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Schweiz Ebola-Kranker in der Schweiz bindet 100 Pfleger

Der kubanische Ebola-Patient wird rund um die Uhr behandelt. Das bindet am Genfer Spital zahlreiche Ressourcen.

Männer in Schutzanzügen.
Legende: Die Pflege des ersten Ebolafalles in der Schweiz ist aufwändig. 100 Personen sind involviert. Keystone

Die Pflege des kubanischen Arztes, der sich mit Ebola angesteckt hat, ist sehr aufwendig. Der 43-Jährige wird mit einem Medikament behandelt, das in der Schweiz normalerweise nicht zugelassen wäre, da es sich in der Testphase befindet.

Der Zustand der Mannes sei stabil, sagten die Ärzte heute Abend, er konnte sogar mit seiner Familie in Kuba telefonieren. Das ist die gute Nachricht. Die schlechte, man wisse nicht, wie sich die Krankheit entwickle.

Nicht zugelassenes Medikament

Die nächsten Tage werden entscheidend sein, erklärte Jérôme Pugin, Chefarzt der Intensivpflege, der den Mann behandelt. Die Symptome die er momentan aufweise, seien Fieber, Erbrechen und Durchfall. Man konnte die Krankheit sehr früh bei ihm erkennen. Das erhöhe seine Chancen auf Heilung, hingegen wüssten die Ärzte noch nicht, wie er sich angesteckt habe.

Behandelt wird der 43-Jährige unter anderem auch mit einem kanadischen Medikament, das in der Schweiz normalerweise nicht zugelassen ist, da es sich erst in der Testphase befindet. Es heisst ZMapp und wurde auch bereits bei anderen Ebola-Patienten eingesetzt. Es handle sich dabei um Antikörper gegen das Ebola-Virus, erklärte Pugin weiter.

Schweiz handelt solidarisch

In einem isolierten, eigens ausgestatteten Zimmer wird der Patient rund um die Uhr behandelt. Knapp 100 Pfleger sind involviert, sagt der Kantonsarzt Jacques-André Romand.

Der Aufwand sei deshalb so gross, weil das Personal nur vier Stunden in den Schutzkleidern arbeiten könne und das Aus- und Abziehen streng überwacht werde. Einen zweiten Ebola-Patienten werde Genf wegen des grossen Aufwandes nicht aufnehmen können.

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30 Kommentare

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  • Kommentar von m.mitulla, wil
    Die Schweiz handelt solidarisch. Die Ressourcen sind vorhanden und die Einhaltung aller Vorsichtsmassnahmen verlangen einen grossen Aufwand. Zusätzlich können aus einer Behandlung auch Erkenntnisse gewonnen werden, welche für einen nächsten Fall eventuell verschiedenste Optimierungen möglich machen. So funktioniert der Fortschritt in der Medizin... und kommt letztendlich uns allen zugute.
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  • Kommentar von Bernd B., Basel
    Die Schlagzeile sollte eher heissen: "Ebola-Kranker in der Schweiz bringt 100 Pfleger in Risiko" Und dieser Satz sagt eigentlich alles: "Einen zweiten Ebola-Patienten werde Genf wegen des grossen Aufwandes nicht aufnehmen können."
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  • Kommentar von S. Sugano, Therwil
    Ich frage mich Grundsaetzlich was mit dem Ausgeschiedenen des/der Patienten welche mit Ebola infiziert sind geschieht? Die gehen wohl nicht auf die Normale Sanitaere Einrichung welche mit der Klaeranlage und dem Wasserkreislauf verbunden ist, oder doch? Ich hoffe nur das auch hier alles Kontaminierte Fachgerecht verbrannt wird. Wir brauchen kein Ebola in der Schweiz. Vor Ort haette es mehr Sinn gemacht zu Helfen, hier haben wir nun ein hohes Risiko, den Fehler passieren immer.
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