Die Schweiz hat zu wenig Managerinnen

Die Gleichstellung von Mann und Frau kommt voran, aber nur langsam. Auch in der Schweiz klafft noch immer eine beträchtliche Lücke, die es zu schliessen gilt. Das sagt der jüngste Bericht des World Economic Forum.

Jeaninne Pilloud umringt von lauter Männern – den Mitgliedern des Gotthard-Komitees; die meisten von ihnen Politiker. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: SBB-Direktorin Jeannine Pilloud ist eine der wenigen Top-Managerinnen in der Schweiz. Keystone Archiv

Zu wenig Frauen in Top-Positionen

1:06 min, aus HeuteMorgen vom 25.10.2013

Island, Finnland, Norwegen, Schweden. Diese nordischen Länder stehen dieses Jahr erneut an der Spitze der Rangliste. In diesen Ländern ist die Gleichheit der Geschlechter am grössten, heisst es im jüngsten Gleichstellungsbericht des WEF. Die Schweiz ist um einen Rang vorgerückt, vom zehnten auf den neunten Platz.

Vor allem bei der Lohngleichheit sei in der Schweiz gegenüber dem letzten Jahr eine Verbesserung festgestellt worden, sagt WEF-Ökonomin Margareta Drzeniek Hanouz gegenüber SRF. Auch in punkto Bildung und bei der politischen Beteiligung sehen die Autoren der Studie Fortschritte.

Doch: Die Schweiz dürfe sich nicht auf dem Erfolg ausruhen. So ist vor allem bei der Besetzung von Führungspositionen mit Frauen noch viel zu tun. «Manager- oder höhere Beamtenpositionen sind nur zu 43 Prozent mit Frauen besetzt», sagt Drzeniek Hanouz. Hier bestehe noch Nachholbedarf.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Gleichstellung von Mann und Frau

    Aus Tagesschau vom 25.10.2013

    Weltweit betrachtet sind die Frauen nach wie vor benachteiligt, vor allem in den Bereichen Politik und Wirtschaft. Die Schweiz steht im internationalen Vergleich relativ gut da. Das zeigt der neuste «Gender Gap Report» des Weltwirtschafts-Forums WEF.