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Der Bau der dritten Gubriströhre geht in den Endspurt
Aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 30.07.2021.
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Dritte Tunnelröhre im Bau Gubrist: Autofahrer hoffen auf markante Verkehrsentlastung

350 Tage im Jahr staut sich der Verkehr auf dem Zürcher Nordring. Die dritte Gubriströhre sorgt künftig für Entlastung.

Die Zürcher Nordumfahrung gehört zu den am stärksten befahrenen Strassenabschnitten der Schweiz. 120’000 Fahrzeuge rollen täglich über die Autobahn A1 im Norden von Zürich. Die Strecke zwischen der Verzweigung Zürich Nord und dem Limmattalerkreuz ist fast täglich verstopft. Der Bund will daher für Entlastung sorgen und optimiert die Zürcher Nordumfahrung für gut 1.5 Milliarden Franken. So erhält etwa der Gubristtunnel eine dritte Röhre. Der Rohbau für dieses Grossprojekt ist mittlerweile so gut wie abgeschlossen.

Fünf Jahre lang wird schon am gut 3 Kilometer langen und 16 Meter breiten Tunnel zwischen Affoltern und Weiningen gearbeitet. Im letzten September konnte der Durchstich gefeiert werden, unterdessen ist der Tunnel bereit für den Innenausbau. Mit dem Einbau von Deck- und Strassenbelägen, von Beleuchtungen und Signalisationen soll Ende Jahr begonnen werden, 2023 sollen dann die ersten Autos durch den neuen Gubrist fahren.

Entlastung erst in Jahren spürbar

Mit dem zusätzlichen Tunnel komme es sicherlich zu einer Entspannung der Verkehrssituation, sagt Gesamtprojektleiter Ulrich Weidmann vom Bundesamt für Strassen Astra. Gerade bei Unfällen sei die dritte Röhre von grossem Vorteil. «Wir haben auch in einem Ereignisfall immer mindestens eine Röhre, die wir weiterbetreiben können. Wir können einen Gegenverkehr einrichten, um den Verkehr einigermassen bewältigen zu können.»

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Aus dem Archiv: Der Bund genehmigt 2007 die dritte Gubriströhre
Aus Schweiz aktuell vom 12.09.2007.
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Vom Ausbau der Nordumfahrung inklusive Gubristtunnel profitieren sollen nicht nur Autofahrerinnen und Autofahrer, sondern auch die umliegenden Gemeinden – zum Beispiel Weiningen oder das gesamte Furttal. Wenn es im Gubristtunnel staut, weichen viele Autofahrer aus und fahren durch die Dörfer. Der Bund sagt: Dies wolle man verhindern und die Fahrzeuglenkerinnen mit dem Ausbau wieder zurück auf die Autobahn bringen.

Sicher ist jedoch, dass noch Jahre vergehen, bis es auf der Zürcher Nordumfahrung zu einer merklichen Verkehrsentlastung kommt. Unmittelbar nach der geplanten Eröffnung der dritten Gubriströhre saniert der Bund nämlich drei Jahre lang die beiden alten Tunnelröhren. Bis die gesamten sieben Spuren durch den Gubrist (vier in Richtung St. Gallen und die drei neuen in Richtung Bern) befahren werden können, dürfe es 2026 werden.

Engpässe werden nur verlagert

Nur: Auch wenn die Staugefahr im Norden Zürichs in ein paar Jahren etwas kleiner sein dürfte, das Verkehrsaufkommen auf den Strassen wird auch durch die umfangreichen Sanierungsarbeiten auf dem Nordring nicht kleiner. Es sei deshalb realistisch, dass sich Staus einfach an einem anderen Ort bilden, sagt auch Ulrich Weidmann vom Astra. «Wir sind aber daran, diese Engpässe zu erkennen und zu beheben.» So arbeitet der Bund beispielsweise daran, den Fahrzeugen auf der A1 auch zwischen Zürich und Winterthur mehr Platz zu geben.

SRF 1, Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 29.07.2021, 17:30 Uhr;

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18 Kommentare

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  • Kommentar von Andreas Wiedler  (infonews)
    3. Röhre, 4. Röhre, ist das ernsthaft die Lösung für die Zukunft?
  • Kommentar von Adrian Nydegger  (Adrian Nydegger)
    Als Anwohner des Gubristtunneld (ZH-Affolterb) beobachte ich den Bau schon seit Beginn. Für mich ist völlig unverständlich wie man für dieses Projekt beinahe 10 Jahre brauchen kann. Ich bin sicher die Chinesen hätten dies innerhalb 2 Jahren fertiggestellt. Man hat manchmal das Gefühl das Astra macht extra langsam um die Autofahrer zu pisaken.
  • Kommentar von Andreas Würtz  (Andhrass)
    Was wird das Endresultat? Alle Häuser unterirdisch, damit man die Oberfläche zubetonieren und zu einer grossen Autobahn machen kann? Die Berge abtragen? Mehr Strassen führen zu mehr Verkehr. Das ist zu sicher wie das Amen in der Kirche.