Seit Jahrzehnten konnten Besucherinnen und Besucher des Brünigschwingets ihre Autos auf dem Gelände der Genossenschaft Ferienhauszone Brünig abstellen.
Doch damit ist jetzt Schluss: Bis 300 Parkplätze fallen vor der Brünigschwinget am Sonntag in der Nähe der Arena kurzfristig weg – wegen eines Disputs mit der Eigentümerschaft eines Ferienhauses.
Ein neu zugezogenes Genossenschaftsmitglied der Ferienhauszone habe wegen der Parkplätze mit einer Klage gedroht. Man habe deshalb handeln und die Parkplätze kippen müssen, sagt Markus Zemp, Co-Präsident der Genossenschaft. «Wir wollen keinen Tumult, keinen juristischen Streit. Der Neuzuzüger will diese Parkplätze einfach prinzipiell nicht.» Seit Generationen habe man das Schwingfest mit der Parkplatzbewirtschaftung unterstützt – das sei jetzt leider nicht mehr möglich. «Das tut bei uns vielen im Herzen weh», so Zemp.
Neue Parkplätze sind weit weg von Arena
Für das Organisationskomitee des Schwingfests kommt das Parkverbot völlig überraschend. OK-Präsident Walter von Wyl musste kurzfristig neue Parkplätze auftreiben: «Wir haben unzählige Telefonanrufe gemacht – und deutlich weit entferntere Parkmöglichkeiten gefunden.»
Die Lösung: Shuttlebusse bringen die Fans von den neuen Parkplätzen zur Schwingarena. Wer mit dem Auto anreist, muss also früher aufstehen, um die Anschwinget am Sonntagmorgen um 8 Uhr nicht zu verpassen. Das OK empfiehlt deshalb mehr denn je die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
Warum sich das Genossenschaftsmitglied gegen die bisherige Parkpraxis in der Ferienhauszone stellt, bleibt unklar. Für von Wyl ist aber klar: «Diese Parkplätze sind für immer weg.»
Und es kommt noch dicker für motorisierte Schwingfans: Auf der Obwaldner Seite des Brünigpasses ist wegen Steinschlags nur eine Fahrspur offen – Stau ist also beim Anschwinget zwischen Schwingerkönig Joel Wicki und dem Berner Michael Moser vorprogrammiert.