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Berset zum Contact-Tracing in den Kantonen
Aus Tagesschau vom 12.10.2020.
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Das Neueste zur Coronakrise Trump ist nicht mehr ansteckend

  • US-Präsident Donald Trump ist nach seiner Corona-Infektion nicht mehr ansteckend. Das teilte sein Leibarzt Sean Conley mit. Trump sei während mehreren Tagen immer wieder negativ getestet worden.
  • Das Bundesamt für Gesundheit hat am Montag 4068 neue Fälle gemeldet, die in den letzten Tagen positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Das BAG meldet neu am Wochenende keine Fälle. Die Zahl vom Montag umfasst deshalb Nachmeldungen der vergangenen Woche und vom Wochenende.
  • Damit liegt der 7-Tage-Schnitt bei 1071. Das sind 153 Prozent mehr als in der Vorwoche. Die Positivrate im 7-Tage-Schnitt liegt aktuell bei 9.1 Prozent.
  • Die SwissCovid-App kann helfen, Infektionsketten zu unterbrechen. Am Sonntag, 11. Oktober, waren 1'670'000 SwissCovid-Apps aktiv.
  • In unseren Grafiken zu den Fallzahlen in der Schweiz und den Fallzahlen weltweit können Sie sich über die Entwicklung der Infektionen und Todesfälle informieren. (Teilweise werden hier die gegenüber den BAG-Zahlen höheren Werte des Statistischen Amtes des Kantons Zürichs abgebildet.)

Der Ticker ist abgeschlossen

  • 4:27

    Test mit Impfstoff nach Erkrankung gestoppt

    Der US-Pharmakonzern Johnson & Johnson hat seine Studie für einen künftigen Corona-Impfstoff wegen einer ungeklärten Erkrankung eines Probanden vorübergehend unterbrochen. Die Erkrankung des Studienteilnehmers werde nun von einer unabhängigen Expertengruppe und von internen Ärzten geprüft und bewertet, teilte das Unternehmen mit. Unklar ist vorerst, ob die Erkrankung mit der Impfung in Zusammenhang steht. Johnson & Johnson hatte am 23. September die dritte und entscheidende Phase des klinischen Tests gestartet. Dabei soll mit bis zu 60'000 Freiwilligen auf drei Kontinenten die Sicherheit und Wirksamkeit des Impfstoffs überprüft werden. Vom Impfstoff JNJ-78436735 soll dereinst eine einzige Dosis genügend Schutz bieten.

  • 23:58

    Trump ist jetzt offiziell nicht mehr ansteckend

    US-Präsident Donald Trump ist nach Angaben seines Leibarztes negativ auf das Coronavirus getestet worden. Schnelltests seien an «aufeinanderfolgenden Tagen» negativ ausgefallen, erklärte Sean Conley in einer Mitteilung. Er fügte hinzu, dass neben den Antigentests auch andere Labordaten hinzugezogen worden seien, um zu ermitteln, dass der Präsident nach seiner Corona-Infektion nicht mehr ansteckend sei. Conley hatte schon am Samstag erklärt, der Präsident sei nicht mehr ansteckend. Informationen zu Testergebnissen veröffentlichte er zu diesem Zeitpunkt nicht.

    Trump am Rednerpult.
    Legende: Trump ist nach Florida gereist, wo er seine erste Wahlkampfveranstaltung seit seiner Genesung vom Coronavirus abhält. Reuters
  • 23:06

    Schwieriges Contact-Tracing in den Kantonen

    Das Contact-Tracing stösst teilweise an seine Grenzen und die Ansteckungs-Ketten können nicht mehr lückenlos zurückverfolgt werden. Hinzu kommt eine in vielen Augen zu zögerliche Massnahmen-Politik. Sind die Kantone überfordert, wenn es darum geht, die Pandemie unter Kontrolle zu halten?

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    Steigende Corona-Zahlen überfordern Tracing der Kantone
    Aus 10vor10 vom 12.10.2020.
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  • 22:35

    Tschechien untersagt Versammlungen mit mehr als sechs Menschen

    Im Kampf gegen die Corona-Pandemie greift Tschechien zu härteren Massnahmen. Von Mittwoch an werden Versammlungen mit mehr als sechs Menschen verboten, wie Gesundheitsminister Roman Prymula bekannt gab. Restaurants, Bars und Klubs müssen dann bis auf Weiteres schliessen. Der Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit wird untersagt. Alle Schulen müssen bis Anfang November für knapp drei Wochen zum Fernunterricht übergehen. Die Maskenpflicht gilt nicht mehr nur in Innenräumen, sondern auch an Haltestellen öffentlicher Verkehrsmittel. Die Geschäfte bleiben geöffnet.

    Tschechien verzeichnet einen starken Anstieg bei den Corona-Neuinfektionen. Im Schnitt steckten sich nach Angaben der EU-Agentur ECDC binnen 14 Tagen 493.1 Menschen je 100’000 Einwohner an – der höchste Wert innerhalb der EU. Die Zahl der Todesfälle seit Beginn der Pandemie überstieg am Montag erstmals die 1000er-Marke. In Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung starben 1045 Menschen, wie aus den Daten des Gesundheitsministeriums hervorging. Tschechien hat knapp 10.7 Millionen Einwohner.

    Menschen in Schutzanzügen
    Legende: Wegen des starken Anstiegs der Corona-Infektionsfälle ergreift die tschechische Regierung einschneidende Massnahmen. Keystone
  • 21:54

    WHO warnt vor Konzept der Herdenimmunität via Ansteckung

    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat davor gewarnt, bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie auf eine Herdenimmunität durch massenweise Ansteckungen zu setzen. «Niemals in der Geschichte des Gesundheitswesens wurde Herdenimmunität als eine Strategie gegen einen Ausbruch eingesetzt, geschweige denn gegen eine Pandemie», sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus in Genf.

    So ein Vorgehen wäre ethisch und wissenschaftlich problematisch. Eine Herdenimmunität – also die Schwelle, ab der sich ein Virus nicht mehr in einer Bevölkerung verbreiten kann – müsse ähnlich wie bei den Masern und der Kinderlähmung durch Impfungen, nicht durch Ansteckungen erreicht werden, zumal weiter unklar sei, wie sehr eine Infektion vor einer zweiten schütze. In einem Brief hatten Forscher aus verschiedenen Ländern zuletzt für Herdenimmunität geworben.

  • 20:51

    Experten bemängeln Corona-Umgang in Ischgl

    Eine Tiroler Expertenkommission hat zum Corona-Management im März im Skiort Ischgl ihren Untersuchungsbericht vorgelegt. Die Kommission kommt zum Schluss, dass Fehler und Fehleinschätzungen im Umgang mit dem Coronavirus passiert sind. In Ischgl hatten sich im März mehrere tausend Feriengäste mit dem Coronavirus infiziert. Sie trugen das Virus dann weiter in über 40 Nationen. Der Anwalt der Geschädigten sagt: Den Opfern steht Schadenersatz zu.

  • 20:20

    Flughafen Zürich leidet im September weiter unter Pandemie

    Der Betrieb am Flughafen Zürich hat im September im Vergleich zum Vorjahr deutlich abgenommen und ist auch verglichen mit dem Vormonat August zurückgegangen. Die erhoffte Erholung im Flugreisegeschäft lässt auf sich warten.

    Im vergangenen Monat flogen 536'406 Passagiere über Zürich, wie die Flughafenbetreiberin mitteilte. Das waren 81 Prozent weniger als im September 2019. Im Vergleich zum August dieses Jahres ist das Aufkommen damit um gut ein Viertel geringer ausgefallen.

    Nach neun Monaten sind 7.24 Millionen Passagiere über den Flughafen Zürich gereist. Das sind knapp 70 Prozent weniger als im Vorjahr.

  • 19:39

    Sommaruga appelliert an Disziplin der Bevölkerung

    Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga hat in Basel an die Disziplin der Bevölkerung und der Kantone bei der Bewältigung der Corona-Krise appelliert. In der Aula der Universität hielt sie ein Referat zum Präsidialjahr in Corona-Zeiten.

    Sommaruga nahm ihr Präsidialjahr 2020 als eine Zeit wahr, welche die Gesellschaft, die Wirtschaft und die Institutionen des Landes «durchgerüttelt» hat. Die Schweiz habe die Krise im internationalen Vergleich bisher recht gut gemeistert. Die Betonung liege auf dem Begriff «bisher». Die aktuell steigenden Infektionszahlen bereiteten ihr aber Sorgen.

    Deshalb richtete sie den Appell an die Bevölkerung, sich «noch einmal so richtig ins Zeug» zu legen. Händewaschen, Maske auf, Distanz halten, die Tracing App nutzen, das alles müsse wieder selbstverständlich werden, sagte sie.

    Sommaruga kündigte eine engere Zusammenarbeit mit den Kantonen an, die in ihrem Kompetenzbereich in der Verantwortung stünden. Zusammen mit ihren Bundesratskollegen Parmelin und Berset werde sie sich deshalb am kommenden Donnerstag mit den Präsidenten der Konferenzen der Kantonsregierungen sowie der Gesundheits- und Volkswirtschaftsdirektionen an einen Tisch setzen, um die nächsten Schritte zu besprechen und zu koordinieren.

  • 18:33

    Bern: Cuba Bar, Taxi Bar und Cafete müssen schliessen

    Das Kantonsarztamt Bern hat heute die Cuba Bar, die Taxi Bar und die Cafete der Reitschule in Bern geschlossen. Eine Analyse von Kontaktdaten, die nach Bekanntwerden von Corona-Fällen in den Bars eingereicht worden sind, hat gezeigt, dass es bei diesen Lokalen Mängel bei der Registrierung gibt.

    So würden die Listen etwa falsche Informationen oder fehlende Angaben beinhalten, wie der Kanton Bern mitteilte. Die drei Bars werden nun aufgefordert, dem Kantonsarztamt ein Konzept einzureichen. Dieses soll darüber Auskunft geben, wie die Vorschriften der Behörden zum Schutz vor dem Coronavirus eingehalten werden. Gemäss Mitteilung dürfen die Bars erst wieder öffnen, wenn feststeht, dass die Vorgaben erfüllt werden können.

    Am Wochenende wurden rund 1400 Personen in Quarantäne geschickt, weil sie am Wochenende zuvor gleichzeitig mit zwei positiv getesteten Personen unter anderem in diesen drei Berner Clubs unterwegs gewesen waren.

    Zusammengestellte Stühle und Tische vor der geschlossenen Cuba Bar.
    Legende: Keystone
  • 17:29

    Drei-Stufen-System in England soll Virus unter Kontrolle bringen

    Mit einem dreistufigen Alarmsystem will der britische Premierminister Boris Johnson die rapide steigenden Corona-Fallzahlen in England unter Kontrolle bringen. Je nach Risikograd – mittel, hoch oder sehr hoch – sollen ab Mittwoch verschärfte Massnahmen gelten, wie Johnson im Londoner Parlament erklärte. Die Abgeordneten müssen am Dienstag noch zustimmen.

    In der Region rund um die nordenglische Stadt Liverpool, für die Johnson die höchste Risikostufe erklärte, müssen Pubs und Fitnessstudios bis auf Weiteres schliessen. Ausserdem dürfen sich Angehörige verschiedener Haushalte in diesen Regionen nicht mehr miteinander treffen, weder drinnen noch draussen. In Regionen mit der zweithöchsten Warnstufe gilt dieses Verbot auch für Innenräume, allerdings sollen noch sogenannte «Support Bubbles», also kleine Unterstützungsgruppen, und Treffen draussen erlaubt sein.

    In der untersten Warnstufe gelten die gleichen Regeln wie bislang für ganz England: Pubs und Restaurants müssen um 22 Uhr schliessen, ausserdem sind sowohl drinnen als auch draussen nur Treffen mit maximal sechs Menschen erlaubt. Wales, Nordirland und Schottland haben eigene, oft noch schärfere Massnahmen.

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    Grossbritannien verschärft Massnahmen
    Aus Tagesschau vom 12.10.2020.
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  • 17:17

    Können Maskenverweigerer gebüsst werden?

    Bundesrat Berset nahm heute zur beunruhigenden Entwicklung in der Schweiz seit Mitte der vergangenen Woche Stellung. Dabei war auch die Maskenpflicht ein Thema. Berset sagte diesbezüglich, dass Ordnungsbussen derzeit nicht möglich seien für Personen, die keine Masken trügen.

    Zur Präzisierung: Grundsätzlich kann man dafür gebüsst werden, wenn man in den Kantonen, in denen eine Maskenpflicht gilt, keine trägt. Hier wird aber unterschieden zwischen einer Ordnungsbusse und regulären Bussen. Ordnungsbussen werden von der Polizei ausgestellt, darunter fallen beispielsweise Verkehrsbussen. Reguläre Bussen müssen dagegen von den zuständigen Behörden (Übertretungsstrafbehörde oder Staatsanwaltschaft) verhängt werden. Im Kanton Zug beispielsweise macht die Polizei bei Verstoss gegen die Maskentragepflicht eine Verzeigung. Diese wird von der Staatsanwaltschaft geprüft, welche entscheidet, ob sie eine Busse ausspricht oder nicht. Der Unterschied der beiden Sanktionen liegt also darin, wer die Busse schlussendlich ausspricht.

    Das Maskenobligatorium basiert auf dem Covid-19-Erlass des Bundes und somit dem Epidemiengesetz. Dieses erlaubt mit Art. 40 den Kantonen, eigene Massnahmen gegen Covid-19 zu ergreifen. Weil das Epidemiengesetz im Ordnungsbussengesetz nicht aufgeführt ist, kann der Verstoss gegen die Maskenpflicht nur mit einer regulären Busse bestraft werden, nicht mit einer Ordnungsbusse. Das entspricht der Aussage von Bundesrat Berset.

    Mann mit Schutzmaske in der Hand
    Legende: Wer gegen die Maskenpflicht verstösst, kann gemäss Art. 83 des Epidemiengesetzes mit einer regulären Busse geahndet werden. Keystone
  • 16:35

    Lungenschäden erst im späteren Verlauf der Krankheit

    Anhand von Autopsien von Verstorbenen fanden Mediziner in Basel, Zürich und Trento (I) heraus, dass Lungenschäden bei Corona-Patienten erst im späteren Verlauf der Krankheit auftreten. Zu Beginn weist die Lunge vor allem Entzündungen und hohe Viruslasten auf.

    Das zeigte sich in den Lungen von 16 verstorbenen Patienten, wie das Kantons- und das Universitätsspital mitteilten. Während das Lungengewebe zu Beginn der Krankheit weitgehendst intakt war, berichten die Mediziner von schweren Lungenschäden bei fortgeschrittenem Krankheitsverlauf. Die Viruslast und die Entzündungen waren da bereits abgeklungen.

    Die Erkenntnisse aus den Autopsien stehen im Einklang mit einer früheren epidemiologischen Studie. Die aktuelle Arbeit liefere nun die molekulare Erklärung für diese Beobachtung, sagte die Pathologin Kirsten Mertz vom Kantonsspital Baselland.

    Demnach ergeben sich laut den Medizinern zwei verschiedene Behandlungsmethoden: Im frühen Stadium sollten Patienten mit antiviralen Medikamenten wie Remdesivir oder Entzündungshemmern behandelt werden. Später könnten sogenannte Komplement-Inhibitoren wirksam sein, wie sie im Fachmagazin «Nature Communications» schreiben. Solche Inhibitoren verhindern, dass das Immunsystem überschiesst und die Lunge dadurch schädigen kann.

  • 16:16

    Zurückgerufene Schutzmasken des Bundes gemäss Experten ungefährlich

    Die vorsorglich aufgrund eines möglichen Schimmelpilzbefalls zurückgerufenen Schutzmasken des Bundes bergen offensichtlich kein gesundheitliches Risiko. Zwei Analysen beurteilten mögliche gesundheitliche Risiken durch das Tragen der Masken als unwahrscheinlich, wie der Bund mitteilte.

    Der Bund hatte am 9. Juli vorsorglich drei Typen von Schutzmasken zurückgerufen, die die Armee-Apotheke im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) an alle Kantone zur Weiterverteilung an das Gesundheitswesen und den Bevölkerungsschutz geliefert hatte.

    Auslöser des Rückrufs waren Informationen des Labors des Genfer Universitätsspitals (HUG) gewesen, wonach in Proben der Schutzmasken unter anderem des Bundes eine mikrobiologische Verunreinigung mit Schimmelpilz festgestellt worden war. Der Bund bot den Kantonen und weiteren Bezügern nach dem Rückruf kostenlosen Ersatz an.

    Analysen von 25 Chargen von Masken unterschiedlicher Typen und Ursprungsorte durch das Universitätsspital Basel-Stadt (USB) sowie durch ein zusätzlich mit einer Analyse betrautes Umweltlabor zeigten keine Hinweise auf einen systematischen Fehler bezüglich Verkeimung in Herstellung, Verpackung oder Lagerung, schreibt die Gruppe Verteidigung des Bundes in der Mitteilung weiter.

  • 15:43

    Anstieg von Infektionen in Basel-Stadt

    Der Kanton Basel-Stadt hat im Zeitraum von Sonntag auf Montag 34 Neuinfektionen mit dem Coronavirus verzeichnet. Das ist der stärkste Anstieg seit dem 3. April. Als hauptsächlichsten Infektionsherd nennt das Gesundheitsdepartement das Bundesasylzentrum in Basel.

    Im Bundesasylzentrum an der Landesgrenze zu Deutschland seien insgesamt 18 Personen positiv auf eine Coronavirus-Infektion getestet worden, teilte das Departement mit. Es handle sich grösstenteils um minderjährige Asylsuchende und um eine Mitarbeiterin. Die Infizierten seien ins Bundesasylzentrum in Allschwil (BL) verlegt worden, wo sie in Isolation betreut würden.

    Die weiteren neu registrierten positiven Fälle seien keinem einzelnen Cluster zuweisbar, heisst es weiter.

  • 14:31

    Vatikan bestätigt vier Coronafälle bei der Schweizer Garde

    Der Direktor des Pressesaals des Heiligen Stuhls hat vier Coronafälle bei der Schweizer Garde bestätigt. Eine Quelle aus dem Vatikan sprach gegenüber SRF zunächst von sechs Infizierten.

  • 13:54

    Soll die Teststrategie geändert werden?

    Eine Journalistin fragt, ob man die Teststrategie nicht ändern sollte? Professor Pietro Vernazza vom Kantonsspital St. Gallen etwa plädiere dafür, nur Schwerkranke zu testen und dafür Risikogruppen konsequent zu isolieren – auch wegen der hohen Kosten der aktuellen Strategie. Was hält Berset davon? «Ja, die aktuelle Strategie ist teuer und kompliziert. Aber viel, viel günstiger als die Alternative, nämlich ein Shutdown wie im Frühjahr.» Ältere Menschen einfach wegzusperren sei für ihn keine Alternative. Das gehe nicht.

    Damit ist die Pressekonferenz von Bundesrat Alain Berset beendet.

  • 13:49

    «Ziel ist, dass es nie mehr eine ausserordentliche Lage gibt»

    Ab welcher Fallzahl würde sich der Bundesrat überlegen, wieder die ausserordentliche Lage einzuführen, fragt ein Journalist. Berset beantwortet die Frage nicht direkt. «Ziel ist, dass es nie mehr eine ausserordentliche Lage gibt», sagt er. Eine Verschärfung der vom Bund verordneten Massnahmen sei aber nicht auszuschliessen, sagt Berset. Man wolle dies aber in Zusammenarbeit mit den Kantonen tun. Während der sogenannten ausserordentlichen Lage, die bis Mitte Juni herrschte, galt kurz gesagt der Grundsatz: Der Bund befiehlt, die Kantone führen aus.

  • 13:44

    Sollten alle Nachtclubs geschlossen werden, Herr Berset?

    Sollen Nachtclubs wieder geschlossen werden Herr Berset? «Das liegt in der Kompetenz der Kantone.» Die Kantone hätten viele Möglichkeiten, von Sitzpflicht bis hin zu vorgezogener Polizeistunde. Mit strengeren Regeln zu den Nachtclubs sei aber auch nicht alles gelöst. Viele Ansteckungen würden wohl auch im Privaten geschehen, bei Feiern und ähnlichem. Da müsse man bei den Regeln die Verhältnismässigkeit wahren.

    Video
    Berset zur Frage, ob Nachtclubs wieder geschlossen werden sollten
    Aus News-Clip vom 12.10.2020.
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  • 13:41

    Müsste auch der Kanton St. Gallen eine Maskenpflicht einführen?

    Eine Journalistin fragt, ob nicht auch der Kanton St. Gallen eine Maskenpflicht in Läden einführen sollte. Wie in vielen anderen Ostschweizer Kantonen gibt es eine solche in St. Gallen bisher nicht. Er werde sich dazu nicht äussern, sagt Bundesrat Berset. «Wir sind in engem Kontakt mit den Kantonen.» Er verteidigt den Spielraum der Kantone bei der Einführung von Massnahmen. «Diese Differenzierung ist eine gute Sache». Regierungsrat Damann sagt derweil, dass die Einführung einer Maskenpflicht in Läden auch im Kanton St. Gallen durchaus denkbar sei. Noch hat die Kantonsregierung aber keinen entsprechenden Entscheid gefällt.

  • 13:37

    Berset: «Ordnungsbussen sind derzeit nicht möglich»

    Wäre es nicht wichtig, jetzt Bussen verteilen zu können, an Leute, welche keine Masken tragen und gegen die Regeln verstossen? Alain Berset: «Nein, seit der Bundesrat die Kontrolle abgegeben hat, ist es ist nicht mehr möglich Ordnungsbussen zu verteilen. Dafür gibt es derzeit keine gesetzliche Grundlage.»

Quellen: SRF und Agenturen

Tagesschau, 11.10.2020, 19.30 Uhr

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