Zum Inhalt springen
Inhalt

Schweiz «Die hohen Mietzinsen sind inakzeptabel»

Freie Mietwohnungen könnten bald billiger werden, hiess es noch vor wenigen Monaten. Geschehen ist seither nichts. Das ärgert SP-Nationalrätin Jacqueline Badran.

Laut dem neuesten Mietzinsindex der Internet-Plattform Homegate sind die Mietpreise weiter gestiegen. Im September stand er bei 112 Punkten. Damit sind die freien Wohnungen auf dem Markt seit 2009 um zwölf Prozent teurer geworden.
Am stärksten gestiegen sind die Mieten im Kanton Luzern – um fast vier Prozent.

In der Westschweiz sind es Genf und die Waadt, die besonders zugelegt haben. Aber auch die grossen Kantone Bern und Zürich belegen Spitzenplätze. Mit fast zwei Prozent höheren Zinsen für neu vermietete Wohnungen liegen sie im schweizerischen Schnitt.

Badran: «Das ist inakzeptabel»

Das ist ein Ärger für SP-Nationalrätin und Immobilien-Politikerin Jacqueline Badran. Wenn das Mietrecht durchgesetzt würde, meint sie, wäre es auch ein Einfaches, die Mieten zu senken. «Es ist eigentlich eine Zumutung, wir haben massiv sinkende Referenzzinsen, eine ganz tiefe Inflation und eine extrem hohe Bautätigkeit, trotzdem steigen die Mieten», sagt Badran. «Das ist inakzeptabel.»

Wenn Leute eine teure Wohnung mieten, fehlt ihnen das Geld fürs Restaurant oder für Ferien, argumentiert Badran. Sprich: Es kratzt an der Kaufkraft. Anders sehen das erfahrungsgemäss die Hauseigentümer. Ein Eingriff in den freien Markt bleibt in ihren Augen fatal.

«Der Gesetzgeber hat gewünscht, dass Vermieter die Mieten an den ortsüblichen Preise anpassen können», sagt Michael Landolt vom Hauseigentümer-Verband. «Nur so kann ein qualitativ hochstehendes Mietangebot und Wohnungsangebot bestehen bleiben.»

Wer eine Wohnung sucht, soll auf dem Markt künftig mehr Angebote finden können, da sind sich die Parteien einig. Die Frage, ob das neue schöne Zuhause erschwinglicher wird, ist damit aber nicht beantwortet.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

31 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Daniel Fuchs, Lausanne
    Die hohen Mieten haben zwar etwas mit Einwanderung zu tun aber nichts mit Masseneinwanderung. Die, die die Mieten in die Höhe treiben sind jene die ohne mit der Wimper zu zucken gewillt sind horrende Mieten für Luxus Wohnungen zu bezahlen. Das sind Kader oder auch Firmen für ihre Kader. Alle anderen wollen dann mitziehen und reden sich auf die ortsüblichen Mieten raus. Deshalb steigen die Mieten ja auch dort am meisten wo neue Firmen angezogen werden.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Walter Starnberger, Therwil
    Die wahren Schuldigen sind die Linken. Wieso haben denn auch bei uns ausländische Bauarbeiter Spitzenlöhne ? Wieso müssen Baumaterialen aus umweltschonender Verarbeitung teuer von weit her geholt werden ? Wieso müssen tausende von Vorschriften eingehalten und von hochbezahlten Spezialisten kontrolliert werden ? Und wieso bleiben die Schleusen weit geöffnet damit weiterhin 80'000 Zuwanderer jährlich den Wahnsinn fördern können ? Genau, damit man mit den bösen Buchgewinnen Politik machen kann !
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von P. Studer, Zug
      schon mal die Bauqualität in der Schweiz mit der im Ausland verglichen? Parkett, Luxusküchen, sensationelle Badeinrichtungen, alle möglichen Anschlüsse in allen Zimmern, etc. das ist TEUER! Ach ja, die Löhne. Stimmt, es gibt immer noch Leute die Lohndumping haben wollen! Aber das geht halt nur mit Ausländern...
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von E. Waeden, Kt. Zürich
      @W. S: Weil viele notwendigen Vorschriften zu wenig von Spezialisten kontrolliert werden, der Zeit-Druck für Unternehmen enorm geworden ist, deshalb zu wenig die Vorschriften beachtet werden, gibt es zu viele Arbeitsunfälle mit Verletzten & Toten. Hier sparen zu wollen ist eindeutig am falschen Ort gespart! Aber sparen könnte man an den teuren Innenausstattungen. Nicht alle wollen diesen Luxus, sondern lieber günstigere Mieten. Den Linken Schuld zuweisen kann man nur betreffend Zuwanderung.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von H. Frühling, Bern / Zürich
    Die Mieten sind nicht wegen der Einwanderung so hoch, sondern aufgrund der hohen Gewinne, welche mit Bauen von A (Bodenpreise) bis Z (Renditen) gemacht werden. Was denken Sie, weshalb Immobilienfirmen mit hohen Gewinnen im Jahresabschluss werben können und damit, dass sich Gewinne auf Immobilien steigern lassen. Die Einwanderer sind da der um ein Vielfaches kleinere Faktor, aber eben halt der am Stammtisch einfacher anzugreifende.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von m.mitulla, wil
      @H.Frühling. Wenn die Nachfrage das Angebot übersteigt steigen die Preise, das wird so gelehrt. Würde das Wohneigentum etwas mehr gefördert, z.B. mit dem Wegfall des Eigenmietwertes, würde sich auf dem Wohnungsmarkt sicher einiges bewegen. Solange sich aber die "Linken" und die "Rechten" kompromisslos darüber streiten, wird wohl alles beim Alten bleiben - Stammtisch hin oder her.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Walter Starnberger, Therwil
      Klar sind die Einwanderer die Ursache, H. Frühling, ohne diese wäre die Nachfrage im Keller und damit auch die Bodenpreise und die Mietzinsen für Neuwohnungen. Mal ganz abgesehen davon dass noch viele Gegenden in der Schweiz günstige Mieten aufweisen, nur will dort keiner hin. Und jetzt vergleichen Sie mal die Stimmenanteile der Linken in der Stadt und auf dem Land, dann sehen Sie wer viel Geld verdient und sich die Stadtwohnungen leisten kann !
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    3. Antwort von P. Studer, Zug
      @starnberger Wissen Sie, warum in der Schweiz 40'000(!!!) Wohnungen leer stehen? (Das reicht für volle 2 Jahre der sog. "Masseneinwanderung"!!!) Nein? Wahrscheinlich wussten Sie gar nichts von derart vielen leerstehenden Wohnungen! Das Problem ist unsere Bauplanung! Es hat nichts mit Ausländern zu tun, rein gar nichts!! Es ist die Spekulation auf dem Immobilienmarkt, Gewinnmaximierung für Anleger und Investoren! Deswegen wird gebaut, und deswegen sind die Mieten so hoch!
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    4. Antwort von Walter Starnberger, Therwil
      Klar, P. Studer, und wer zahlt die hohen Mieten mit denen die Immobilienfirmen Gewinne machen ? Genau, die Einwanderer. Halten Sie sich nicht auf mit den Buchgewinnen der Investoren, damit wird nur der Staat reich der darauf Steuern abzockt. Ich wiederhol's nochmal, Gewinne entstehen nur wo in Zukunft Geld fliesst, und dazu braucht es Mieter die bezahlen: die Einwanderer. Und junge gesunde Doppelverdiener.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    5. Antwort von P. Studer, Zug
      Moment mal, Herr Starnberger! Jetzt verstehe ich die Welt nicht mehr! Es gab MEI- und ECOPOP-Beführworter, die haben sich eine Riesenmühe gegeben, mir weiszumachen, die Ausländer seien alles Sozialhilfe-Schmarotzer oder Lohndumper! Das passt jetzt aber nicht wirklich zusammen, finden Sie nicht? Wo wohnen übrigens junge, gesunde(?) Schweizer Doppelverdiener?
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    6. Antwort von Hans Knecht, Torny
      H. Frühling, wenn man mal den Effekt der Zuwanderung ausblendet, dann stellt sich die Frage wer die Renditen festlegt, bzw. wer von den einzelnen Firmen und Gesellschaften hohe Margen fordert. Wenn ich das Ganze über drei Ecken zurück "verfolge", dann komme ich wieder wieder zu Ausländer, die einfach die Gunst der Stunde nutzen um im Schatten der Pensionkassen Gewinn zu erziehlen. Am Ende ein global kulturelles Problem.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    7. Antwort von Walter Starnberger, Therwil
      Nun, P. Studer, wir wissen ja dass die von der Rechten anvisierten Sozial-Schmarotzer nur ein bescheidener Teil der Zuwanderung darstellen, und vor allem nicht für die Nachfrage nach teurem Wohnraum verantwortlich sind. Es sind die von der Linken gelobten gut ausgebildeten Zuwanderer, welche für die Nachfrage nach hochstehendem Wohnraum verantwortlich sind. Und da werfe ich der Linken Heuchelei vor wenn sie sich über die logische Folge (hohe Neumieten) wundert.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    8. Antwort von Marie-Luise Reck, Turbenthal
      H.Frühling dann lesen Sie bitte mal was unter www.bwo.admin.ch "Personenfreizügigkeit und Wohnungsmarkt" steht, dass könnte noch manchen interessieren.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    9. Antwort von E. Waeden, Kt. Zürich
      @W. S: Auch ich bin gegen diese unkontrollierbare Zuwanderung. Aber diese hat nun gar nichts mit steigenden Bodenpreisen zu tun. Die steigen schon seit über 40 Jahren stark an. Je nach Lage & Region. Eigentlich sind unsere Bauern stark mit daran beteiligt. Es wurde für sie interessanter, ihren Boden für gutes Geld verkaufen zu können, als es weiterhin bearbeiten zu müssen. Je nach Region sind deshalb heute vormals "arme" Bauern Millionäre!
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    10. Antwort von P. Studer, Zug
      @Reck Danke für den Link. Gem. der Statistik wächst der Wohnraumbedarf linear, das heisst, es gibt keine Reaktion des Immobilienmarktes auf den sog. Dichtestress. Es wird gebaut wie eh und je. Das ist ein Problem, hat aber mit Ausländern nichts zu tun. Man kann sogar sagen, dass die Ausländer die Schweizer NICHT aus dem günstigen Wohnraum verdrängen! Um mehr günstigen Wohnraum zu generieren, müsste man allerdings Links wählen...
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    11. Antwort von Marie-Luise Reck, Turbenthal
      P.Studer dann frage ich mich aber warum man ich zitiere: " So hat der Nationalrat am 19. März 2013 ein Postul ( 12.3662) überwiesen, das vom Bundesrat die Prüfung von Massnahmen verlangt, mit welchem den negativen Auswirkungen der Personenfreizügigkeit auf dem Wohnungsmarkt begegnet werden soll." nichts dagegen unternommen hat obwohl man schon vorher wusste das es zu viele sind die kommen.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    12. Antwort von M.Müller, Zürich
      Aus erster Hand ist mir bekannt, dass im Luxus Immobiliensektor in den letzten Jahren mehrheitlich Ausländer kauften und die Schweizer nicht mehr bereit waren die warme Luft zu kaufen. Die hohe Solvenz und die Marktunkenntnis der Ausländer führten zu diesen Käufen. Profitiert haben die Verkäufer und die Gemeinden mit den Grundstückgewinnsteuern.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen