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Interview mit Doris Leuthard Die Ängste der Menschen ernst nehmen

Atomkraft und Nationalismus: Bundesrätin Doris Leuthard äussert sich ausführlich in der «Samstagsrundschau».

Legende: Audio Bundespräsidentin unter Strom abspielen.
29 min, aus Samstagsrundschau vom 31.12.2016.
  • Das Erstarken des Nationalismus in Europa und der Welt erachtet die designierte Bundespräsidentin Doris Leuthard als Problem für die Schweiz. Denn als kleines Land sei die Schweiz auf eine internationale und funktionierende Zusammenarbeit angewiesen.
  • Die Globalisierung sei zwar grundsätzlich gut, sagte sie. Doch sie habe auch viele Verlierer produziert. Diese Ängste der Menschen müsse man ernst nehme.
  • Ausserdem spricht sie sich für ein Gleichgewicht in der Gesellschaft aus – zwischen der Offenheit für andere Religionen und Kulturen auf der einen Seite und der Forderung nach einer Anpassung an unsere Wertordnung auf der anderen.
  • Als Energieministerin sagt Doris Leuthard dezidiert «Nein» zu Subventionen für Atomkraftwerke. Der Handel sei zwar nicht einfach, aber ein Absatzmarkt da.
  • Für die Stromkonzerne gibt siedie Durchhalteparole durch: Die Alpiq müsse eine Käuferin finden für den Wasserkraftpark, die Axpo sei mit der Umstrukturierung auf guten Wegen.
  • Zusätzliche Subventionen für die Wasserkraft lehnt die Energieministerin ab. Die bereits zugesagten 120 Millionen müssten genügen. Es brauche nicht eine Dauerförderung, sondern marktwirtschaftliches Denken.

85 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Bolliger (robo)
    Dass der Satz aus der Neujahrs-Ansprache, über den "Nationalismus", hier im Bericht an erster Stelle steht, überrascht kein Medienbeobachter! Die Bundespräsidentin hat aber in ihrer 5-minütigen Ansprache sehr viel wichtigeres und sachliches an uns Bürger(innen) gerichtet! Ihre Worte waren reale Fakten, was war, was ist und was im kommenden Jahr zu tun ist! Warum wollen uns die Medien (als stänige Wässerträger der Globalisierer) immer mit dem Wort "National" ein schlechtes Gewissen einhauchen?
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  • Kommentar von Jonathan Fay (Jonathan Fay)
    Globalisierung ist das Problem!
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  • Kommentar von Manuela Fitzi (Mano)
    Nationalismus als Problem? Warum? Im grössten Teil der Welt haben Begriffe wie "Staatsbürger", "nationale Identität", "Tradition" usw. nach wie vor eine hohe Bedeutung. CH war während ihrer Geschichte immer allein, warum würde sie die Fähigkeit zur Selbständigkeit verloren haben? Selbst die EU entwickelt immer mehr Züge eines supranationalen Staates, was sie gegen die Aussenwelt mit allen Mitteln schützt. Einziger Unterschied: diese wachsen nicht organisch, sondern von oben herabkommandiert.
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