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Das BAG plant keine Kontrollen an bei der Einreise aus Italien
Aus Tagesschau vom 22.02.2020.
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Coronavirus in der Lombardei Bund plant keinen Strategiewechsel

Italien zählt aktuell die meisten Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2 in Europa. In der Lombardei geht die Sorge vor einer Ausbreitung um, Karnevalsfeste werden verboten, Bürger werden aufgefordert, zu Hause zu bleiben. Während in Norditalien die Zahl der Infizierten rasant steigt, hält das Bundesamt für Gesundheit BAG am bisherigen Konzept fest.

Daniel Koch

Daniel Koch

Leiter Abteilung «Übertragbare Krankheiten», Bundesamt für Gesundheit

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Im Bundesamt für Gesundheit (BAG) leitet Daniel Koch die Abteilung «Übertragbare Krankheiten». Sein Team überwacht solche Krankheiten, publiziert dazu regelmässig Berichte und legt Präventions- und Kontrollstrategien fest. Daniel Koch ist Dr. med. und Master of Public Health.

SRF News: Die Zahl der Infektionen in Italien steigt, ergreift die Schweiz jetzt neue Massnahmen?

Daniel Koch: Die Nachrichten aus Italien sind zwar beunruhigend, dennoch ändert das nichts an der bisherigen Strategie. Man wird versuchen, möglichst alle Fälle zu entdecken und die Kontaktpersonen in Quarantäne zu nehmen. Bislang haben wir aber keine Informationen bekommen, dass es solche Kontaktpersonen in der Schweiz gebe.

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Keine Informationen über Kontaktpersonen in der Schweiz
Aus News-Clip vom 22.02.2020.
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Ab Montag kommen wieder täglich bis zu 70'000 Personen aus Italien ins Tessin. Braucht es da jetzt nicht spezielle Massnahmen?

Es wäre falsch, wenn man jetzt alle Personen aus Italien unter Generalverdacht stellen würde. In Italien sind bis jetzt rund 50 Fälle bekannt und es werden noch mehr dazukommen. Es handelt sich jedoch noch immer um einen lokalen Ausbruch – und den muss man jetzt mit allen Mitteln unter Kontrolle bringen.

Gibt es spezielle Verhaltensmassnahmen für die Bevölkerung im Tessin?

Die Menschen im Tessin sollen Ruhe bewahren und nicht unnötig in Panik verfallen. In Italien gibt es derzeit vermehrt Fälle, aber es ist wie gesagt immer noch ein lokaler Ausbruch. Es wäre zu früh zu denken, dass jetzt eine Welle auf die Schweiz zurollt. Sollte sich das Virus auch in der Schweiz ausbreiten, würde man die Kontaktpersonen unter Quarantäne stellen.

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Für die Menschen im Tessin besteht kein Grund zur Panik
Aus News-Clip vom 22.02.2020.
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Das Gespräch führte André Ruch.

Tagesschau 19.30 Uhr 22.2.2020

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46 Kommentare

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  • Kommentar von Niklas Herth  (niklaedn)
    Kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass er sich selber glaubt. Wenn unsere Regierung nicht alle Hebel in Bewegung setzt und sich so gut wie möglich vorbereitet (auf den Ausbruch, denn eindämmen ist zu späht) , habe ich das Vertrauen in unsere Behörden verloren..
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  • Kommentar von Daniel Schmidli  (Daniel Schmidli)
    In der kommenden Woche werden wir die ersten gemeldeten Fälle in der Schweiz haben. Es ist ein Irrglaube, zu meinen, eine staatliche Institution kann die Ausbreitung des Virus verhindern. Sie können höchstens deren Intensität regulieren. Gut möglich, dass es bereits jetzt einige Träger dieses Virus in der Schweiz leben. Jedoch noch nicht daran erkrankt sind und diesen weiter verschleppen.
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  • Kommentar von Patrik Müller  (P.Müller)
    Ich sehe eine Lawine auf uns zukommen. Also bewahren wir erst mal Ruhe. Vielleicht überprüfen wir noch ob wir Schaufel, Sonde und LVS eingeschaltet haben. Wenn OK, dann weiter Ruhe bewahren. Keine Panik, die Lawine ist ja noch 100 Meter weit weg. Bei 50 Meter Nähe überprüfen wir ein obligatorium für LVS bei Lawinengefahr... Und da wir schliesslich in der Schweiz leben wird die Lawine dann ganz gewiss 10 Meter vor uns stoppen und wir müssen bloss noch etwas Schee von der Jacke klopfen.
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