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Schweizer in Deutschland unter Spionageverdacht
Aus 10 vor 10 vom 02.05.2017.
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Spionage-Affäre mit Folgen Die Schweiz muss sich in Berlin erklären

Deutschlands Regierung fordert Aufklärung in der Spionage-Affäre um einen in Frankfurt verhafteten Schweizer.

  • Im Zuge der Spionage-Affäre: Die Schweizer Botschafterin in Berlin, Christine Schraner Burgener, ist vom deutschen Aussenministerium «zu einem Gespräch eingeladen» worden.
  • Ein Sprecher des deutschen Aussenministeriums bestätigt eine entsprechende Meldung von AFP gegenüber Radio SRF.
  • Ein 54-jähriger Schweizer, der in Deutschland wegen Spionageverdachts in U-Haft sitzt, soll für den Schweizer Nachrichtendienst gearbeitet haben. Bundesrat Parmelin bestätigte das nicht.
Die Schweizer Botschafterin in Berlin Christine Schraner Burgener.
Legende: Die Schweizer Botschafterin in Berlin Christine Schraner Burgener. Keystone

Die Spionage-Affäre zieht offenbar weitere Kreise: Im deutschen Aussenministerium hiess es, Staatssekretär Walter Lindner habe die Schweizer Botschafterin «kurzfristig zu einem Gespräch ins Auswärtige Amt gebeten». Der Staatssekretär habe dabei «im Interesse der deutsch-schweizerischen Freundschaft» Aufklärung über den Fall des unter Spionageverdachts festgenommenen Schweizer Staatsbürgers erbeten.

EDA: «Zeit für einen Informationsaustausch»

Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) bestätigte das Treffen. Es sei Zeit für einen Informationsaustausch zwischen der Schweiz und Deutschland gewesen, da vieles im Unklaren sei, sagte EDA-Sprecher Jean-Marc Crevoisier.

Der 54-jährige Schweizer war am vergangenen Freitag in Frankfurt verhaftet worden. Laut dem deutschen Generalbundesanwalt wird ihm vorgeworfen, während über fünf Jahren für einen ausländischen Geheimdienst tätig gewesen zu sein.

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«Gibt klare Hinweise, dass der NDB den Mann als Spion einsetzte.»
Aus Tagesschau vom 02.05.2017.
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Parmelin schweigt zum Fall

Am Montag hatte sich Valentin Landmann als Anwalt des Schweizers gegenüber Radio SRF geäussert. Sein Mandant werde beschuldigt, für den schweizerischen Nachrichtendienst gegen deutsche Steuerfahnder ermittelt zu haben, die illegal in der Schweiz tätig gewesen seien, sagte der Zürcher Anwalt.

Ob der Nachrichtendienst des Bundes (NDB) tatsächlich ein Auftraggeber des Verdächtigten gewesen war, sagte Landmann nicht. Bundesrat Guy Parmelin wollte sich heute Dienstag bei einem Medienauftritt nicht zum Fall äussern.

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24 Kommentare

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  • Kommentar von Bruno Hochuli  (Bruno Hochuli)
    Ja, ja, wenn zwei das Gleiche tun ist es nicht das Gleiche. Da wird wieder gestritten und geklöhnt wie in einem schlecht geführten Kindergarten. Dort wo die Politiker Flagge zeigen sollten, dort versagen sie, aber bei so einem Bockmist wollen sie sich profilieren. Wir würden sagen "unnötig Geschirr zerrschlagen" das ist alles..
  • Kommentar von Udo Gerschler  (UG)
    Eine Schmierenkomödie wenn sie nicht so ernst wäre.Die Bundeskanzlerin abzuhören ist nicht so schlimm wie sich gegen Hehler zu schützen.Was anderes ist die Anstiftung zum Datenklau ja nicht.
    1. Antwort von E. Waeden  (E. W.)
      Die Kanzlerin & andere Politiker/Innen in D. abgehört haben halt "nur" die Amis inkl. eigener Geheimdienst. Die dürfen das! Aber dieses aufmüpfige Alpenvolk darf dort nicht in eigener Sache spionieren. Nein, das geht gar nicht. Motto wohl auch ist:" Diese Flöhe muss man doch irgendwie unter Kontrolle bringen."
  • Kommentar von Kurt Schneeberger  (gnôthi seautón)
    Gabriel fordert von der Türkei ein Ende der "Drohpolitik"... und gleichzeitig fordert Deutschland von der Schweiz "Aufklärung im Interesse der gegenseitigen Beziehungen"... für mich ist auch das eine Drohung. Dem Satz wäre nämlich anzufügen "...sonst...". Ich bin ja gespannt, wie sich die Schweizer "Kuschel"-Regierung verhält...