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Besorgte Behörden wollen den Flächentest abwarten
Aus Regionaljournal Graubünden vom 28.01.2021.
abspielen. Laufzeit 02:06 Minuten.
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Coronavirus in Arosa B1.1.7-Ausbruch: «Massives Potenzial für grössere Verbreitung»

Der Corona-Ausbruch an einer Schule in Arosa macht den Behörden Sorgen. Reisebeschränkungen gibt es aber nicht.

Der Ausbruch des mutierten Coronavirus an einer Schule in Arosa bereitet der Bündner Kantonsärztin Marina Jamnicki Sorgen: «Wir haben hier ein massives Potenzial für eine grössere Verbreitung.» Zwanzig von sechzig Tests an der Schule waren positiv. In all diesen Fällen wurde die Corona-Variante B1.1.7. nachgewiesen. Von den Kindern könne das Virus schon längst an die Eltern und von denen an deren Arbeitskollegen weitergegeben worden sein, befürchtet die Kantonsärztin.

Wir haben hier ein massives Potential für eine grössere Verbreitung.
Autor: Marina JamnickiKantonsärztin Graubünden

Der grosse Unterschied zum Fall in St. Moritz sei, dass dort die Fälle in den Hotels in relativ abgeschlossenen Gruppen auftraten.

Schutzkonzepte an Schulen zu schwach?

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Arosa ist der erste Ausbruch des mutierten Coronavirus an einer Bündner Schule. Ob nur hier das Schutzkonzept nicht genügend Wirkung hatte, oder ob im ganzen Kanton die Massnamen an den Schulen verschärft werden müssen, das könne man noch nicht sagen. «Wir werden sehr kritisch anschauen, ob die Schutzkonzepte passen. Und wenn nein, wie wir sie anpassen müssen», sagte die Bündner Kantonsärztin Marina Jamnicki.

Der Kanton Graubünden hat nun einen Flächentest in Arosa angeordnet. Die Bevölkerung aber auch die Feriengäste sind aufgerufen, sich daran zu beteiligen. Von einer überstürzten Abreise raten die Behörden ab, damit die Leute das Virus nicht an ihren Wohnort bringen. «Aus epidemiologischer Sicht möchte ich, dass die Leute bleiben, wo sie sind», sagte Jamnicki.

Kaum mehr als Aufforderungen

Es bleibt allerdings bei Aufforderungen. Reisebeschränkungen gibt es nicht. Auch für Touristen, die nach Arosa kommen wollen, gibt es keine offizielle Warnung. Die Bergbahnen Arosa bleiben offen – allerdings sind die Verbindungen zum Skigebiet Lenzerheide geschlossen.

Wir müssen erst die Lage analysieren, bevor wir einfach in eine Richtung rennen.
Autor: Martin BühlerLeiter Führungsstab Graubünden

Ob die Massnahmen verschärft werden müssten, das entscheide man erst nach dem Flächentest. Martin Bühler, Leiter des kantonalen Führungsstabs begründet dies so: «Wir müssen erst die Lage analysieren, bevor wir einfach in eine Richtung rennen.»

Die Schulen und Kindertagesstätten in Arosa bleiben bis am 6. Februar geschlossen. Auch die Skischulen müssen vorläufig schliessen.

Regionaljournal Graubünden; 28.01.2021; 12:03 Uhr;

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90 Kommentare

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  • Kommentar von Mandy Baudi  (Mandchen)
    Die Kinder leiden unter Schulschliessungen. Nicht alle Eltern können sich trotz Homeoffice 9 Stunden lang um ihre Kinder kümmern (HomeOffice =arbeiten von zuhause und nicht Ferienzeit) .
    Und solange die Skigebiete offen sind, muss man keine Schule schliessen. Oder ist Skifahren wichtiger als Bildung (und jetzt kommt mir niemand mit: Ski fährt man an der frischen Luft, etc.). Bildung = Grundrecht! Skifahren = Grundrecht???? Kinder zahlen schon genug, nicht auch noch mit Bildung.
  • Kommentar von Martin Vischer  (Martin Vischer)
    Wenn man von etwas nichts oder nur sehr wenig hat, ist das Potential nach oben am grössten. So ist wohl dieser Titel auch zu verstehen.
  • Kommentar von Barbara Jermann  (BarbaraJ)
    Schon blöd, dass das Virus nicht weiss, dass das BAG sagt, Kinder sind keine Treiber dieser Pandemie.