Zum Inhalt springen

Header

Inhalt

Die Schweiz auf dem Meer Bundesrat muss Hochseeflotte mit weiteren Millionen stützen

  • Der Bundesrat beantragt dem Parlament einen Nachtragskredit von 129 Millionen Franken für Schweizer Hochseeschiffe.
  • Der Kredit ist nötig wegen Verbindlichkeiten des Bundes.
  • Derzeit werden acht weitere Schiffe aus der Schweizer Flotte verkauft.
Video
Der Bund wird kritisiert für den Unterhalt der Hochseeschiffe
Aus Tagesschau vom 26.06.2018.
abspielen

Bereits vor zwei Jahren hatte das Parlament einen Nachtragskredit von 215 Millionen Franken genehmigt. Eine damals eingesetzte Geschäftsprüfungskommission hat dem Departement von Johann Schneider-Ammann keine guten Noten ausgestellt. Und nun das.

Der Bundesrat hatte den zweiten Nachtragskredit bereits im Oktober verabschiedet. Darüber informiert hat er jedoch erst heute Donnerstag. Der Kredit ist nötig wegen Verbindlichkeiten des Bundes aus gezogenen Solidarbürgschaften für acht Schiffe der Gesellschaft Massmariner gegenüber der Bank, wie der Bundesrat schreibt.

200 Millionen Verlust für den Bund

Unter Berücksichtigung des erwarteten Netto-Verkaufserlöses aus den Schiffsverkäufen sei seitens des Bundes mit einem weiteren Verlust in der Grössenordnung von 100 Millionen Franken zu rechnen, heisst es in der Mitteilung.

Ende 2016 verfügte die Schweiz über 47 Hochseeschiffe mit durch den Bund verbürgten Krediten in Höhe von 794 Millionen Franken. Per Mitte Oktober waren es noch 26 Schiffe. Der Verlust des Bundes dürfte bei rund 200 Millionen Franken liegen, schreibt der Bundesrat.

Schiffe werden verkauft

Trotz grosser Anstrengungen des Bundes zur Stärkung der Schiffsgesellschaften unter Schweizer Flagge hätten weitere Bürgschaftsziehungen nicht vermieden werden können.

Der Verkaufsprozess für die acht Hochseeschiffe ist laut dem Bundesrat in Gang. Einzelne Schiffe seien bereits an die Käufer übergeben worden, bei anderen stünden die Übergaben oder Verkaufsverhandlungen an.

Die Eidgenossenschaft betreibt eine eigene Hochseeflotte, um auch im Krisenfall die Landesversorgung sicherstellen zu können.

Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

7 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Andre Baumann  (AnBa)
    W.Pip, woher wissin Sie, dass die Hochseeschiffe eine so schlechte Umweltbilanz haben? Immerhin hat ein Kleitransporter auf unseren Strassen eine um rund 100 fache, und ein LKW ein 50 fach grössere Umweltbelastung.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Christophe Bühler  ((Bühli))
    Bei der Swissair wurde auch herumgewurstelt, anstatt Kredite zu sprechen und zu expandieren. Banken dagegen wurden schon vom Steuerzahler gerettet, da es bleibt die kleine Hoffnung, dass wir vielleicht unsere Hochseeflotte halten können.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Beatrice Fiechter  (thea)
    ...und dass sie nicht zwecks abfracken weiterverkauft und irgendwo in Indien oder sonst wo unsachgemäss, umweltgefährdend entsorgt werden?! Obwohl es sinnvoll ist, alle Transportfahrzeuge möglichst lange zu nutzen, muss doch ein Fragezeichen hinter die weitere Nutzung gestellt werden, wenn diese ins Ausland und meist so in nicht-qualifizierte und nicht-umweltbewusste Hände gerät.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen