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Legende: Video Das Schwing- und Älplerfescht beginnt abspielen. Laufzeit 07:47 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 23.08.2019.
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Das Eidgenössische in Zug Ein Fest beschwingt die Wirtschaft

  • Heute beginnt das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest in Zug.
  • Es ist das grösste wiederkehrende Sportereignis der Schweiz und findet alle drei Jahre statt – jedes Mal noch ein bisschen grösser.
  • Über 300'000 Besucher werden erwartet. Vielleicht gibt es gar einen neuen Besucherrekord. Doch inwiefern profitiert auch die Wirtschaftsregion Zug vom Fest?

Mehr Besucher essen mehr Bratwürste, trinken mehr Bier und brauchen mehr Übernachtungsmöglichkeiten.

Zug bringt gute Voraussetzungen mit

Doch von den höheren Besucherzahlen könnten nicht automatisch die lokalen Unternehmen profitieren, sagt Heinz Rütter. Er ist Verwaltungsratspräsident bei Rütter Soceco, einem Forschungsbüro, das regelmässig die wirtschaftlichen Auswirkungen von Grossanlässen untersucht: «Das hängt wesentlich vom Konzept der Veranstalter ab. Insbesondere, wie sie die Verpflegungsbetriebe einbinden und ob die Gastrobetriebe aus der Region kommen. Ein weiterer Aspekt ist, wie viele Besucher dann auch in der Region übernachten können – ob genügend Übernachtungsmöglichkeiten vorhanden sind, oder ob sie dann eben weiter weg übernachten müssen.»

Beim Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest in Zug seien die Voraussetzungen gegeben, dass die lokalen Unternehmen vom Anlass profitieren könnten, sagt der OK-Präsident und Zuger Regierungsrat, Heinz Tännler.

«Alle Hotelbetten im Kanton reserviert»

Damit lokale Bäcker, Sanitäre und andere Firmen Grossaufträge erhalten und diese bewältigen könnten, hätten sie sich nämlich zusammengeschlossen. Mehrere Dutzend Firmen hätten sich so zusammengetan. Das habe einen weiteren Vorteil, sagt Heinz Tännler: «Wenn wir das lokale Gewerbe auf diesem Weg mitnehmen können, dann ist die Akzeptanz in der Region auch grösser für ein solches Fest.»

Die ganze Region Zug werde stark vom Anlass profitieren, glaubt der OK-Präsident: «Wir haben ja alle Hotelbetten reserviert im ganzen Kanton, aber auch ausserhalb des Kantons in der Region. Die Gastronomie sicher auch. Wir gehen davon aus, dass nicht nur im Fest-Perimeter konsumiert wird, sondern dass auch die Stadt Zug und die umliegenden Gemeinden in der Gastronomie Vorteile haben. Also das ist sicher eine Reihe von Unternehmungen, die profitieren können.»

Längerfristiger Effekt für die Region

Insgesamt werde rund die Hälfte der Wertschöpfung in der Region Zug generiert – also nur rund 30 bis 40 Mio. Fr. der rund 70 bis 80 Mio. Fr., schätzt Tännler. Verglichen mit anderen Anlässen dieser Grösse ist das ein hoher Wert.

Auch längerfristig dürfte das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest wohl einen Effekt auf das Image des Standortes Zug haben. Denn Studien zu bisherigen Sportanlässen haben gezeigt, dass ein Ort dank eines Grossanlasses an Attraktivität gewinnt und so auch nach dem Anlass noch mehr Besucher und Bewohner anlocken kann.

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12 Kommentare

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  • Kommentar von Tinu Sado  (Tinu2)
    eindrücklich, unerwartet gross aber mal ehrlich, bis Freitag ist das Ganze bisher ein einziges Sauf-Fest. Nicht die Wirtschaft profitiert, es ist v.a. die Gastronomie sowie (wie üblich) Coop und Migros die gross absahnen, da man direkt an der Festmeile liegt.
    Schade dass weder SRF noch Tagi sauber recherchierte als man die zahlreichen Berichte verfasste, denn das Land worauf das ESAF stattfindet gehört nicht primär einem Bauern sondern der Korporation Zug und ist lediglich gepachtet ...
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  • Kommentar von jean-claude albert heusser  (jeani)
    Das Eidg. Schwing und Älplerfest ist vermutlich das "friedlichste Sportfest" im ganzen Land, Chapeau! Keine Chaoten, Vermummte und Holligigans weit und breit! Freude herrscht!
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    1. Antwort von Adi Berger  (Adi B.)
      ...und kostet nebst fast 40 Mio Franken einen grossen Haufen Ärger für Anwohner und trotz den Beteuerungen des OK eine riesige Umweltbelastung allein durch die Baumaschinen und Materialtransporte.
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    2. Antwort von Tinu Sado  (Tinu2)
      @ Adi Berger: Da redet wohl ein Nicht-Anwohner!
      Die Belastung der Anwohner ist im grossen und ganzen äussert gering, da auf 3 Tage beschränkt. Ja gewisse Planungen waren ziemlich dilentantisch, allerdings ist das ja bei "Laien"-Organisatoren auch nicht anders zu erwarten. Alles in allem bisher eine riesen Party mit überraschend wenig negativen Seiten. Geht es um die Umweltbelastung, darf niemand nirgends mehr irgend eine Party feiern - ziemlich unrealistisch!
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  • Kommentar von Ueli von Känel  (uvk)
    Das Eidgenössische Schwing- und Aelplerfest finde ich etwas Schönes. Eine Zeitlang war ich auch dabei. Ich bin überzeugt, dass es ein spannendes Fest werden wird. Gibt es eine Wachtablösung? Von Bern in die Innerschweiz oder Ostschweiz? Wir werden sehen.
    Die Schattenseite ist, dass z. Z. eidg. Schwingfeste zu sehr auf die Wirtschaft ausgerichtet werden. Der ganze Festrahmen ist noch grösser geworden, obwohl man nach Burgdorf erklärt hatte, die Feste "kleiner" zu machen. Weniger wäre mehr!
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    1. Antwort von Tinu Sado  (Tinu2)
      wenn das ESAF pur von den Schwing-Fans leben würte / müsste, wäre es ein praktisch toter Event.
      Der Event wird deshalb gross, weil man das Rahmenprogramm hat - was auch wiederum den ganzen Trubel finanziert. Die Frage soll erlaubt sein, warum man kostenlos ein riesiges Rahmenprogramm gestaltet, allerdings wird ja von den Besuchern auch konsumiert und so mitfinanziert.
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