Zum Inhalt springen

Header

Audio
Mehr Menschen arbeitslos, mehr Leute in Kurzarbeit
Aus HeuteMorgen vom 08.02.2021.
abspielen. Laufzeit 01:24 Minuten.
Inhalt

Corona belastet Arbeitsmarkt Arbeitslosenquote steigt im Januar auf 3.7 Prozent

  • Die Arbeitslosigkeit in der Schweiz ist weiter in die Höhe geklettert. Sie stieg im Januar im Vergleich zum Vormonat Dezember auf 3.7 von 3.5 Prozent, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) mitteilt.
  • Im Januar vor einem Jahr – also noch vor Ausbruch der Corona-Pandemie – hatte die Arbeitslosenquote noch 2.6 Prozent betragen.
  • Über das gesamte Jahr 2020 gesehen hatte die Quote im Durchschnitt bei 3.1 Prozent betragen.
Video
Aus dem Archiv: Arbeitslosenquote im Dezember bei 3.5 Prozent
Aus Tagesschau vom 08.01.2021.
abspielen

Die Arbeitslosenquote ist üblicherweise saisonalen Schwankungen unterworfen, weil es in den Wintermonaten etwa auf dem Bau, in der Landwirtschaft und in der Gastronomie weniger Arbeit gibt. Die vom Seco um die saisonale Faktoren bereinigte Arbeitslosenquote verharrte im Januar bei 3.5 Prozent.

Insgesamt waren in der Schweiz im Januar 169'753 Personen bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) als arbeitslos gemeldet. Das waren 6'208 mehr als im Vormonat. Gegenüber dem Vorjahresmonat lag die Zahl massiv höher, nämlich um 48'735 Personen.

Zunahme der Kurzarbeit

Viele von der Coronakrise betroffene Arbeitnehmende sind in der Kurzarbeit gelandet. Diese hat mit der zweiten Coronawelle und weiteren Betriebsschliessungen insbesondere im Detailhandel und in der Gastronomie zum Jahresende hin wieder an Bedeutung gewonnen.

Offiziell liegen allerdings zur Kurzarbeit erst die Werte für den November vor. Damals waren laut den Angaben 296'592 Personen von der Kurzarbeit, 77'204 mehr als im Oktober.

Auch die Anzahl der von Kurzarbeit betroffenen Betrieb wuchs stark an. Sie erhöhte sich im November um 50 Prozent auf 34'311 Einheiten. Die ausgefallenen Arbeitsstunden nahmen ebenso deutlich auf 19.2 Millionen zu. Zum Vergleich: Im November 2019 waren nur 171 Betrieb in Kurzarbeit.

Jugendarbeitslosigkeit bleibt stabil

Aufgeschlüsselt nach Alter stieg die Arbeitslosigkeit im Januar bei den Jugendlichen mit nur zusätzlich 72 als arbeitslos gemeldeten Personen am wenigsten stark. Die Quote bei den 15- bis 24-Jährigen blieb den auch zum Vormonat bei 3.4 Prozent stehen.

Bei den 25-49-Jährigen wuchs die Arbeitslosigkeit um 4.1 Prozent beziehungsweise um 4135 Personen, bei den 50- bis 64-Jährigen nahm die Zahl der Arbeitslosen um 4.4 Prozent oder knapp 2000 Personen zu. Die entsprechenden Arbeitslosenquoten liegen bei 3.9 und 3.5 Prozent.

Das Seco hat derweil im Januar insgesamt 261'499 Stellensuchende registriert, 1'181 mehr als im Vormonat. Die Zahl der bei den RAV gemeldeten offenen Stellen erhöhte sich um 7'715 auf 32'941.

SRF 4 News, 08.02.2021, 08.00 Uhr;

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

31 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Rolf Gertsch  (Rolf93)
    Ich prognosziere bis ende 2021 eine Quote von über 5%. Tendenz steigend. Noch mehr Ü50zgier werden kein Fuss mehr fassen und wir schaffen uns ein Finanzgrab auf Jahre.
  • Kommentar von Mattias Derungs  (Mattias Cristian Derungs)
    Ich sage es einmal mehr: Warum werden nonstop geschönte Arbeitslosenquoten des SECO veröffentlicht, welche keinem seriösen Vergleich mit dem benachbarten Ausland (EU) standhalten, weil sie schlicht und einfach nicht stimmen! Man kann bekanntlich nicht Äpfel mit Birnen vergleichen! Die Erwerbslosenquote nach ILO wären da viel genauer, aber leider inzwischen mindestens doppelt so hoch, und dies ohne all jene Arbeitnehmer, welche im Moment noch Kurzarbeitsentschädigung erhalten!!!
    1. Antwort von Yvonne Abt  (YvonnedieDreizehnte)
      Man sollte die Zahlen korrekt interpretieren und dementsprechend auch kommentieren.
      Es sind Personen in der Statistik erfasst, welche sich auch wirklich auf dem RAV melden, wenn diese die Stelle verloren haben. Jene welche sich nicht melden, weil sie schlicht kein Bock auf das RAV haben oder in Beschäftigungsprogrammen-, sowie ausgesteuert sind, werden in dieser Statistik nicht erscheinen und das ist auch gut so!
      Warum kann man das nicht verstehen und jeden Monat immer das gleiche monieren?
    2. Antwort von Mattias Derungs  (Mattias Cristian Derungs)
      Yvonne Abt, studieren Sie bitte mal die publizierten Zahlen des SECO unter dem nachfolgenden Link (Seite 5): dann sehen Sie vielleicht wie die Zahl der beim RAV gemeldeten Arbeitslosen und jene der Stellensuchenden immer weiter auseinanderdriften! Erstere hat innerhalb eines Jahres um 40.3% zugenommen, die der Langzeitarbeitslosen gar um über 118.5% ohne die annähernd 3'500 Ausgesteuerten pro Monat! https://www.seco.admin.ch/seco/de/home/Arbeit/Arbeitslosenversicherung/arbeitslosenzahlen.html
  • Kommentar von Thomas Aeschbacher  (Aeschbi)
    Und auch im 2020 betruf die Nettozuwanderung knapp 70'000 Personen.
    Aber das muss ich nicht begreifen, die Schweiz benötigt nach wie vor dringend Fachkräfte.
    Für mich ist diese Entwicklung nicht nachvollziehbar und stimmt nachdenklich.
    1. Antwort von Mattias Derungs  (Mattias Cristian Derungs)
      Genau hier liegt ja das Problem, ältere Schweizer Arbeitnehmer (auch sog. Fachkräfte) werden auf das Abstellgeleise entsorgt und die Wirtschaft schreit ständig nach neuen Fachkräften obwohl genügende im Inland vorhanden wären, leider aber nicht mehr attraktiv genug, weil angeblich zu teuer! Darum wird weder die Personenfreizügigkeit gem. Schengen/Dublin eingeschränkt noch die vielen Grenzgänger, welche tagtäglich ins Land strömen an den Grenzen getestet (Ausnahme der neuesten Corona-Massnahmen)!
    2. Antwort von Mark Stalden  (Mark)
      Die Nettozuwanderung beträgt 2020.61'390 Personen Der Hauptgrund der Zuwanderung ist die Arbeit. Offenbar gibt es genug Arbeit oder sind es Job die Schweizer nicht machen wollen oder die Qualifikation fehlt. Nein das muss man nicht Verstehen, das unser Gesundheitsystem ohne Zuwanderer nicht funktioniert dato Heute ist leider ein Fakt und umso Wichtiger zu Covid Zeiten.
    3. Antwort von Cédric Bell  (Cedric)
      "Stalden (Mark) Die Nettozuwanderung beträgt 2020.61'390 Personen Der Hauptgrund der Zuwanderung ist die Arbeit." Das stimmt ja schon einmal gar nicht. Den Nachzug innerhalb der Familie, die Suchenden und die Lernenden sind ein wesentlicher Teil davon. Aber wo ich einig gehe, dass auch diese Menschen unabhängig von ihrem Einreisegrund eines Tages ebenos auf Jobsuche gehen müssen. Aufgrund der Situation um Covid oder anderen Gründen.
    4. Antwort von Cédric Bell  (Cedric)
      "Nein das muss man nicht Verstehen, das unser Gesundheitssystem ohne Zuwanderer nicht funktioniert dato Heute ist leider ein Fakt und umso Wichtiger zu Covid Zeiten." Stimmt, Mark. Umso bedenklich wie wir trotz freiem Arbeitsmarkt und freier Zuwanderung da immer wieder Personalsorgen haben. Kann also nicht an der Zuwanderung liegen. Sondern an der fehlenden Bereitschaft.