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Deutlich mehr Holz befallen Borkenkäfer auf dem Vormarsch

  • Der Borkenkäfer hat 2018 in der Schweiz 738'000 Kubikmeter Holz befallen. Mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr.
  • Diese Menge entspricht dem höchsten Stand seit 2006.
  • Auch die Zahl der befallenden Fichtengruppen verdoppelte sich nahezu – von 4600 Gruppen auf 9100.
Legende: Video Aus dem Archiv: Förster kommen kaum mehr nach mit der Arbeit abspielen. Laufzeit 03:41 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 27.09.2018.

Zwischen den Regionen gibt es aber grosse Unterschiede, wie die Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) mitteilte. 2018 waren das Mittelland, der Jura und die Ostschweiz besonders vom Borkenkäfer betroffen.

Die Forstdienste aus den Regionen meldeten einen Anstieg des befallenen Holzes um bis das Zwölffache. Dagegen blieb der Käferbefall in den Alpen und der Südschweiz nahezu konstant oder nahm sogar ab.

Grössere Käferpopulation

Die Käfer profitierten davon, dass die Fichten durch Stürme und Trockenheit geschwächt waren. Dank der hohen Temperaturen konnte das Insekt in tieferen Lagen sogar drei statt wie üblich zwei Generationen anlegen. So ist die überwinternde Population grösser als in früheren Jahren.

Wird auch das Jahr 2019 sehr warm und trocken, dürfte die Situation kritisch bleiben, schreibt das WSL. Viele Fichten sind auch ohne neue Wetterextreme wie Stürme und Trockenheit geschwächt. Sie werden vom Borkenkäfer nur zu gerne als Brutmaterial verwendet.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Künzi (Unbestimmt)
    Es gibt ein wunderschönes Buch von dem Förster und Baumkenner Erwin Thoma. Dich sah ich wachsen. Auch in Holz Wunder ist ein Mondkalender mit genauen Baumfälltagen bis ins 2027. Holz das bei abnehmenden Mond gefällt wird, und selbst im Sommer im Wald liegen beleibt das befällt der Borkenkäfer so gut wie nicht. Was der Grossvater noch über Bäume wusste,
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  • Kommentar von H. Wach (H. Wach)
    Mehrere Faktoren scheinen nach Recherchen eine Rolle zu spielen: 1.Auch in Waldböden ist der Wasserspiegel erheblich gesunken. Lange schneereiche, kalte Winter erhalten den Boden feucht u. schädlingsarm. 2.Die Nahrungszufuhr für Bäume bei trockenen Böden ist schwächer. Sie werden schwach, bilden keine Abwehrstoffe, werden krank. 3. Auch Borkenkäfer-Feinde, z.B. Ameisen (früher 1 Ameisenhaufen/ha, heute selten), Schlupfwespen u. v. a., brauchen feuchten Waldboden als Lebensraum.
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  • Kommentar von Nic Grund (Gruendeli)
    Folge einer völlig verfehlten Forstwirtschaft. Sogar mit unserem Wald müssen wir möglichst viel Geld verdienen mit (fast) Monokulturen von schnell wachsenden Hölzern. Den natürlichen Fressfeinden der Borkenkäfer rauben wir die Lebensgrundlage, alte, resistente Mutterbäume fällen und zersägen wir. Wenn es dann zur völlig logischen Borkenkäfer plage kommt greifen wir dann zur Chemiekeule. Einfach nur traurig.
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