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Gewisse Fitnesscenter verlangen für die Sistierung ein Arztzeugnis
Aus Espresso vom 13.03.2020.
abspielen. Laufzeit 04:34 Minuten.
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Coronavirus hemmt Sportler Fitnesszentren sind unterschiedlich kulant

Fitnessabo sistieren, wenn man sich vor einer Ansteckung fürchtet? Gewisse Zentren verlangen ein Arztzeugnis.

Ein 74-jähriger Hörer des SRF-Konsumentenmagazins «Espresso» ging regelmässig ins Fitnesstraining. Seit kurzem lässt er es aber bleiben. Ihm ist es dort wegen des Coronavirus nicht mehr geheuer: «Jeder berührt ja diese Geräte.» Er möchte nun sein Abonnement für eine gewisse Zeit unterbrechen und will wissen, ob das geht.

Ohne triftige Gründe geht es nicht

Grundsätzlich gilt: Solange der Anbieter sein Angebot aufrechterhält, kann der Kunde nicht einfach so einen Vertrag sistieren. Manche Anbieter haben in ihren allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) aber Regeln für die sogenannten «Time-Stops» festgehalten. Es braucht dabei triftige Gründe und beispielsweise bei Krankheit ein Arztzeugnis, um das Fitness-Abo zu unterbrechen und danach entsprechend zu verlängern.

Besondere Zeiten erfordern Kulanz

Die grösste Playerin im Schweizer Fitnessgeschäft, die Migros mit ihren Fitnessparks und der Activ-Fitness-Kette, hat kurzfristig die Regeln punkto Abo-Sistierung geändert. Migros-Mediensprecherin Gabriela Ursprung erklärt gegenüber dem SRF-Konsumentenmagazin «Espresso»: «Mitgliedern über 65 Jahre, welche vorsichtshalber auf den Besuch der Fitnessanlage verzichten möchten, wird auf Anfrage ein Time-Stop gewährt.» Vorerst könne das Abo einen Monat sistiert werden. Diese Änderung gelte ab sofort.

Auch andere Fitnesscenter reagieren unkompliziert und kulant auf Anfragen von älteren Kunden. Die Fitnessplus-Kette zum Beispiel: «Wer anruft und sagt, er sei über 60 oder habe andere Risiken wie etwa Diabetes, kann das Abo selbstverständlich gratis sistieren», verspricht Geschäftsführer Edmund Visan. Bei anderen, wie etwa bei Upgrade-Fitness, kann man auch ohne konkreten Grund pausieren, man muss dafür aber schon beim Abo-Abschluss einen Aufpreis bezahlt haben.

Kieser will ein Arztzeugnis

Fragen zum Thema Risikogruppe hat man offenbar bei Kieser Training. «Die Diskussion, wer zur Risikogruppe gehört, ist schwierig zu führen und deshalb wollen wir das den Ärzten überlassen», sagt Andreas Bantel, Mediensprecher bei Kieser Training Schweiz. Es reiche aber je nachdem schon ein ärztliches Attest aus, das bescheinige, dass beim betreffenden Kunden ein höheres Risiko bestehe. Heisst im Klartext, dass bei Kieser jede Kunde, welcher sein Abo sistieren möchte, eine Bescheinigung vom Hausarzt braucht.

Espresso, 13.03.2020, 08:13 Uhr

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Simmer  (han(s) immerrächt)
    Spätestens in ein paar Tagen werden sowieso alle fitnesscenter schliessen müssen, dann erübrigt sich die frage
  • Kommentar von Richard Limahcer  (Limi)
    Bei den aktuellen Temperaturen ist Sport im Freien eine gute Alternative.
    1. Antwort von Peter Amthauer  (Peter.A)
      Wenn man denn die Geräte der Vitaparcours nicht berührt. Denn noch fühlen sich die Vieren bei der niedrigen Temperatur auf Oberflächen wohl.
      MfG
  • Kommentar von Hannes Zubler  (Zubi)
    Bin mir nicht sicher, ob Kieser Training viel dabei überlegt hat. Eine betroffene Person genau jetzt noch zum Arzt zu schicken, falls ein Attest nicht glücklicherweise schon zu Hand liegt. Naja, schlechtes Marketing kostete schon eh nicht viel, höchstens am guten Ruf.