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Durchbruch bei der V-Bahn Bauen bei Eis und Kälte unter der Eigernordwand

Legende: Video Eine Grossbaustelle auf 2300 m.ü.M. abspielen. Laufzeit 03:39 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 15.03.2019.

Mit der neuen Bahn wollen die Jungfraubahnen Touristen rascher aufs Jungfraujoch bringen. Bis es aber soweit ist, dauert es noch fast zwei Jahre. Am Freitag konnte die Bahn eine wichtige Etappe feiern: den Durchbruch für die neue Bergstation am Eigergletscher.

Verbindung durch den Fels

«Es ist ein Erfolg für das gesamte Projekt, dass wir den Durchstich für die neue Bergstation am Eigergletscher nach neun Monaten Bauzeit planmässig feiern können», sagt der Chef der Jungfraubahnen Urs Kessler vor den geladenen Gästen im dichten Schneetreiben.

Im Anschluss fand eine erstmalige Begehung der beiden bis zu 40 Meter langen Stollen statt. Insgesamt wurden für die Bergstation und die Verbindungsstollen rund 25’000 Kubikmeter Fels ausgebrochen.

Zwischendurch ist es unerträglich.
Autor: Pascal LiechtiBaustellenleiter

Es ist ungewöhnlich, dass mitten im Winter gebaut wird, und das auf 2300 Metern über Meer. Der Grund: Der Baustart hat sich um 2 Monate verzögert und die Jungfraubahnen wollen an ihrem Ziel festhalten. Die Bahn auf den Eigergletscher soll Ende 2020 fertig sein.

Legende: Video Baustellenleiter Pascal Liechti: «Für meine Leute hier ist das schon anstrengend.» abspielen. Laufzeit 00:16 Minuten.
Aus News-Clip vom 15.03.2019.

Für die Bauarbeiter ist das anstrengend, wie der Baustellenleiter Pascal Liechti erklärt. «Zwischendurch ist es unerträglich, die Leute kommen langsam an ihr Limit.» Windgeschwindigkeiten von bis zu 100 km/h, Eis und Kälte machen den Arbeitern zu schaffen. Die Arbeiter leben unter der Woche oben am Berg, nur am Wochenende fahren sie nach Hause.

Zwei Stunden für ein Loch

Auch die Maschinen kommen an ihre Grenzen. «Wir haben Bohrgeräte, die mit Wasser und Luft funktionieren, das wird bei minus 18 Grad zur Herausforderung», erklärt Liechti weiter. Manchmal würde es bis zu zwei Stunden dauern, bis ein Loch gebohrt sei.

Auch der Schnee macht den Arbeitern zu schaffen. Es gebe Tage, an denen bis zu 4 Meter liege, sagt Bauleiter Liechti. «Dann arbeiten wir einen ganzen Tag, bis der Schnee geräumt ist, damit wir mit der eigentlichen Arbeit beginnen können.»

Rettung per Helikopter

Die ungewöhnliche Lage der Baustelle hat auch Einfluss auf das Sicherheitskonzept. Es müsse immer möglich sein, einen verletzten Arbeiter zu retten, erklärt Liechti.

«Normalerweise wäre das mit dem Helikopter geplant, wenn der aufgrund von Wind nicht fliegen kann, dann erfolgt die Rettung über die Bahn oder die Piste.» Wenn das alles nicht möglich sei, müssten die Arbeiten eingestellt werden. Auch bei Sturm ruhen die Arbeiten am Eigergletscher.

Grossprojekt am Eiger

Grossprojekt am Eiger
Legende:jungfrau.ch

Die neue Gondelbahn ist nur ein Teil des Projekts der Jungfraubahnen. Diese soll dafür sorgen, dass die Touristen rascher auf den Eigergletscher gelangen. Von dort steigen sie um in den Zug und fahren weiter aufs Jungfraujoch. Die Bahn soll Ende 2020 fertig sein.

Die zweite neue Gondelbahn, die gebaut wird, ersetzt die alte Männlichenbahn. Diese soll bereits Ende 2019 in Betrieb genommen werden. Wegen der V-förmigen Form der beiden Bahnen, wird das Projekt V-Bahn genannt.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Andreas Genfer (Andreas Genfer)
    Die Bauarbeiter müssen unter schwierigsten Verhältnissen arbeiten aber dies kümmert den Chef der Jungfraubahnen, Herr Kessler wenig, das allerwichtigste für ihn ist dass der Reingewinn. Er kennt nur diesen Gigantismus wobei heute ein sanfter Tourismus angestrebt werden sollte so dass man auch noch in hundert Jahren die Schönheit der Gletscher bewundern könnte. Wenn es aber so weiter geht sind sie in wenigen Jahren weg. Dann ist fertig und schluss.
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  • Kommentar von Remo Häuselmann (justanopinion)
    Ich hätte eine Legende zur Abbildung "Grossprojekt am Eiger" erwartet. Die 8 integrierten Bestandteile des Projekts sind ja das Kernstück der Abbildung. Sonst nützt die Abbildung eigentlich herzlich wenig.
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  • Kommentar von Martin Vetterli (Vetterli)
    Reiner Grössenwahn der Jungfraubahn-Betreiber!
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