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Handydaten zeigen: Leute bewegen sich viel weniger
Aus 10vor10 vom 06.04.2020.
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Corona-Regeln eingehalten Handydaten zeigen: Trotz Frühlingswetter blieben viele zu Hause

Die grosse Völkerwanderung blieb trotz traumhaftem Wetter am Wochenende aus – das zeigen nun auch Handydaten.

Das letzte Wochenende war das sonnigste und wärmste bisher in diesem Jahr. Das sollte die Leute auch deutlich mehr nach draussen ziehen. Doch der grosse Anstieg blieb aus. Das zeigt eine Auswertung von Handydaten, die von Freiwilligen erfasst wurden. Die Appelle des Bundesrats an die Bevölkerung, auch trotz des schönen Wetters zu Hause zu bleiben, dürften also Wirkung gezeigt haben.

Zwar legte die Durchschnittsperson am Sonntag mehr als die doppelte Distanz zurück als eine Woche zuvor, als das Wetter viel kälter war. Doch in absoluten Zahlen ist eine sonntägliche Distanz von 5 Kilometern immer noch sehr wenig.

Es ist keine Explosion der Mobilität, wie das von den einen befürchtet wurde.
Autor: Peter MoserStv. Leiter Statistisches Amt Kanton Zürich

Für Peter Moser vom Statistischen Amt des Kantons Zürich, das die Mobilitätszahlen erheben lässt, bleibt die Mobilität seit dem «Lockdown» auf konstant tiefem Niveau. Daran ändere auch das sonnige Frühlingswetter in den letzten Tagen nichts.

Datenquelle der Mobilitätsstudie

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Das Statistische Amt des Kantons Zürich lässt zusammen mit der ETH Zürich den Standort von rund 2'500 Personen erheben. Die Firma «Intervista» sammelt seit 2018 die Handy-Positionsdaten von Freiwilligen und gibt sie anonymisiert weiter. Daraus ergibt sich eine für die Schweiz repräsentative Mobilitätsstudie.

Massiver Rückgang innerhalb eines Monats

Die Schweizerinnen und Schweizer haben ihre Mobilität wegen der Corona-Pandemie deutlich reduziert. Die Durchschnittsperson legt im Moment noch rund 30 Prozent ihrer ursprünglichen Wochendistanz zurück.

Am stärksten an Mobilität eingebüsst haben die Jungen – ihre Distanzen sind auf rund einen Viertel geschrumpft. Die Altersgruppe zwischen 15 und 29 Jahren ist mittlerweile an gewissen Wochentagen punkto Mobilität hinter die 30- bis 64-Jährigen zurückgefallen. Die Jungen sind heute auch deutlich weniger unterwegs, als es die Generation 65+ noch vor einem Monat war.

Stadt und Land gleichen sich an

Die Bevölkerung ausserhalb der Städte legt weitere Wege zurück als die Leute in den Zentren – besonders an den Wochentagen, an denen viele in die Städte pendeln. Das gilt auch in Zeiten des Coronavirus.

Doch die Unterschiede in punkto Distanzen sind zurückgegangen. Besonders an den Wochenenden haben sich Stadt und Land bei der Mobilität angeglichen.

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Peter Moser: «Keine Explosion» der Mobilität am Wochenende
Aus News-Clip vom 06.04.2020.
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10vor10; 6.4.2020; 21.50 Uhr

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26 Kommentare

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  • Kommentar von Benedikt Jorns  (Benedikt Jorns)
    Die Ansteckungswelle wird nicht nur abklingen, weil wir uns gut vor ihr schützen. Sie wird erst abnehmen, wenn sich die nach wie vor dem Virus ausgesetzten vorwiegend jungen Menschen ein zumindest temporär wirkendes Immunsystem aufgebaut haben. Leider ist nach dem Abklingen nicht klar, wie lange diese Immunisierung wirksam sein wird. Nach deren Abklingen ist erfahrungsgemäss eine zweite Ansteckungswelle zu erwarten.
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    1. Antwort von Benedikt Jorns  (Benedikt Jorns)
      Sicher dürfen sich nur gesundheitlich fitte junge Mitmenschen diesem Aufbau einer Immunisierung aussetzen. Bis später die zweite Ansteckungswelle sich ausbreiten wird, kann vermutlich eine sogenannt "passive Impfung" entwickelt werden, welche sogar bereits neu Erkrankten für eine beschränkte Zeit hilft. Die für die ganze Bevölkerung längere Zeit oder sogar lebenslang wirksame "aktive Impfung" braucht leider eine etwas längere Entwicklungszeit.
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  • Kommentar von Martin Herrmann  (#maskeauf)
    Die Parole: "Bleibt zu Hause" - dort könnt Ihr übrigens weiter rauchen bis der Arzt kommt. Mit etwas Glück bringt er sogar noch Sauerstoff mit.

    Leider kein Bonmot: Im Kampf gegen eine Lungenkrankheit verbieten wir den Verkauf von Babykleidung in der MIGROS und freuen uns, wenn sich die Menschen möglichst wenig an der frischen Luft bewegen - Abgabe und Konsum von Zigaretten bleiben gestattet.

    Zielführend wäre:
    1. Lunge stärken,
    2. Abstand halten,
    3. Maske auf, wo es eng werden kann.
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  • Kommentar von Esther Jordi  (EstherJ.)
    Ist schon witzig, wie sich manche Leute wegen dieser Handydaten aufregen. Wir sind nun mal längst "gläsern". Beim ersten Einlegen der SIM-Karte ins Smartphone fängt es schon an. Einen Suchbegriff in Google eingeben, Windows nutzen, eine Onlinebestellung tätigen, bei den bekannten Detailhändlern Supercard und Cumuluskarte zeigen … Das alles schert kaum jemanden. Man sollte schon die Verhältnismässigkeit wahren …
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