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Thomas Steffen: «Fondue Chinoise zu zehnt empfiehlt sich nicht»
Aus News-Clip vom 20.11.2020.
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Corona und Weihnachten Diese Tipps gibt das BAG für die Festtage

Wie wird die Vorweihnachtszeit? Der Basler Kantonsarzt Thomas Steffen hat an der Medienkonferenz der Corona-Fachexperten ein paar konkrete Praxis-Tipps für die Corona-Weihnachten gegeben. So solle man beispielsweise zwei Wochen vor Weihnachten bereits die sozialen Kontakte reduzieren. Quasi eine vorbereitende Quarantäne, um dann am Fest das Risiko zu vermindern. So könne man dann auch die Eltern und Grosseltern einladen, sagt das Vorstandsmitglied der Vereinigung der Kantonsärztinnen und Kantonsärzte. «Ein Rest-Risiko bleibt aber.» Das solle man auch ansprechen. Man solle bereits jetzt die Geschenke einkaufen, erklärt Steffen weiter. Das mindere den Stress.

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Thomas Steffen: «Gehen Sie in eine Art Vorquarantäne»
Aus News-Clip vom 20.11.2020.
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Wie wird das Fest? Bei der Feier gelte weiterhin: Maximal zwei Haushalte zusammen und die Hygiene-Massnahmen müssen eingehalten werden. Dasselbe gelte auch für die Silvesterfeier. Die Kantonsärzte wie auch das BAG wollen diesbezüglich noch Empfehlungen kommunizieren, wie es am Medientermin hiess. «Zu zehnt um einen Topf» beim traditionellen Fondue Chinoise empfehle er aber nicht, sagte Steffen. Ein Set pro Familie und genug Abstand sei besser. Im Privaten würde der Kantonsarzt primär auf den Abstand achten und weniger auf die Maske setzen. Im Umgang mit Risikopersonen könne aber eine Maske zu einem grösseren Sicherheitsgefühl führen.

Aufruf zum Durchhaltewillen: Für die nächsten Monate brauche man viel Mut, Energie aber auch Kreativität, sagte Steffen. Diese Lichtblicke sollten helfen: In vier Wochen sei Weihnachten und in vier Monaten beginne der Frühling. Angesichts der Infoflut zum Thema Corona rät der baselstädtische Kantonsarzt, «den Höhlenmenschen in uns zu überlisten», der zu stark auf solche Dauerreize reagiere. Noch keine Generation habe je eine Pandemie mit einer solchen Informationsflut durchlebt.

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Virginie Masserey: «Die Tests sind gratis, wenn die Kriterien erfüllt sind»
Aus News-Clip vom 20.11.2020.
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Wer soll sich testen? Zu den Tests sagte Steffen, die Anbieter seien in der Pflicht, verstärkt Angebote zu machen. Es gebe genug Tests, aber deren Nutzung gehe in letzter Zeit zurück. Man müsse «breiter in die Testung reinkommen.» Gerade Junge würden dafür nicht gerne in eine Spital Umgebung gehen. In Basel gebe es mittlerweile zum Beispiel 40 Testmöglichkeiten, auch in Apotheken oder Drogerien der anderen privaten Anbietern. Die Leiterin der Sektion Infektionskontrolle beim BAG, Virginie Masserey, betonte, es gebe genügend Testkapazitäten. Deswegen sollten sich alle Menschen mit Symptomen testen lassen. Die neue Kampagne zum Testen werde mit den Sonntagszeitungen ausgerollt und dann auf weitere Kanäle ausgeweitet. Wenn wieder mehr getestet werde, so die Hoffnung, würden die Zahlen weiter zurückgehen.

Ist ein Ende in Sicht? Wenn man zu schnell auf einen Rückgang der Kurve reagiere, sei man schnell wieder bei zu wenig Massnahmen, antwortete Steffen auf die Frage, was er von einer Petition halte, die verlange, dass man Chorproben unter Auflagen wieder zulasse. Man brauche ein wenig mehr Zeit. Sonst gebe es eine reale Gefahr, dass die Zahlen wieder hochschnellen. Steffen plädiert dafür, nachhaltiger und vorsichtiger vorzugehen.

SRF 4 News, 20.11.2020, 14:30 Uhr ;

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64 Kommentare

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  • Kommentar von markus aenishaenslin  (aenis)
    Das ganze geht langsam zu weit. Ich lasse mir nicht auch noch die Weihnachtszeit mit der Familie versauen. Seit über acht Monate machen Wir diesen Mist mit, zugunsten der Konzerne und des Geldadel. Ergebnis ist kläglich, höchste Fallzahlen in Europa, deren Kritiker werden immer lauter. Innerhalb 3 Monate von 35000 auf 300000. Im mehr Leute werden langsam Kritisch gegen über der Corona Politik von links bis rechts. In China war der Spuck in 3 Monate zu ende, was lauft Falsch hier ?
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  • Kommentar von Sylvia Kettler  (Annaluna)
    Man stelle sich das in Echt vor: wenn nur schon die Hälfte der Bevölkerung im Wald oder im Stadtpark Weihnachten feiern würde, eine Tanne suchen, sie mit Kerzen bestücken... Vielleicht noch eine Wurst auf dem Minigrill brätlen oder ein Süppchen kochen über dem Feuerchen.
    Mich beschäftigen die "Lockdown-Kollateralschäden" in Ländern, wo es den Menschen eh schon schlecht gegangen ist mehr. Da fehlt es jetzt an wirklich allem. Die müssen sich nicht fragen, ob Fondue chinoise oder Spaghetti...
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  • Kommentar von Helen Gersbach  (Soliris)
    Tipps für Weihnachten sind nicht falsch, denn Menschen, die Nächstenliebe empfinden, möchten sich korrekt verhalten um andere nicht zu gefährden.
    Da nicht alle Epidemiologie oder Medizin studiert haben, sind sie auf praktische Handlungsempfehlungen angewiesen.
    Mir fehlen insgesamt mehr konkrete Leitlinien für das Verhalten im Alltag, im Umgang mit dem Virus. Der Dokumente-Tschungel auf der BAG Homepage ist zu unübersichtlich.
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