Zum Inhalt springen

Header

Audio
Einigung im Terrassenstreit
Aus Rendez-vous vom 26.02.2021.
abspielen. Laufzeit 03:14 Minuten.
Inhalt

Corona-Massnahmen Terrassen-Streit: Aufmüpfige Kantone geben klein bei

Ein letzter Anlauf beim Bund scheiterte. Nun geben die Kantone nach und lassen die Terrassen in den Skigebieten räumen.

Nun ist es vorbei mit den Tischen und Bänken auf den Terrassen in den Skigebieten. Die Takeaways dürfen zwar weiter Verpflegung und Getränke verkaufen, doch die Skifahrerinnen und Skifahrer müssen sich nun für ihre Pausen andere Plätze als die Terrassen suchen. Das haben all diejenigen Kantone entschieden, welche die Terrassen bis anhin noch erlaubten.

Dem Entscheid war ein längerer Konflikt zwischen dem Bund und den Kantonen vorausgegangen. Das Bundesamt für Gesundheit erklärte wiederholt, die Takeaways in den Skigebieten unterlägen den gleichen Regeln wie alle anderen Takeaways und dürften demnach keine Sitzgelegenheiten anbieten.

Terrasse mit Sitzgelegenheiten im Obwaldner Skigebiet Melchsee-Frutt.
Legende: Damit ist nun vorbei: Terrasse mit Sitzgelegenheiten im Obwaldner Skigebiet Melchsee-Frutt. SRF

Die Kantone Graubünden, Glarus, Tessin, Schwyz, Uri, Ob- und Nidwalden hingegen wehrten sich. Sie stellen sich einerseits auf den Standpunkt, dass die Bewilligungen für die Skigebiete Kantonssache seien, andererseits führen sie auch gesundheitliche Gründe ins Feld: Auf den Terrassen könne man besser gewährleisten, dass der Mindestabstand und die erlaubte Gruppengrösse eingehalten werde.

Am Donnerstagabend ist es schliesslich nochmals zu einer Aussprache mit Bundesrat Alain Berset gekommen. Das Resultat: Der Bund besteht auf dem Verbot. Und die Kantone geben nach.

Michèle Blöchliger: «Rechtlich gibt es zwei Interpretationen»
Aus Tagesschau am Vorabend vom 26.02.2021.

Ohne Freude zwar: Man sei nach wie vor davon überzeugt, dass die Terrassenlösung aus epidemiologischer Sicht besser gewesen sei, lässt sich etwa die Nidwaldner Regierungsrätin Michèle Blöchliger in einer Mitteilung zitieren: «Aus staatspolitischer Sicht aber reichen wir die Hand, weil wir an einer guten Zusammenarbeit mit dem Bundesrat interessiert sind.»

Dass die Kantone nur zähneknirschend einlenken, lässt auch der Kanton Schwyz klar durchblicken. Er überschreibt seine Medienmitteilung mit: «Der Bundesrat bleibt kompromisslos.»

Einige Kantone halten am Wochenende fest

Der Kanton Uri hat wegen des gemeinsamen Skigebietes mit den Kanton Graubünden entschieden, die Terrassen gleichzeitig per Freitagabend zu schliessen. Die anderen fünf Kantone wollen die Terrassen dieses Wochenende noch offen lassen.

SRF News, Rendez-vous, 26.02.2021, 12:30 Uhr;

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

33 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Beat Flückiger  (beat49flu)
    3 Tage Engelberg, 3 Tage Grindelwald mit Take away. Es sind Welten! NW/OW Terrassen mit Bänken, Tischen, Zwischenwänden, max. 4 Leute, Abstand und Kontrolle. Die perfekte Handhabung.
    Kanton Bern nichts. Alle sitzen herum, kein Abstand, keine Masken. Schlicht das perfekte Chaos. Der Höhepunkt auf der kleinen Scheidegg in der Arena - ja, Kopf an Kopf alles voller Leute. Ich glaube der Bundesrat weiss überhaupt nicht, was in der Praxis abläuft. Kontrollierte Terrassen zu schliessen ist falsch.
  • Kommentar von Toni Koller  (Tonik)
    Das wochenlange hochkarätige Politikum, ob in einem Land von 8,5 Mio Einwohnern ein paar Tausend an Vierertischen auf einer Skiterrasse hocken oder lieber neben dem Takeaway im Schnee sitzen sollen: Dieser Streit ist eine absurde Posse, über die man bald nur den Kopf schütteln wird. Reine Symbolpolitik - die epidemiologische Bedeutung tendiert gegen Null.
    1. Antwort von Adrian Tschopp  (Adrian Tschopp)
      Ja, trotzdem macht es Sinn die letzten Schritte aus dieser für Alle schwierigen und entbehrungsreichen Zeit gemeinsam und konzentriert zu machen, Ich freu mich umso mehr bald wieder überall in Gesellschaft fein essen zu gehen bei möglichst vielen Gastwirten.
  • Kommentar von Ivo Schaerer  (I.Sch)
    Wenn man zum essen am Boden sitzt ist es weniger ansteckend, als wenn man an einem Tisch sitzt.
    1. Antwort von Michael Meier  (Think!)
      Tja, das ist halt die Logik unserer Bundesämter sowie des angehängten Bundesrats. Die BA sollte man meiner Meinung nach ausmisten, der BR vollumfänglich ersetzen.