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Deutsch für Kleinkinder
Aus Schweiz aktuell vom 28.05.2020.
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Deutsch für Knirpse Obligatorische Frühförderung vor dem Kindergarten?

Jedes 3. Kind in der Deutschschweiz hat eine andere Muttersprache als Deutsch. Jetzt wird eine obligatorische Frühförderung gefordert.

Basel-Stadt gilt als Pionierin der Deutsch-Frühförderung. Dort bekommen alle Eltern einen Fragebogen nach Hause, mit dem sie die Deutschkenntnisse ihrer Kinder einschätzen müssen. Können sie zu wenig gut Deutsch, müssen sie in eine Sprachspielgruppe. Zwei halbe Tage pro Woche, gratis für die Eltern.

Gesten und Mimik

Beim Besuch vor Ort wird deutlich, viele der 3- und 4-jährigen Kinder können wenig Deutsch. «Wir bringen ihnen die Sprache mit Gesten und Mimik näher», erklärt Nicole Schlaich, Leiterin einer solchen Sprachspielgruppe, gegenüber «Schweiz aktuell». «Wir wiederholen vieles, sagen es immer wieder, dann fangen die Kinder an, uns nachzusprechen und irgendwann verstehen sie es.»

Seit 2013 gibt es dieses Programm in Basel-Stadt, und es ist obligatorisch. Man habe gute Erfahrungen damit gemacht, betont Erziehungsdirektor Conradin Cramer. «Die Schulen melden uns zurück, dass sie eine Verbesserung feststellen, die Schülerinnen und Schüler könnten besser Deutsch.» Allerdings sei es erst der Anfang, man müsste noch mehr für diese Kinder machen.

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Cramer: «Die Schulen melden eine Verbesserung»
Aus News-Clip vom 28.05.2020.
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Eymann fordert Obligatorium

700 Kinder lernen in 40 Spielgruppen spielerisch Deutsch im Kanton Basel-Stadt. Kostenpunkt: 1.8 Millionen Franken pro Jahr. Geistiger Vater des Projekts ist der ehemalige Bildungsdirektor und heutige Nationalrat Christoph Eymann. Er fordert eine schweizweite obligatorische Deutsch-Frühförderung.

«Wenn man es den Leuten überlässt, machen vor allem diejenigen mit, die sensibler auf das Thema sind, wir wollen aber alle erreichen», erklärt Eymann. Deshalb brauche es ein Obligatorium.

Bern setzt auf Freiwilligkeit

Anders sieht man es in der Stadt Bern. Dort läuft gerade ein Frühförder-Programm für Deutsch vor dem Kindergarten an. Benutzt wird der gleiche Fragebogen wie in Basel-Stadt. Hier will man die Kinder aber im Rahmen der normalen Kitas und Spielgruppen fördern.

Skepsis bei der SODK

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Skeptisch sieht man ein mögliches schweizweites Obligatorium auch bei der kantonalen Konferenz der Sozialdirektoren (SODK). Natürlich sei es wichtig, die Sprachkompetenzen zu fördern, erklärt Präsident Martin Klöti. «Mit einem Obligatorium habe ich und die SODK aber Mühe, die Kantone haben alle Möglichkeiten, wie sie Angebote für diese Kinder platzieren können.»

Zunächst freiwillig, betont Bildungsdirektorin Franziska Teuscher. «Wir sind überzeugt, dass die Eltern von dem Nutzen der Förderung auch überzeugt sein müssen, deshalb setzen wir auf Freiwilligkeit». Aber: Sollte sich zeigen, dass das nicht funktioniere, werde man auf ein Obligatorium umschwenken, so Teuscher weiter.

Falls die Kinder, die eine Förderung nötig haben, noch keine Kita besuchen, bekommen die Eltern Betreuungsgutscheine für zwei Tage pro Woche. Das Projekt startet im August.

«Wichtig ist, dass Spielgruppen gratis sind»

Basel-Stadt setzt längst auf das Obligatorium und hat laut dem Erziehungsdirektor gute Erfahrungen damit gemacht. In der Regel müssten etwa 20 Prozent der Eltern gemahnt werden, dass sie den Fragebogen ausfüllen. Drei bis vier Familien werden pro Jahr gebüsst.

«Wichtig ist auch, dass die Spielgruppen für die Eltern gratis sind». Die Eltern hätten einen grossen Anreiz, die Kinder zu bringen, denn so wären sie an zwei Halbtagen pro Woche betreut. «Das wird sehr gut aufgenommen», so Cramer.

Sprachkenntnisse sind ein wichtiger Schlüssel zu schulischem Erfolg. Deshalb folgen immer mehr Städte und Kantone dem Beispiel von Basel-Stadt. Die meisten ohne Obligatorium.

Schweiz Aktuell, 28.5.2020, 19:00 Uhr;

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26 Kommentare

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  • Kommentar von Beppie Hermann  (Eine rechte Grüne)
    Mir fällt auf, dass in letzten Jz zunehmend Leute, Schulabgänger, Studenten, Urschweizer, Deutsche, ja sogar SRF-Redaktoren usf wüste Fehler in Orthografie u.Grammatik machen. Wieso? Ist die Elektronik schuld, od.aber der Deutschunterricht selber, der mE niemals die Qualität u.das konsequente Training aufweist, wie das früher der Fall war? Ausländerkinder, auch Muslime, sollen früh mit CHer Kindern Kontakt pflegen dürfen, CHer-DE lernen, sich assimilieren,dann läuft alles von alleine.
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  • Kommentar von Franz Giger  (fjg)
    Elternsache, die sollten in erster Linie verpflichtet werden eine Landessprache zu sprechen und ihren Kondern zu vermitteln. Und ganz speziell, aber Tatsache: Wenn hier Geborene und Dialekt Sprechende aus dem Kosovo oder Albanien zuhause mit ihrem Nachwuchs kein Wort Deutsch sprechen
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  • Kommentar von Margot Helmers  (Margot Helmers)
    Ich finde es gut die "Kleinen" so früh wie möglich eeine Landessprache beizubringen, es sollte schweizweit ein Obligatorium sein. Wenn das versäumt wird, wird es später wesentlich teurer und die Chancen der Kinder werden stark vermindert. Darunter leiden dann auch die anderen Schüler, deren Lernziele sind so auch gefährdet. Allerdings ist das nur ein Teil, die Eltern müssen auch die Sprache beherrschen. In Dänemark wird der Dolmetscher nur 2 Jahre bezahlt, anschliessen die Migranten selber.
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