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WAK für 350-Millionen-Schutzschirm für Grossveranstaltungen
Aus Info 3 vom 05.03.2021.
abspielen. Laufzeit 03:20 Minuten.
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Corona-Hilfe Können die Festivalbetreiber bald aufatmen?

Die Wirtschaftskommission fordert 350 Millionen für bedrohte Grossveranstaltungen. Die Chancen stehen nicht schlecht.

Noch ist das Open Air St. Gallen nicht abgesagt. Aber dass es Anfang Juli stattfindet, daran glaubt auch Festivalchef Christoph Huber nicht. Mit einer definitiven Absage oder Verschiebung wartet er aber noch zu. Zuerst will er endlich verbindliche Antworten aus Bern. Weitere andere Konzerte aber plant Huber vorerst nicht mehr.

Von Open Airs über Jahrmärkte bis hin zu Messen: Kaum jemand plant jetzt für Spätsommer oder Herbst, zu gross das Risiko, dass man im letzten Moment wegen Corona wieder alles absagen muss. Und so passiert über Monate einfach nichts.

Planung sichern

Ein unerträglicher Zustand, fand Mitte-Nationalrat Martin Landolt und will nun mit einem Vorstoss der Branche etwas Planungssicherheit zu geben: «Vor allem der langen Planungszeit solcher Grossanlässe soll Rechnung getragen werden. Es wäre angesichts der langen Vorlaufzeiten falsch, von den Veranstaltern zu verlangen, nicht zu planen. Dann wären sie bei einer Öffnung noch mehr im Verzug und hätten nichts in der Pipeline.»

Vor allem der langen Planungszeit solcher Grossanlässe soll Rechnung getragen werden.
Autor: Martin LandoltNationalrat, Mitte

Die nationalrätliche Wirtschaftskommission hat den entsprechenden Antrag klar angenommen. Er sieht vor, dass der Bund für die Planung von Gross-Veranstaltungen aufkommt, welche zwischen dem 1. Juni dieses Jahres und Ende April 2022 nicht oder nur eingeschränkt durchgeführt werden können. 350 Millionen Franken stehen dazu bereit.

Branche erfreut

Es sei wie eine Versicherung, sagt denn auch der Branchenverband der Schweizer Konzert-, Show- und Festivalveranstalter SMPA und zeigt sich hocherfreut über das Signal aus Bern. Dank einen solchen Schutzschirm könnten auch die Planungen von grösseren Veranstaltungen aller Art wieder aufgenommen werden.

Investition in die Zukunft

350 Millionen Franken seien viel, sagt auch Landolt. Aber mit diesem Schutzschirm könne man mittelfristig sogar Geld sparen: «Wenn die Branche nichts tun kann, bezahlen wir sie für Ausfälle, nun würden wie sie für die Planung und einen allfälligen früheren Start bezahlen.»

Am Montag wird das Geschäft im Nationalrat behandelt. Die Chancen für den millionenschweren Schutzschirm für Grossveranstaltungen stehen nicht schlecht.

Info 3, 05.03.2021, 17:00 Uhr

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Meuri  (hmeuri)
    Herr Baron, Danke, 100% Zustimmung!
  • Kommentar von René Baron  (René Baron)
    Müssen wir denn die passive "Konsumeritis" mit ihren Megaevents unbedingt erhalten?
    Sollten wir sie nicht eher durch aktives "Werden" und "Schaffen" ersetzen und statt Milliarden für den Erhalt des weitgehendst sinnlos, fremdorganisierten Fläzens an nächste Generationen zu überantworten, nicht lieber diese Milliarden für die Förderung unserer eigenen Kreativität und lokaler Privatevents ausgeben?
  • Kommentar von René Baron  (René Baron)
    Wieso geht es bei Covid mehrheitlich immer um den Erhalt der Kosumeritis?
    Ehrlich gesagt könnte ich mir ein sinnvolleres Leben vorstellen, als nur passiv an Events und in Beizen mitzufloaten ohne selber was auf die Reihe zu kriegen oder dem Leben täglich selber was Kreatives abzujagen.
    Etwas mehr Zwang selber mal was organisieren zu müssen, täte uns gut, sowohl als selbst bestimmtes Individuum, als auch sich ständig neu erfindende Gesellschaft!