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Aktionärs-Schützer klagt gegen Vasella
Aus Tagesschau vom 17.02.2013.
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Schweiz Dicke Post für Vasella

Aktionärsschützer Hans-Jacob Heitz setzt seine Ankündigung in die Tat um. Der Zürcher Rechtsanwalt hat eine Strafanzeige gegen Daniel Vasella und die Mitglieder des Vergütungsausschusses eingereicht.

In Basel ist zwar Fasnacht, und praktisch alle haben frei – nicht aber die Staatsanwaltschaft. Der Zürcher Kleinanleger-Verteidiger Hans-Jacob Heitz beschert der Basler Justizbehörde zusätzliche Arbeit.

Am Montagmorgen um 10.15 Uhr schickte Heitz von seinem Wohnort in Männedorf (ZH) Post nach Basel. Adressat: Staatsanwaltschaft Basel-Stadt. Er wirft dem Unternehmen Novartis, den Mitgliedern des Vergütungsausschusses und Daniel Vasella ungetreue Geschäftsbesorgung und unwahre Angaben in kaufmännischem Gewerbe vor.

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Vasellas Millionen – «unverschämt aber legal»
Aus 10 vor 10 vom 18.02.2013.
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Die Zahlung sei womöglich mit Blick auf ein Verbot für Abgangsentschädigungen durch die Annahme der Abzocker-Initiative bereits erfolgt, meint Heitz. Dennoch will er die Zahlung rückgängig machen. Die Genehmigung des Vergütungsberichts sowie die Entlastung des Verwaltungsrats will Heitz mit seiner Anzeige verhindern. Bei ihm hätten sich seit dem Wochenende zahlreiche verärgerte Novartis-Aktionäre gemeldet, wie er zu SRF News Online sagte.

Der Zürcher Rechtsanwalt Hans-Jacob in seinem Büro.
Legende: Der Zürcher Rechtsanwalt Hans-Jacob Heitz will die Millionenzahlungen an Vasella verhindern. Keystone

Heitz hofft, dass die Staatsanwaltschaft den Antrag und insbesondere die sogenannte Sicherungsmassnahme sofort prüfe, um die Auszahlung zu blockieren. Parallel dazu stellten sich aktienrechtliche Fragen, wozu an der Generalversammlung eine Sonderprüfung verlangt werden könne.

Auch in Basel sorgt der Fall Vasella für zusätzliche Arbeit. Derzeit sichtet die Staatsanwaltschaft sämtliche Presseberichte zur Abgangsentschädigung von Novartis-Verwaltungsratspräsident Vasella. Sollte die Behörde auf eine strafbare Handlung stossen, würde sie von sich aus aktiv werden, wie Sprecher Peter Gill am Telefon sagte. Ansonsten wartet man in Basel auf die Post von Dienstag.

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25 Kommentare

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  • Kommentar von H. Wach , Luzern
    Beim JA der Minder-Initiative muss das Thema Abzocker weiter verfolgt werden. Es geht um die Aktionärs-Demokratie - auch bei börsenkodierten Konzernen. Es geht hier um die gleichen Rechte & Pflichten sowie das Prinzip von Treu & Glauben aller Arbeitnehmer (Vasella ist Angestellter!). Im Obligationenrecht über Arbeitsverträge Art. 321a, 321d, 340, 340b, usw. sind die Verhältnisse Arbeitgeber-Arbeitgeber klar formuliert. Auch vor dem OR sind alle Arbeitnehmer & Arbeitgeber gleich!
    1. Antwort von Alois Wutz , Gerlafingen
      Da stimme ich ihnen zu. Nur manchmal sind halt einige etwas gleicher...
  • Kommentar von Kurt E. Müller , Zürich
    Ich kann ja den unverschämten Herrn Vasella auch nicht ausstehen, aber dass jetzt Anwalt und Schaumschläger Heitz der Publicity willen mit einer völlig aussichtslosen Klage auch noch eingreift, wird wirklich langsam unerträglich.
    1. Antwort von H. Wach , Luzern
      Leider haben wir viel zu wenige Minders, Heitz’s, Biedermanns und Co. Sonst wäre es nicht so weit gekommen. Die meisten Politiker sind Interessenvertreter und nicht Volksvertreter. Ein grosser Teil vom „Vouch“ sind zudem „Hoseschi….“. Leider.
  • Kommentar von Peter Oberholzer , Region Zürich
    Hohe Entschädigungen schränken die Konkurrenzfähigkeit des Unternehmens Novartis ein. Ein sehr ähnlicher Zusammenhang war vor wenigen Wochen noch dem Bundesrat Schneider-Ammann bekannt - als es um die Erhöhung der Mindestlöhne ging.