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Spitex in Zeiten der Pandemie
Aus HeuteMorgen vom 16.04.2020.
abspielen. Laufzeit 02:31 Minuten.
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Dank Spitex etwas Abwechslung Pflegende sind häufig die einzige Kontaktperson

Die Spitex hat in Zeiten von Corona eine ganz besondere Aufgabe. Unter anderem sorgt sie für sozialen Kontakt.

Ältere Menschen sind die grösste und am meisten gefährdete Risikogruppe bei Covid-19. Um viele von ihnen kümmert sich zu Hause die Spitex. Die ambulanten Pflegefachpersonen sind durch die Pandemie ganz besonders gefordert.

Abstand halten und Hände waschen

Der Eintritt in das Haus einer Patientin ist fast schon ausgelassen. Die Pflegefachfrau Iris Egger ist eine Frohnatur. Sie liebt ihre Arbeit mit den Menschen zu Hause. Und sie merkt sofort, wo der Schuh drückt.

Rausgehen sei eine gute Idee, sagt die 31-Jährige zur Patientin, der die Decke sprichwörtlich auf den Kopf fällt. «Aber einfach nicht unter die Leute.» Während sie Medikamente bereitlegt, erwähnt sie beiläufig die Pandemie-Regeln. Man solle Abstand halten und die Hände waschen. Sie erklärt auch, weshalb sie eine Maske trägt, welche die Seniorin irritiert.

Viele Alltagsfragen

Marianne Pfister, Geschäftsführerin von Spitex Schweiz, dem Dachverband der kantonalen Spitex-Verbände, weiss, dass die Corona-Pandemie die Älteren hart trifft. «Man muss sich vorstellen, dass die älteren Menschen jetzt besonders isoliert sind, weil sie das Haus nicht verlassen dürfen», sagt Pfister. «Dann ist die Spitex oft die einzige Ansprechperson während dem ganzen Tag.»

Viele Alltagsfragen kommen zur Sprache. Wer kauft für mich ein? Wer kocht? Auch die Pflege von Covid-Patienten übernimmt die Spitex – zusätzlich geschützt mit Schürze und Schutzbrille. Marianne Pfister erklärt, dass die Spitex Infizierte pflege und versorge, die zu Hause bleiben können. Und «dass es auch immer wieder ein Thema wird, Menschen in einer Palliative-Care-Situation zu Hause zu pflegen.»

Umfassende Beratung

So eine Situation gilt dann, wenn jemand sehr schwer erkrankt ist und die Infektion vielleicht nicht überlebt. Zusammen mit den Ärzten kann die Spitex diese anspruchsvolle Pflege laut Pfister zu Hause leisten. Wichtig sei die umfassende Beratung. «Die Menschen müssen aufgeklärt werden, welche Möglichkeiten und welche Chancen sie in ihrem Zustand haben», sagt Pfister.

Für die grosse Mehrheit der Senioren geht es vor allem darum, diese Pandemie zu überstehen. Die Spitex bietet dabei Kontinuität in der Betreuung. Iris Egger hat derweil das nächste Haus betreten, um einen Patienten zu betreuen. «Das ist viel wert. Es ermuntert einen», sagt dieser. Die Spitex bringt wenigstens etwas Farbe in den Alltag.

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Aus dem Archiv: Die Heldinnen des Alltags
Aus 10vor10 vom 20.03.2020.
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SRF 4 News, Heute Morgen, 16. April 2020, 06:00 Uhr

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Müller  (PeRoMu)
    Die Spitex und dergleichen sind in Corona-Zeiten wichtiger denn je, um ihre 'Kunden' emotional nicht 'austrocknen' zu lassen. Gerne hoffe ich, dass die Behörden und die Verantwortlichen dafür besorgt sind, dass das Personal von Spitex & Co. (nun endlich) mit ausreichend Schutzmaterial ausgerüstet wird. Ist das Schutzmaterial vorhanden, gibt es KEINEN Grund für 'Berührungsängste' mit Menschen, die zu den Corona-Risikogruppen gehören.
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  • Kommentar von Astrid Meier  (Swissmiss)
    Wie kommt denn Frau Pfister darauf, dass ältere Menschen das Haus nicht verlassen dürfen? Das ist schlicht falsch! Wann genau hätte wer genau denn solch ein Verbot angeordnet? Weiter oben im Artikel erklärt die Pflegefachfrau Iris Egger, dass sie sehr wohl hinaus können, aber einfach nicht unter Leute.
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  • Kommentar von Barbara Lampérth  (Luk 12/3)
    Alte Menschen vor dem Tod zu schützen und ihnen damit die Lebensqualität rauben ist ein Verbrechen. Es geht dabei um viel Geld...
    Zum Glück gibt es bei den Spitex noch Leute, die von der Administration noch nicht vollkommen ausgelaugt sind und unseren Seniorinnen etwas Lebensfreude bringen können!
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