausbruch unter Quarantäne.
Aus Regionaljournal Basel Baselland vom 30.07.2021.
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Corona-Ausbruch in Asylheim Ein Drittel der Bässlergut-Bewohner hat sich mit Corona infiziert

Die Behörden stellen nach dem Ausbruch das ganze Bundesasylzentrum bei Basel unter Quarantäne.

Rund 150 Menschen leben im Bundesasylzentrum Bässlergut am Stadtrand von Basel. Gut 50 davon – also rund ein Drittel – wurden positiv auf Corona getestet. Das Basler Gesundheitsdepartement bestätigt Recherchen des «Regionaljournal Basel» von Radio SRF.

Den infizierten Personen gehe es den Umständen entsprechend gut, sagt der Basler Kantonsarzt Thomas Steffen: «Weil es ein grosser Ausbruch ist, mussten wir trotzdem über die ganze Institution eine Quarantäne, beziehungsweise eine Isolation verhängen.»

Rasches Handeln löst Verunsicherung aus

Die Leitung des Bundesasylzentrums habe unverzüglich reagiert, sagt Reto Kormann, Sprecher des Staatssekretariats für Migration (SEM). Man habe die Bewohnerinnen und Bewohner sofort getrennt. Die Infizierten müssen in Isolation, alle anderen in Quarantäne. «Alle mussten ihre Zimmer mit ihren Habseligkeiten verlassen. So konnten wir alle Räume desinfizieren.»

Das habe unter den Asylsuchenden zum Teil Verunsicherung ausgelöst. Einzelne sollen befürchtet haben, sie würden ausgeschafft. «Es mussten sich alle versammeln. Wir haben zusammen mit den Dolmetschern die Situation in verschiedenen Sprachen erläutert», sagt SEM-Sprecher Kormann. Es sei eine grosse Herausforderung gewesen, weil alles schnell gehen musste.

Die Impfbereitschaft ist gering.
Autor: Reto Kormann Sprecher Staatssekretariat für Migration (SEM)

Die Asylbehörden schätzen, dass in den Asylzentren der Schweiz nur rund 15 bis 20 Prozent der Bewohnerinnen und Bewohner gegen Corona geimpft sind. Die Behörden würden den Asylsuchenden die Impfung jedoch empfehlen und darüber informieren. Sie sei für alle kostenlos. «Die Impfbereitschaft ist aber gering», sagt SEM-Sprecher Kormann.

Kanton leitet Untersuchung ein

Das SEM weist den Vorwurf zurück, dass die Platzverhältnisse im Zentrum zu eng seien. «Unser Schutzkonzept besteht seit anderthalb Jahren, wir hatten bis jetzt nur wenige Ansteckungen.» Ausserdem habe man die Kapazitäten ausgebaut.

Wieso es zu diesem Corona-Ausbruch gekommen ist, ist noch unklar. Der Kanton Basel-Stadt leitet eine Untersuchung ein. Kantonsarzt Thomas Steffen sagt, es sei nicht überraschend, dass sich das Virus in einem Asylzentrum, in dem viele Menschen auf engem Raum zusammenleben, schnell verbreitet: «Solche Ausbrüche gibt es typischerweise an Orten, wo viele Menschen zusammenkommen. Neben diesem Fall im Asylzentrum beobachten wir das auch bei jungen Menschen im Ausgang, in Clubs und Veranstaltungen.»

Regionaljournal Basel, 30.07.2021, 06.32 Uhr;

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