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Schweizer Städte wollen 2028 eine Nexpo
Aus Tagesschau vom 12.09.2020.
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Dezentrale Landesausstellung Das Projekt «Nexpo» schreitet voran

  • Eine dezentrale Landesausstellung in den zehn grössten Schweizer Städten: Zu dieser Idee unter dem Namen «Nexpo» haben sich heute die betroffenen Stadtregierungen in Bern getroffen.
  • In den kommenden zwei Jahren solle sich entscheiden, ob beim Bund eine Kandidatur für eine dezentrale Durchführung der Landesausstellung 2028 eingegeben werden soll, hiess es nach dem Treffen.
  • Aktuell läuft eine Online-Umfrage, an der die Bevölkerung teilnehmen kann. Gesucht würden Ideen zu den zentralen Themen «Innovation», «Teilhabe» und «Lebensraum».

Der inhaltliche Dreh- und Angelpunkt der Nexpo werde in der kommenden Projektphase die Entwicklung einer partizipativen Projektplattform werden, erklärten die Zürcher Stadtpräsidentin Corine Mauch, der Berner Stadtpräsident Alec von Graffenried und der Genfer Stadtpräsident Sami Kanaan im Anschluss an das Treffen vor den Medien in Bern.

Von Graffenried erklärte gegenüber dem Videodienst von Keystone-SDA, dass jede Generation das Anrecht auf eine eigene Landesausstellung habe. «Die Expo nur an einem Ort durchzuführen ist ein wenig letztes Jahrhundert», meinte der Berner Stapi. Jetzt solle nach dem Willen der zehn grössten Schweizer Städte eine Expo dezentral über die ganze Schweiz stattfinden.

Was bewegt die Schweiz?

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Am 1. August wurde von Nexpo eine Online-Umfrage lanciert. Ziel der anonymen Publikumsumfrage ist es herauszufinden, was die Menschen in der Schweiz bewegt, was sie gemeinsam haben und was sie als Individuen und als Gesellschaft auszeichnet.

Bisher hätten schon über 2500 Personen aus allen Landesteilen an der Umfrage teilgenommen, teilten die Verantwortlichen am Samstag mit. Die Auswertung der bisherigen Daten zeige unter anderem, dass sich die Bevölkerung im Jahr der Corona-Pandemie für die Schweiz besonders Sicherheit und Stabilität (65 Prozent), aber auch Fairness und Solidarität (55 Prozent) wünsche.

Schweizweit sollen so zu den Themen Innovation, Teilhabe und Lebensraum von der Bevölkerung Ideen eingebracht, diskutiert und umgesetzt werden. Die Nexpo verfolgt nach eigenen Angaben das Ziel, neue potentielle Wahrzeichen in den Lebenswelten der Schweiz zu identifizieren, erlebbar zu machen und als Höhepunkt im Jahr 2028 zu küren.

Nexpo-Logo.
Legende: Die Nexpo verfolgt nach eigenen Angaben das Ziel, neue potentielle Wahrzeichen zu küren. Keystone

Geschäftsführung ausgeschrieben

In den kommenden zwei Jahren soll sich entscheiden, ob der Bundesrat die Nexpo als neue Landeausstellung unterstützt. Obwohl der Prozess noch offen ist, organisiert sich der Verein für die Kandidatur neu und will eine künstlerische und kaufmännische Doppelspitze als Geschäftsführung einsetzten. Die Ausschreibung dafür läuft bis Anfang Oktober.

Am Samstag wurde auch über erste Nexpo-Projekte informiert, etwa über «Smart Inter-City» eine Initiative der Stadt Basel oder das Projekt «Vallée Archipel» des Architekturbüros mijong aus Sitten und Zürich. Bei diesem Projekt soll entlang des 160 Kilometer langen Rhonetals mit der Bevölkerung der 144 Gemeinden eine neue kollektive Erzählung entwickelt werden.

Tagesschau, 12.09.2020, 19:30 Uhr;

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15 Kommentare

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  • Kommentar von Mark R. Koller  (Mareko)
    Für eine nächste Expo würde ich mir vorallem etwas mehr schweizerische Bescheidenheit wünschen. Eine Region bzw. eine Stadt, welche bei den bisherigen Landesausstellungen noch nicht zum Zuge gekommen war genügt. Ich finde, jede Generation sollte ihre Expo bekommen, dennoch die Expo02 war völlig überladen und kaum bewältigbar, obwohl ich insgesamt 4 Mal Murten, Biel, Neuenburg oder Bad Ivers besuchte. Das Rad muss nicht jedes Mal neu erfunden werden, lieber mehr Nachhaltigkeit und Sinnhaftigkeit.
  • Kommentar von Andreas Müller  (Hugh Everett)
    e Expo 02 war an den 5 Standorten Murten, Neuchatel, Biel, Yverdons und auf dem See. Um nur ein bisschen was von der Ausstellung gesehen zu haben sind wir 3 mal an die Expo. Der mobile Standort auf dem See haben wir nicht geschafft. In einer Zeit wo mache am liebsten das Auto verbieten würde, soll eine Expo an 10 Standorten stattfinden? Ist es nicht total unzeitgemäss nach St.Gallen, Lugano, Genf, Zürich, Basel usw. zu brettern?
    1. Antwort von Esther Jordi  (EstherJ.)
      Das macht man natürlich mit der SBB. Bis dahin gibt es wieder genügend Lokführer. ;-)
    2. Antwort von Thomas Leu  (tleu)
      @ Andreas Müller: Sie müssen ja auch nicht hinbrettern. Die Teilnahme an der Expo ist vermutlich wiederum freiwillig. Es ist wie bei der Expo02. Anfangs jede Menge Kritik, Kosten zu hoch, etc. Am Ende wollten doch alle hin und die meisten waren zufrieden. Man traf, wenn man wollte, Menschen aus allen Gegenden der Schweiz. Bis dann werden Sie auch nicht mehr brettern, sondern wegen des Verkehrskollapses nur noch schleichen. Die SBB wird vermutlich interessante Kombiangebote auf die Beine stellen.
  • Kommentar von Esther Jordi  (EstherJ.)
    "Bei diesem Projekt soll entlang des 160 Kilometer langen Rhonetals mit der Bevölkerung der 144 Gemeinden eine neue kollektive Erzählung entwickelt werden."
    Das heisst? Wird die Geschichte neu erfunden?