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Muss der E-Biker einen tadellosen Flyer wegwerfen?
Aus Espresso vom 01.11.2019.
abspielen. Laufzeit 05:57 Minuten.
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E-Bike-Boom «Flyer lässt mich im Regen stehen»

Wer einen Ersatz-Akku für ein älteres E-Bike sucht, kann Pech haben.

Es ist schon einige Jahre her, seit ein «Espresso»-Hörer ein Occasions-E-Bike der Marke Flyer kaufte. «Als ich es kürzlich aus der Garage holte, merkte ich, dass der Akku sehr schwach ist», erzählt der Hörer. Schon nach kurzen Strecken muss er ihn wieder aufladen.

Der Hörer erkundigte sich bei seinem Velohändler. «Dieser wollte einen neuen bestellen. Doch es hiess, der Akku sei nicht mehr lieferbar.» Der Hörer konnte das kaum glauben. Sein Velo sieht noch aus wie neu. «Ich habe mich direkt bei Flyer erkundigt. Auch dort hiess es lapidar, der Akku sei nicht mehr erhältlich. Flyer hat mich einfach im Regen stehen lassen.»

Er ärgert sich, zumal so ein Elektro-Velo mit 4000 Franken eine rechte Stange Geld kostet. «Nun soll ich ein fast neues Velo wegwerfen, nur weil es keinen Ersatz-Akku mehr gibt? Das kann es doch nicht sein.

«Akku wird nicht mehr hergestellt»

Das Konsumentenmagazin «Espresso» erkundigt sich bei der Firma Flyer in Huttwil (BE). Die Medienstelle schreibt: «Als E-Bike-Hersteller kaufen wir den Akku für unsere Flyer E-Bikes bei externen Lieferanten ein. Im Fall Ihres Hörers handelt es sich um ein Flyer-Modell mit einem Panasonic-Akku. Panasonic stellt diesen Akku aber nicht mehr her und wir können keine Akkus mehr nachkaufen.» In der Regel habe Flyer mindestens zehn Jahre lang Ersatz-Akkus an Lager – sofern diese vom Hersteller noch produziert würden.

Und weiter: «Wir kaufen regelmässig Ersatz-Akkus ein, solange diese noch lieferbar sind. Weil die Akkus bei der Lagerung an Kapazität verlieren, können wir diese leider nicht auf unbeschränkte Zeit an Lager haben.»

Keine Pflicht für Ersatzteile

«Es gibt keine Vorschrift, dass Firmen jahrelang Ersatzteile haben müssen», sagt Marius Graber, Technik-Redaktor beim Velojournal. «Alles, was über die zwei Jahre Garantie hinausgeht, ist quasi freiwillig.» Flyer sei mit zehn Jahren also ein positives Beispiel.

Der Hörer müsse aber nicht verzweifeln. Möglicherweise gebe es Firmen, die noch einen kompatiblen Akku für das schon ältere Modell verkaufen würden, sagt Graber: «Dies darum, weil sehr viele Flyer-Velos in Betrieb sind. Das macht es für andere Firmen wirtschaftlich interessant, diese Lücke zu füllen.»

Vorsicht beim Akku auffrischen

Eine weitere Variante sei es, den Akku durch eine spezialisierte Firma «auffrischen» zu lassen. Dabei werden die alten Akku-Zellen durch neue ersetzt. «Hier ist aber Vorsicht geboten. Denn nicht jede Firma ist seriös. Ein nicht korrekt aufgefrischter Akku kann beim Laden zu brennen beginnen», gibt Graber zu bedenken. Um eine seriöse Firma zu finden, fragt man am besten beim Velohändler nach.

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