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Als ob die Corona-Krise nicht scho anstrengend genug wäre.
Aus Espresso vom 16.03.2020.
abspielen. Laufzeit 03:23 Minuten.
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Dreiste Maschen Gauner nutzen Corona-Krise aus

Kriminelle versenden Fake-Mails des Bundes. Und Krankenkassen-Schwindler wollen uns eine Corona-Versicherung andrehen.

Die aussergewöhnliche Situation rund um das neuartige Coronavirus ruft Gauner und Betrüger auf den Plan. So warnt die Melde- und Analysestelle Informationssicherung (Melani) des Bundes vor gefälschten E-Mails im Namen des Bundesamtes für Gesundheit (BAG). Diese Mails enthalten laut der Mitteilung Schadsoftware, welche den Angreifern Zugriff auf den Computer und auf Passwörter ermöglichen.

Anzahl Corona-Fälle in der Umgebung

Das gefälschte Mail gaukelt vor, es gebe eine Möglichkeit, herauszufinden, wie viele Corona-Fälle es in der unmittelbaren Umgebung gebe. Man könne das anhand der angehängten Datei feststellen. Es handle sich um Daten des Bundesamtes für Gesundheit.

Mail
Legende: Beispiel eines Fake-Mails. BAG

Ein komplettes Beispiel für ein solches Mail finden Sie hier, Link öffnet in einem neuen Fenster.

Melani rät Betroffenen, die den Anhang des entsprechenden Mails geöffnet haben, den Computer auszuschalten und wenn möglich neu aufzusetzen. Ausserdem sollten umgehend sämtliche Passwörter gewechselt werden.

Behandlung nur bei entsprechender Versicherung

Eine besonders dreiste Masche schildert eine Betroffene dem SRF-Konsumentenmagazin «Espresso». Sie habe einen Anruf bekommen von einem «Beratungsunternehmen». Die Anruferin habe ihr gesagt, sie melde sich bei ihr im Namen der Krankenkasse. Sie brauche dringend eine zusätzliche Versicherung gegen das Corona-Virus. «Wenn ich ins Spital müsse deswegen, wären die Kosten nicht gedeckt», sagt die Betroffene.

Diese Information widerspricht sämtlichen Grundsätzen des Versicherungswesens. So kann ein bereits existierendes Ereignis nicht versichert werden. Zudem sind Behandlungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus durch die Grundversicherung der Krankenkasse selbstverständlich gedeckt. Am besten lassen Sie sich gar nicht auf eine Diskussion ein, sondern beenden den Anruf.

Espresso, 16.03.20, 08.13 Uhr

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14 Kommentare

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  • Kommentar von markus ellenberger  (ELAL)
    Wirrenden hier von momentanen 3908 tonten wegen des corona virus in der gleichen Zeit sind 414720 kinder unter fünf jahrelang Hunger grstorben (alle 10 Sekunden 1 Kind) deshalb ist dieses virus nict so dramatisch
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  • Kommentar von Bendicht Häberli  (bendicht.haeberli)
    "Krankenkassen-Schwindler wollen uns eine Corona-Versicherung andrehen". Ja, so sind wir eben, der Zweibeiner mit Denkapparat. Ein nicht kleiner Anteil dieser Spezies ist egoistisch, intolerant, berechnend, kriminell und gefühlskalt. Die Erscheinung tritt überall auf: beim Durschschnittsbürger, in der Wirtschaft, im Verein, in der Poitik, in der Religion, usw. Wohl am besten den Computer gar nicht zu starten oder alle unbekannte E-Mails sofort löschen.
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  • Kommentar von Bruno Hochuli  (Bruno Hochuli)
    Bei einer solchen Kriese sieht man genau wie tief gewissen Menschen moralisch gesunken sind. Bei ihnen geht es nur um sich, es gibt keine Hilfsbereitschaft andereren gegenüber.
    In den Einkaufsläden merkt und sieht man den Egoismus am besten. Sie werden aber irgendwann büssen müssen. Mit Vernunft wird auch diese Pandemie gemeistert werden.
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