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BAG korrigiert Angaben zum Hauptansteckungsort
Aus Tagesschau vom 02.08.2020.
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Corona-Übertragungen BAG korrigiert: Meiste Ansteckungen in Familie, nicht in Clubs

  • Zwei Tage nach der Berichterstattung von SRF hat das Bundesamt für Gesundheit (BAG) seine Angaben zu den Ansteckungsorten mit dem Coronavirus korrigiert.
  • Demnach finden die meisten Übertragungen nicht wie ursprünglich vom BAG angegeben im Ausgang, sondern im familiären Umfeld statt (siehe Tabelle).
  • Am Freitag hatte das BAG auf Anfrage von SRF ausgeführt, dass sich fast zwei Drittel aller rückverfolgbaren Ansteckungen im Ausgang – also in Bars, Clubs oder Restaurants ereigneten. SRF News hatte das in diesem Artikel entsprechend vermeldet.

Bekannte Ansteckungsorte – BAG korrigiert Angaben

Quelle: BAG – alle bekannten Ansteckungswege bei Coronavirus-Infektionen vom 16. Juli bis 1. August 2020)
AnzahlProzent
Familiäres Umfeld21627.2
Anderer Kontakt9912.5
Bei der Arbeit698.7
An privatem Fest243.0
Als medizinisches und Pflegepersonal172.1
In spontaner Menschenansammlung172.1
Im Club / in der Disco151.9
In der Bar / im Restaurant131.6
Unbekannter Ansteckungsort40.5
In der Schule20.3
Bei einer Demonstration/Veranstaltung10.1
Fehlende Angaben31639.8
Total793100

Gemäss den klinischen Meldeformularen, die Ärztinnen und Ärzte an das BAG übermitteln, zeigt sich, dass die meisten Ansteckungen im familiären Umfeld (27.2 Prozent) geschehen. Es folgt mit 8.7 Prozent der Arbeitsplatz.

Ausgehlokale machen gemäss der korrigierten Tabelle des BAG vom Sonntag lediglich einen einstelligen Prozentsatz aus, konkret 1.9 Prozent, Bars und Restaurants nur gerade 1.6 Prozent.

Trotzdem Übertragungsrisiko nicht unterschätzen

Das BAG warnt allerdings in seiner Mitteilung: «Infektionsereignisse in Clubs können zu einer hohen Zahl Infizierter führen sowie zu einer noch höheren Zahl von Menschen, die sich in Quarantäne begeben müssen.»

Die kantonalen Systeme zur Kontaktverfolgung würden durch solche Ereignisse besonders gefordert und belastet. Es sei also von zentraler Bedeutung, das Risiko von Übertragungen gerade in solchen Umgebungen so gering wie möglich zu halten.

Ausgewiesen wird laut dem BAG in seiner Tabelle die Art der Exposition. Die total 793 Meldungen dazu seien zwischen dem 16. Juli und dem 1. August von den Ärztinnen und Ärzten über das klinische Meldeformular an das BAG übermittelt worden.

Tagesschau, 31.07.2020, 18:00 Uhr;

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147 Kommentare

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  • Kommentar von Paul Schönenberger  (RoadMan)
    Die Tabelle ist nicht korrekt! Ingesamt wurden 1’764 Covid infizierte erfasst. Das sind gemäss BAG 100%. Keine Angaben wo - angesteckt = 1‘035 oder 59%. SRF setzt nun 41% wieder auf 100%, das sind die die Angaben machen konnten. Darum sind die abgebildeten % Werte von SRF viel zu hoch. Das sieht in der Headline gut aus, entspricht jedoch nicht den erfassten Mengenangaben des BAG.
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    1. Antwort von SRF News (SRF)
      Im Text ist erklärt, woher die Zahl kommt: Ausgewertet wurden die Angaben zu 729 Covid-Fällen, zu denen das BAG Angaben bekam im Rahmen der klinischen Meldungen durch die Ärzteschaft. Dies zwischen dem 16. und dem 30. Juli.
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  • Kommentar von Amina Moser  (Amina)
    Die Maskenpflicht im ÖV lässt sich rechtfertigen, da im ÖV die Anzahl Personen und die Distanz zueinander nicht kontrolliert werden kann. In Läden und Geschäften hingegen ist dies anders und damit ist hier eine Maskenpflicht nicht angezeigt, solange Hinweise auf erhöhte Fallzahlen beim Einkaufen fehlen.
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  • Kommentar von Amina Moser  (Amina)
    Massnahmen, die symbolischer Art sind, z.B. damit uns allen das Coronavirus ständig präsent bleibt oder stellvertretend (anstatt dort wo die Infektionsquelle hoch ist), verstossen gegen jede Rechtsgrundlage.
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    1. Antwort von Valentin Haller  (Projektionsfläche)
      Da stellen sich gleich mehrere Fragen, Frau Moser:

      - Was genau sind Massnahmen „symbolischer Art“?
      - Was genau sind „stellvertretende“ Massnahmen?
      - Gegen welche konkreten Rechtsgrundlagen verstossen solche Massnahmen?

      Danke im Voraus.
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    2. Antwort von Marc Schlatter  (Marc Rafael)
      Herr Koch: Die Schulschliessungen seien zwar vermutlich an sich nutzlos gewesen, hätten aber geholfen, der Bevölkerung den Ernst der Lage vor Augen zu führen (als ich das im allgemeinen Lobgehodel nicht übelgesinnt kommentierte, der Mann habe Nerven, wurde ich virtuell gesteinigt). Da solche Effekte ausserordentlich wirkungsvoll sein dürften und niemand ein Problem damit bekundet, weshalb sollte man nicht auf sie setzen? Ausser eben aus moralischen, rechtlichen oder risikotechnischen Gründen?
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