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Mitte-Delegierte sagen Ja zu «Ehe für alle»
Aus Tagesschau vom 11.09.2021.
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Delegiertenversammlung in Zug Mitte-Delegierte sagen klar Ja zu «Ehe für alle»

  • Die Mitte-Partei spricht sich für die «Ehe für alle» aus und lehnt die Initiative zur Kapitalbesteuerung ab.
  • Wahlen gewinnen und die Schweiz zusammenhalten: das will Mitte-Präsident Gerhard Pfister. Es gelte zu vereinen und nicht Gegensätze zu verstärken.
  • Andere Parteien wollten das Land spalten, sagte Pfister an der Delegiertenversammlung in Zug.

Mehrheitlich alle 230 Delegierten stimmten für die «Ehe für alle». Es sei an der Zeit, die Ehe auch für homosexuelle Paare zu öffnen. Nationalrätin Marie-France Roth Pasquier meinte, es sei lediglich eine Anpassung des Rechts an die Realität. Denn die Ehe für alle fördere die Stabilität von Familien, wovon auch Kinder profitierten.

Einer der Gegner war Nationalrat Benjamin Roduit, der jedoch erfolglos gegen die Vorlage referierte. Er kritisierte vor allem die vorgesehene Samenspende für lesbische Paare. Das Recht eines Kindes, einen Vater und eine Mutter zu haben, sei legitimer als jenes einer Frau auf ein Kind. Ausserdem bestehe ein Risiko, dass der Vater aus der Gesellschaft verschwinde und er warnte zudem vor einer Reproduktionsmedizin ohne Grenzen. «Es ist nicht am Staat zu kreieren, was die Natur nicht vorgesehen hat.»

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Nationalrat Roduit zur «Ehe für alle»
Aus News-Clip vom 11.09.2021.
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Die sogenannte «90-Prozent-Initiative» lehnten die Delegierten mit lediglich drei Gegenstimmen klar ab. Gemäss Sarah Bünter, der abtretenden Präsidentin der Jungen Mitte Schweiz, erschwere die Initiative den Nachfolgeprozess bei den KMU, die das Rückgrat der Schweizer Wirtschaft seien, und schwäche den Innovationsstandort Schweiz.

Mitte-Abstimmungsparolen in der Übersicht

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Abstimmung vom 26. September:

  • JA zur «Ehe für alle»
  • NEIN zur «99-Prozent-Initiative»

Abstimmung vom 28. November:

  • Stimmfreigabe für Pflege-Initiative
  • JA zum Covid-Gesetz
  • NEIN zur Loswahl von Bundesrichterinnen und -richtern

Pfister redet über Spaltung des Landes

Für seine Partei bedeute Politik Engagement und nicht Empörung, sagte der Mitte-Präsident Gerhard Pfister in seiner Rede vor gut 200 Delegierten. Der Erfolg der Schweiz bestehe in ihrem Zusammenhalt. Es gebe freilich Gegensätze im Land. Die Linken und vor allem die SVP trachteten danach, diese zu verstärken und würden die Stimmung gegen die jeweils andern aufheizen. Während etwa die Juso mit ihrer Klassenkampfinitiativen versuche, die Gesellschaft zu spalten, tue dies die SVP, indem sie Stadt und Land gegeneinander ausspielen wolle.

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Pfister: SVP und Juso versuchen die Gesellschaft zu spalten
Aus News-Clip vom 11.09.2021.
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Auch in der Corona-Pandemie bewirtschafte und befeuere die SVP die Unzufriedenheit, indem sie sich gegen die Ausweitung der Zertifikatspflicht stelle. Diese werde aber dem grossen Teil der Gesellschaft mehr Freiheiten geben, sagte Pfister und ergänzte: «Hoffentlich ab nächster Woche auch im Bundeshaus.»

Wir halten die Schweiz zusammen.
Autor: Gerhard Pfister Präsident die Mitte

«Partei ist in Form»

Die Mitte-Partei sei in Form, sagte Pfister an der ersten Vollversammlung seit langem. Dies verdanke die Partei nicht zuletzt der jüngsten Reform, mit der die internen Strukturen professionalisiert wurden. Auch beim Namenswechsel von CVP zur Mitte gehe es voran. Nun beginne der Wahlkampf für 2023, wo er an Wähleranteilen zulegen und Sitze gewinnen wolle.

Dafür gelte es, den Blick wieder stärker nach Aussen zu richten und über die zentralen Themen der Partei zu sprechen. In der Gesundheitspolitik müssen die Schweiz die steigenden Gesundheitskosten in den Griff bekommen. Dringend nötig sei auch die Reform der Sozialwerke, mit einer Stabilisierung der AHV und einer Angleichung des Referenzalters für Frauen auf 65 Jahre.

SRF 4 News, 11.09.2021, 12 Uhr;

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85 Kommentare

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  • Kommentar von Erwin Lemoso  (Elemiso)
    Mitte-Delegierte sagen klar Ja zu «Ehe für alle»

    War ja nicht anders zu erwarten.
    Eine Partei ohne Zukunft.
    1. Antwort von Albert Planta  (Plal)
      Warum ohne Zukunft? Ich kann den Abstimmungsparolen der Mitte durchaus zustimmen.
  • Kommentar von Alex Schneider  (Alex Schneider)
    NEIN zur 99%-Initiative
    Reich wird man in der Regel nicht durch Arbeit,sondern durch Realkapitalbesitz (Aktien, Immobilien, Rohst.)od. durch Erbschaft.Volkswirtschaftl. schädlich wird Reichtum erst,wenn er mit Luxusgütern verprasst wird,sonst bleibt er ja –oft als risikotragendes Kapital –der Wirtschaft und damit auch den Arbeitnehmenden erhalten.Daher sollten nicht primär Löhne od. Vermögen höher besteuert werden, sondern deren Verwendung für Luxusgüter via eine progressive Konsumsteuer.
    1. Antwort von Sancho Brochella  (warum?)
      Es geht darum, dass ein Vermögens-ZUWACHS von z.B. über 100'000 pro Jahr nicht weiterhin tiefer als ein Lohn oder eine Rente besteuert wird, sondern etwas höher.
  • Kommentar von Katrin Berger  (K.Berger)
    Das Recht auf den Vater - das erzählen sie bitte mal alleinerziehenden Müttern, wo sich Papi aus dem Staub gemacht hat. Oder wie sieht es aus, wenn der heterosexuelle Vater schwerer Alkoholiker ist oder die Kinder schlägt? Dieses angebliche Idealbild, was da von den Gegnern stilisiert wird, ist eben nicht der Standard. Familie ist, wo Liebe und Vertrauen gelebt wird - das ist unabhängig von der Anatomie der Geschlechtsteile.
    1. Antwort von Regula Lehmann  (ehrlicheauseinandersetzung)
      Kinder leiden, wenn Väter sich aus dem Staub machen. Idealisiert wird nicht die Heterofamilie, sondern die Regenbogenfamilie. Auch dort gibt es Zerbrüche, die Trennungsrate steigt bei den eingetragenen Partnerschaften steil an. Dem Kind einen Elternteil MIT ABSICHT vorzuenthalten, verstösst gegen Kindesinteresse und gegen die UNO Kinderrechtskonvention.
    2. Antwort von Sancho Brochella  (warum?)
      @R.Lehmann: Als Eltern würde ich jene bezeichnen, die das Kind gemeinsam aufziehen. Daneben kann es dann noch einen biologischen (genetischen) Elternteil oder Eltern geben. Das Kindesrecht darauf, wann es zugang zu Informationen über seine genetische Herkunft bekommen kann, hat ja nichts mit einem Eherecht zu tun. Das muss separat geregelt werden. Und da bin ich dann wahrscheinlich auch dafür, dass das Alter gesenkt wird. Man müsste aber erstmal Betroffene dazu anhören, die wissen es wirklich.