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Cyberkriminalität im Vormarsch Die Schweiz im Fokus der Internet-Hacker

  • Gemäss dem Bundesamt für Statistik BFS haben geben fast 350'000 Personen an, in den letzten zwölf Monaten Opfer von Online-Kreditkartenbetrug geworden zu sein.
  • In der EU sind es prozentual im Schnitt nur halb so viele Betroffene.
  • Einen Grund für den Unterschied ortet das BFS in der Laschheit, mit der Schweizer ihre Daten schützen.

Dokumente gehen verloren wegen Computerviren oder die Kreditkarte wird plötzlich von einem Unbekannten benutzt: Cyberkriminalität betrifft Schweizerinnen und Schweizer im europäischen Vergleich überdurchschnittlich oft. Vier Prozent der Schweizer Bevölkerung gibt an, in den letzten zwölf Monaten Opfer von Online-Kreditkartenbetrug geworden zu sein. Ebenso viele haben Dokumente verloren wegen Viren. In der EU sind es in beiden Fällen nur je zwei Prozent.

Der Unterschied ist mit Vorsicht zu geniessen, da in der Schweiz ausserordentlich viele Menschen online sind, bei der Altersklasse bis 55 Jahre sind es nahezu alle, während viele ärmere EU-Staaten nur einen Bruchteil dieser Nutzerzahl erreichen.

Am ehesten vergleichbar ist die Situation in der Schweiz mit der in Dänemark, wie das BFS mitteilte. Und gemessen an diesem Land schneidet die Schweiz zumindest beim Kartenbetrug besser ab: In Dänemark wurden nach Nutzer-Angaben sechs Prozent der Internetsurfer im Jahr davor Opfer von Kreditkartenkriminalität. Ansonsten verhält sich Kreditkartenbetrug ungefähr proportional zum Online-Shopping: Je mehr im Netz eingekauft wird, desto öfter werden Kreditkarten missbraucht.

Schweizer sind zu vertrauensselig

Anders – und viel schlechter – sieht es für Schweizer in den Social Media aus: Obwohl die Schweizer Bevölkerung auf diesem Gebiet gemäss BFS unterdurchschnittlich aktiv ist, ist sie Spitzenreiter unter den Opfern der typischen Social-Media-Missbräuche Identitätsdiebstahl, Hacking von E-Mail- und Social-Media-Accounts oder Cybermobbing.

Viereinhalb Prozent der Schweizer Bevölkerung haben 2019 erleben müssen, dass ihre persönlichen Daten gehackt und böswillig genutzt wurden. In EU-Staaten mit vergleichbarer Internet-Nutzung waren es nur ein bis drei Prozent der Bevölkerung.

Einen Grund für den Unterschied ortet das BFS in der Laschheit, mit der Schweizer ihre Daten schützen. 2014 verwendeten nach eigenen Angaben drei Viertel der Nutzer Sicherheitssoftware. 2019 waren es nur noch zwei Drittel. Ähnlich waren die Befragungswerte beim Smartphone, über das mittlerweile 82 Prozent der Schweizer Bevölkerung verfügt. Allerdings scheint nicht klar, wer wirklich Bescheid weiss über seine Sicherheitsausrüstung.

SRF 4 News 7.4.2020 12 Uhr;

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Dominik Nussbaum  (dnussbaum)
    Bisher hiess es ja immer, wir Schweizer sind stolze Spitzenreiter was Digitalisierung betrifft. SBB, Swisscom, Migros, Coop, jede noch so kleine Bank und auch jede öffentliche Behörde schwatzt uns ihre Apps und/oder Webdienste auf, die ja so bequem und angeblich komplett sicher seien. Dass hinter praktisch jedem digitalen Service eine extreme Abhängigkeit von amerikanischen Software-APIs und chinesischer Hardware steckt nehmen wir wohl gerne in Kauf. Der Krug geht zum Brunnen bis er bricht…
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  • Kommentar von Claus Prochazka  (Verfalsdatum1007)
    WIN 10 ist nur bedingt sicher eine Software wie z.B. Norton wird bei uns schon über 20 Jahre eingesetzt, mit dem vollen Erfolg alles wurden abgefangen. Wir wollen hier keine Reklame machen.
    Unsere Visa und Mastercard kostet zusammen 90,-- €. Dafür sitzt dort jemand, welcher täglich alle Buchungen kontrolliert, bei Buchungen, welche unklar sind wird die Karte sofort gesperrt und ich erhalte eine Info. Was nichts kostet taugt auch nichts.
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  • Kommentar von Thomas Brand  (tomcomm unzensuriert)
    Wenn für die geplante App Bluetooth ständig offen sein muss wird die Angriffsfläche sicher nicht kleiner. Man macht so das Endgerät u.U. vulnerabler für digitale Viren. Nebenbemerkung: alle Viren im digitalen Raum sind von Menschen gemacht.
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