«Dieses Produkt enthält Palmöl»

Ab 2014 gelten neue Vorschriften für die Deklaration auf Lebensmitteln. Wo Palmöl drin ist, muss künftig auch Palmöl draufstehen. Der Bund trägt damit ökologischen Bedenken der Konsumenten Rechnung.

Vogelperspektive Palmölplantage. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Palmölproduktion in Indonesien bedeckt eine Fläche von über neun Millionen Hektaren. Keystone

Palmöl wird aus dem Fruchtfleisch der Ölpalme gewonnen. Die Industrie verwendet das Öl in Massen, denn es ist billig und lässt sich gut verarbeiten. Laut WWF enthält fast jedes zweite Produkt im Supermarkt Palm- oder Palmkernöl.

Allerdings fallen der Produktion jedes Jahr riesige Regenwaldflächen zum Opfer. Dies insbesondere in Malaysia und Indonesien – die beiden Länder kommen für rund vier Fünftel der Weltproduktion auf.

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WWF zufrieden mit CH-Firmen

Ein WWF-Ranking von 43 Schweizer Firmen zeigt: Immer mehr Unternehmen benutzen zertifiziertes Palmöl für ihre Produkte. Migros und Coop belegen die vorderen Plätze, die Manor landet ganz am Schluss der Liste.

Allerdings weiss heute niemand, wo das Öl drin ist. Denn auf den entsprechenden Lebensmitteln steht lediglich «pflanzliche Öle». Das ändert in Kürze. Ab 2014 muss die Herkunft von pflanzlichen Ölen und Fetten ausgewiesen werden, schreibt das Eidgenössische Departement des Innern (EDI). Die Begründung: Das Bedürfnis der Konsumenten nach umfassender Information sei gestiegen.

Mit der Revision des Lebensmittelgesetzes treten noch weitere neue Regelungen in Kraft. Für die Öl- und Fettdeklaration gilt eine Übergangsfrist von zwei Jahren.