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Schweiz «Das Publikum in der Deutschschweiz ist stark mit SRF verbunden»

Die Olympischen Spiele gehen langsam zu Ende. In den USA sind die TV-Einschaltquoten um 15 Prozent eingebrochen. In der Schweiz ist das nicht so. Doch die Tendenz zum Streaming besteht auch hier, wie der Leiter der Abteilung SRF-Sport sagt.

SRF News: US-Sender berichten von einem Einbruch der Einschaltquoten bei der Übertragung der Olympiawettkämpfe. Sieht SRF einen ähnlich negativen Trend bei den TV-Zuschauer-Zahlen?

Roland Mägerle: Nein, diesen Trend haben wir nicht festgestellt, unsere Zahlen sind gut, sogar noch besser als vor vier Jahren in London. Und an der Fussball-EM waren sie sogar noch besser als an der Fussball- WM.

Wie wird der Mix zwischen Streaming und TV-Sendung in Zukunft aussehen?

Ich bin der Meinung, dass wir das Publikum dort abholen sollen, wo es ist. Das heisst natürlich bei den jungen Leuten oft im Online. Wir müssen aber auf allen Kanälen attraktive Inhalte bereitstellen, im Online, im Radio und im TV. Wir werden auch in den nächsten Jahren sicher wettbewerbsfähig bleiben.

Was tun Sie, um im Wettbewerb stark dazustehen?

Wir tun das, was wir zurzeit in Rio machen. Wir stellen ein attraktives Live-Programm mit dem Fokus Schweiz zusammen. Aber wir wollen auch die olympische Vielfalt, die guten Bilder und die internationalen Highlights zeigen. Daneben liefern wir einen umfassenden Service mit Zusatzkanälen und Video on Demand im Online und auch einen verlässlichen Service im Radio. Wir arbeiten daran, wir bleiben dran, wir machen guten Journalismus. Ich bin überzeugt, dass unser Publikum auch in Zukunft bei uns bleiben wird.

Wenn Sie viele verschiedene Kanäle anbieten, besteht da nicht die Gefahr, dass Sie sich verzetteln?

Nein, wir haben uns ganz bewusst auf SRF 2 im TV konzentriert. Dort haben wir ein Olympiaprogramm für die Schweiz produziert. Wir betrachten es als Servicedienstleistung. Bei der Fülle von guten Bildern machen wir dieses Angebot dem Publikum verfügbar. Es gibt Sportarten, die sonst eher weniger im TV oder im Online zu sehen sind und deshalb ist das ein gutes Gesamtangebot. Wir versuchen mittels Zuschauerführung zu erreichen, dass sich das Publikum zurecht findet.

Schauen wir noch in die USA. Bei NBC sind die TV-Quoten eingebrochen, wie erklären Sie sich diesen Unterschied?

Es ist in der Tendenz schon so, dass in Zukunft der mobile Bereich und der Onlinebereich immer bedeutender werden. Aber wir haben im Vergleich zu den USA eine ganz andere Fernsehkultur. Das Schweizer Publikum ist gerade in der Deutschschweiz noch stark mit SRF verbunden. In den USA ist es so, dass alles, was nicht Pay-TV ist, sich in einem sehr tiefen Bereich bewegt. Das ist sehr schwierig zu vergleichen.

Das Gespräch führte Joël Hafner.

Roland Mägerle

Roland Mägerle

Roland Mägerle ist seit Anfang 2016 Abteilungsleiter Sport und Leiter Business Unit Sport SRG. Mägerle hat an der Universität Zürich ein Wirtschaftsstudium abgeschlossen; er ist verheiratet und Vater von zwei Kindern.

11 Kommentare

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  • Kommentar von M. Jaeger (jegerlein)
    Sport ist noch das einzige Thema das man beim SRF gucken kann. Alles andere trieft vor Hirnwäsche, CO2 Sündenfällen, Klimaapokalypsen, Sozialmief aus der Klamottenkiste des Kommunismus, Rassistenhass mit Rassistenbezichtigungen, Glorifizierung des Multikultistaats inkl. der mittelosen Immigranten, Verteufelung der Wirtschaft, der Reichen, ausser sie ist oder sind grün/rot oder hat grad das ganze Vermögen gespendet etc. Sie brauchen den Kommentar w.o. nicht aufzuschalten. Wahr ist es trotzdem.
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    1. Antwort von Bruno Vogt (b.vogt)
      Werbung in eigener Sache vor der nahenden Billag Abstimmung muss schon sein. Schliesslich muss man die eigene Pfründe schützen, nur dumm das es sich hier um Steuergelder handelt die für die von Ihnen aufgeführten Themen ausgegeben werden.
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    2. Antwort von Margot Helmers (Margot Helmers)
      Wahrheit oder Wahrnehmung? Die Einschaltquoten widersprechen Ihnen.
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    3. Antwort von Ursula Schüpbach (Artio)
      Diese selbstherrlichen und abstrusen Vorwürfe von manchen hier in der Kommentarspalte sagen dann wohl schon eher etwas über diese Leute aus und eher weniger über die SRG als Ganzes. "Wahr ist es trotzdem." Eine persönliche Meinung sollte man nicht mit einer absoluten Wahrheit verwechseln. Aber genau so demagogisch kommen solche Voten hier daher.
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    4. Antwort von Ursula Schüpbach (Artio)
      "...nur dumm das es sich hier um Steuergelder handelt..." Können Sie sagen, wo in Ihrer Steuerrechnung jeweils dieser Posten erscheint? Und überhaupt: Manchen geht es auch gar nicht um Kritik, sondern bloss um allg. Nörgeln. Und wenn man bei SRF begründet, warum man z.B. punkto Olympia die Dinge so und so macht, dann ist's nicht recht. Ohne Begründung wär's aber auch nicht recht. Möchte mal all die "Kritiker" hier sehen, wie sie gemeinsam ein Programm gestalten täten.
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    5. Antwort von Jürg Sand (Jürg Sand)
      M. Jaeger, Volltreffer! Kompliment der SRF-Zensur, das nenne ich Haltung! Ich denke, dass diese Analyse von sehr vielen geteilt wird, sie ist auch nicht ernsthaft zu widerlegen, nur, dass diese politische Schlagseite manchen zupass kommt und wahrscheinlich auch vielen nicht einmal auffällt, es gibt mehr Apolitische als man glaubt und denen gilt ja die "Hirnwäsche".
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    6. Antwort von Ursula Schüpbach (Artio)
      @Sand: Und was hat Ihr Kommentar mit den Übertragungen zu Olympia zu tun und wie man das bei SRF handhabt im neuen Medienzeitalter mit den neuen Techniken? Nichts!
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    7. Antwort von Hanspeter Müller (HPMüller)
      ... und trotzdem sind Sie ganz offensichtlich regelmässig auf dieser Webseite. Das muss ein Gefühl sein wie für eine Elfe im Misthaufen.
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    8. Antwort von Jürg Sand (Jürg Sand)
      Hanspeter Müller, wir sind auf dieser Webseite, weil wir brav unsere Gebühren zahlen (müssen) und die Sache deshalb im Blick behalten wollen, ist das Mindeste was wir tun können. Dann gehören wir, jedenfalls ich, zu den Nettosteuerzahlern, die für die Verbilligungen, bzw. Gratislieferungen dieses "Service Public" strammstehen (müssen). Und deshalb erlaube ich mir (wenn es mir in Ausnahmefällen gewährt wird) meine Meinung zur politischen Haltung kundzutun.
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    9. Antwort von Albert Planta (Plal)
      Natürlich hätten die Rechtsnationalen gerne, wenn ihre Belange vom SRF mehr berücksichtigt würden. Aber wollen das die anderen auch?
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    10. Antwort von Ursula Schüpbach (Artio)
      "Natürlich hätten die Rechtsnationalen gerne, wenn ihre Belange vom SRF mehr berücksichtigt würden". Aber bei dem Beitrag zu Olympia geht es gar nicht eigentlich um Politrichtungen. Bereits der Kommentar von Jaeger war mehrheitlich off-topic. Und wenn dann über Zensur geklagt wird bei solchen Kommentaren, wenn sie nicht alle veröffentlicht werden, wird es noch absurder.
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