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Philippe Nantermod (FDP/VS): «Wer geerb hat kann Wohneigentum kaufen, wer in der zweiten Säule gespart hat, braucht aber andere Mittel dafür»
Aus News-Clip vom 15.03.2022.
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Eigenmittel aus der 2. Säule Nationalrat will Wohnungskauf mit Vorsorgegeldern erleichtern

  • Der Nationalrat will den Kauf von Wohneigentum mit Mitteln aus der beruflichen Vorsorge erleichtern.
  • Er verlangt, dass der Eigenmittel-Anteil vollständig mit Geld aus der zweiten Säule gedeckt werden darf.
  • Eine entsprechende Motion seiner Sozialkommission (SGK-N) nahm der Nationalrat mit 81 zu 71 Stimmen und mit einer Enthaltung an. Der Bundesrat hatte sich gegen die Motion gestellt.

Per 2013 hatte die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (Finma) die Vorschriften für Vorbezüge aus der zweiten Säule geändert und so den Kauf von Liegenschaften erschwert, um den Immobilienmarkt zu stabilisieren. Seither gilt, dass die Hälfte der Eigenmittel vom künftigen Eigentümer eingebracht werden muss und die andere Hälfte der zweiten Säule entnommen werden kann.

Aktuelle Regel bevorteile Privilegierte

Für viele Menschen sei der Erwerb von Wohneigentum ein wichtiges Ziel, argumentierte die Mehrheit der SGK-N. In den Augen dieser Mehrheit verfehlte die Massnahme der Finma das Ziel, den Immobilienmarkt zu stabilisieren.

Die Regelung der Finma führe lediglich dazu, dass der Kauf eines Hauses oder einer Wohnung «einem privilegierten Teil» der Bevölkerung vorbehalten bleibe. «Lieber reich und Erbe als Schaffer und Sparer», fasste es Kommissionssprecher Philippe Nantermod (FDP/VS) zusammen. Eine Minderheit der SGK-N hätte bei der Regelung der Finma bleiben wollen, äusserte sich aber nicht im Rat.

Änderung würde Nachfrageboom befeuern

Auch der Bundesrat stellte sich gegen den Vorstoss. Entgegen dem Ziel der Motion würde eine Aufhebung des Mindestanteils eigener Mittel ausserhalb der zweiten Säule den Nachfrageboom nach Eigenheimen weiter verstärken, begründet er seinen Antrag.

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Bundesrat Ueli Maurer: «Das Risiko wird durch diese Motion grösser»
Aus News-Clip vom 15.03.2022.
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Zudem würden die Risiken für Vorsorgenehmer sowie für kreditgebende Institute langfristig erhöht, wie Ueli Maurer im Rat erläuterte. Der heute geforderte Mindestanteil eigener Mitteln ausserhalb der zweiten Säule stelle sicher, dass eine gewisse Wertminderung der Immobilie aufgefangen werden könne.

Die Motion geht an den Ständerat.

SRF 4 News, 15.03.2022, 10.00 Uhr;

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