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Hackerangriffe auf Gemeinden
Aus Schweiz aktuell vom 03.09.2021.
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Cyberkriminalität Gemeinden rüsten sich gegen Hackerangriffe

Der Fall Rolle (VD) hat gezeigt: Auch Gemeindeverwaltungen sind Ziele von Cyberattacken. Bei der Sicherheit haben sie noch Nachholbedarf. Ein Label soll Abhilfe schaffen.

Personalbeurteilungen, AHV-Nummern, Schulnoten – solche vertraulichen Daten aus der Waadtländer Gemeine Rolle haben Hacker im Darknet veröffentlicht. Sie drangen ins System der Verwaltung ein und forderten Lösegeld von der Gemeinde, was diese nicht zahlte.

Label für Gemeinden

Der kürzlich bekannt gewordene Fall zeigt auf: Viele Gemeindeverwaltungen haben in Bezug auf Cybersecurity Nachholbedarf. Das hat auch der Schweizerische Gemeindeverband erkannt und eine Sensibilisierungskampagne gestartet. Zusammen mit einer Cybersicherheitsfirma will er ein Label für Gemeinden einführen, die einen gewissen Sicherheitsstandard nachweisen können.

Christoph Niederberger, Direktor des Schweizerischen Gemeindeverbands SGV, will mit dem Label die Gemeinden wachrütteln: «Es zeigt den Gemeinden, dass es ein Thema ist. Es weist die Verwaltungsleute darauf hin, was man falsch machen kann, oder was man richtig machen muss, um solche Attacken zu verhindern.»

Prävention dank Tests

Die Aargauer Gemeinde Münchwilen ist eine der Testgemeinden, die dieses Label anstrebt. Einen Fall wie in Rolle solle es in seiner Gemeinde nicht geben, sagt Gemeindeammann Bruno Tüscher (FDP): «Für die Bürgerinnen und Bürger wäre es natürlich nicht schön, wenn ihre persönlichen Daten im Internet landen.»

Den Aspekt, dass Hacker das IT-System der Verwaltung lahmlegen könnten, sei für eine Gemeinde weniger schlimm als beispielsweise für ein Spital. Die Gemeinde könne auch ohne EDV-Anlagen funktionieren – wenigstens für eine gewisse Zeit. Und die Daten seien alle in einer Cloud-Lösung gesichert.

Um die Mitarbeitenden der Verwaltung fit zu machen gegen Cyberattacken, unterzogen Fachleute sie einem sogenannten Phishing-Mail-Test. Die Angestellten bekamen fiktive, betrügerische E-Mails zugeschickt. Dann wurde analysiert, wer auf die Betrugsmasche reinfällt. Mit gezielten Schulungen und professioneller Unterstützung will die Gemeinde nun gezielt die Sicherheit erhöhen.

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Mehr dazu sehen Sie in der Sendung «Schweiz aktuell» um 19.00 Uhr auf SRF 1.

Schweiz aktuell, 3.09.2021, 19.00 Uhr

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Christian Halter  (⌒o⌒)人(⌒-⌒)
    Ich sehe das nächste IT-Desaster bereits kommen. Nur weil die allergrundlegensten Basics (keine Phishing-Mails aufmachen) getestet werden, heisst das nicht, das Hacker nicht trotzdem mit Leichtigkeit in die Systeme eindringen können.
  • Kommentar von Ueli Feuz  („Üeu“)
    Die Hacker und in der Meinung der Bevölkerung denkt man immer noch, Cyberangriffe wäre ein Kavaliersdelikt. Dabei sind die für riesige Schäden verantwortlich und dazu hinterhältige, höchst kriminelle Erpresser die nur die höchsten, mehrjährigen Gefängnisstrafen verdienen. Es muss möglichst richtig abschreckend sein. 10 Jahre und mehr.
    1. Antwort von Christian Halter  (⌒o⌒)人(⌒-⌒)
      Dazu müssten sie zuerst einmal gefasst werden, dort liegt das Problem. Die Rückvergolgung ist schwierig, zeitaufwändig und kann nur von Spezialisten gemacht werden. Ob die Übeltäter dann in ihrem Land überhaupt verfolgt und zur Rechenschaft gezogen werden ist die andere Frage.