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Kann Ihr Haustier was ganz Besonderes?
Aus Schweiz aktuell vom 16.07.2021.
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Ein Land und seine Vierbeiner Auf den Hund gekommen – Haustierboom in der Schweiz

Das Geschäft mit Haustieren: Ein Milliardenbusiness. Auch in der Schweiz. Allein für Tierfutter werden in der Schweiz Hunderte Millionen Franken pro Jahr ausgegeben. Dazu kommen teils horrende Tierarzt-Rechnungen für Operationen vom Knochenbruch über künstliche Hüftgelenke bis hin zu Krebsbehandlungen. Doch dies tat dem Haustier-Boom – besonders im Corona-Jahr – keinen Abbruch.

Explodierende Nachfrage nach jungen Welpen

Die Zahlen zu den Haustieren in der Schweiz sind eindrücklich: Jeder dritte Haushalt hält sich eigene Tiere, mit Corona ist gar die Nachfrage explodiert. In Tierheimen gibt es lange Wartelisten nach Hunden, Züchter können sich die Bewerbenden aussuchen.

Viele Schweizerinnen und Schweizer wollten aber nicht nur irgendeinen Hund, sondern unbedingt einen Hundewelpen. Und weil es nicht genug junge Hunde in der Schweiz zu kaufen gibt, nahmen im vergangenen Jahr auch die Importe zu: Mehr als 30'000 Hunde aus dem Ausland wurden hierzulande registriert. Zum Vergleich: 2019 waren es rund 10 Prozent weniger.

Doch nicht immer endete der Import mit einem Happy End: Das Tierspital Zürich behandelte im letzten Jahr doppelt so viele todkranke Welpen wie im Jahr zuvor. Grund für den Anstieg: Die Zunahme beim Import von Hunden aus Osteuropa. 

Überfüllte Tierheime

Aus Deutschland häufen sich Medienberichte, dass die Tierheime überfüllt sind. Die teilweise von dubiosen Züchterinnen und Züchtern angeschafften Tiere sind oft verhaltensgestört und brauchten umso mehr Arbeit. Das schaffen viele neue Halterinnen und -halter nicht und geben die Tiere wieder ab.

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Archiv: Gekauft und abgeschoben ins Tierheim
Aus Rundschau vom 02.12.2020.
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Doch auch in der Schweiz werden die Plätze in Tierheimen knapp – besonders in der Ferienzeit. «Viele haben sich in der Coronazeit unüberlegt Haustiere angeschafft», äusserte sich die Mediensprecherin des Schweizer Tierschutzes STS zu 20min. Nun, da sich die Situation normalisieren würde, merkten manche, dass die Tiere mehr Arbeit gäben als erwartet, und sie keine Zeit mehr hätten.

Legende: Seit das normale Leben nach der Pandemie langsam wieder Einzug hält, merken viele neuen Tierhalterinnen und -halter, dass sie gar keine Zeit dafür haben. Keystone

Zudem verschärft die Ferienzeit den Platzmangel in den Tierheimen: Da man nun wieder reisen kann, ist die Nachfrage nach Ferienplätzen für Hund oder Katz stark angestiegen.

Haustiere im Fokus in «Schweiz aktuell»

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«Schweiz aktuell» geht in der letzten Juliwoche der Frage nach, warum wir so an unseren Haustieren hängen. Dazu berichten wir live aus einem Hundehotel, in welchem Hundehalterinnen und Hundehalter mit ihren vierbeinigen Lieblingen die Ferien verbringen. Oder wir zeigen anhand von Hightech-Operationen am Tierspital, welche medizinischen Behandlungen mittlerweile möglich sind. Dazu begleiten wir eine Familie, welche sich während der Pandemie einen jungen Hund angeschafft hat: Was sind die Herausforderungen? Wie geht es der Familie nach ein paar Monaten mit dem jungen Tier?

 

Schweiz aktuell; 16. Juli 2021;

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38 Kommentare

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  • Kommentar von Niggi Keller  (T-Bear)
    Interessant, dass immer von den überfüllten Tierheimen geschrieben wird. In den Tierheimen in Basel und Umgebung hat es so gut wie keine Hunde, für die einen Platz gesucht wird. Dass in der Sommerferienzeit vermehrt Betreuungsplätze gesucht werden, war schon in den letzten 20 Jahren so. Aber irgendwie halten sich die Gerüchte über die überfüllten Tierheime hartnäckig. Liebes SRF-Team, könnten Sie mal konkrete Zahlen oder mindestens repräsentative Beispiele für dies bringen? Danke.
    1. Antwort von SRF News (SRF)
      @Niggi Keller Hallo Niggi, die Berichte zu überfüllten Tierheimen betreffen vor allem Deutschland, nicht in der Schweiz. Liebe Grüsse, SRF News
  • Kommentar von Bruno Hochuli  (Bruno Hochuli)
    Die Menschen wollen möglichst allein sein, keine Kinder erziehen müssen aber fast alle brauchen ein Wesen das gehorcht und nicht widerspricht, da ist doch ein Hund oder eine Katze gerade Recht und wenn man sie nicht mehr gebrauchen kann entsorgt man sie. Eine Familie gründen, auf vieles verzichten das geht doch viel zu weit. Ja, der Mensch hat es weit gebracht!!!
  • Kommentar von Alois Keller  (eyko)
    Eingepfercht in kleine Transportboxen und ohne vorgeschriebenen Impfschutz werden Welpen tagtäglich über die Grenzen geschmuggelt. Die Transporte ziehen sich häufig über viele Stunden hin, in denen die Welpen in ihren eigenen Fäkalien sitzen, an Durchfällen leiden und schreckliche Angst haben. Immer wieder werden Welpentransporter vom Zoll oder von der Grenzpolizei beschlagnahmt. Solche Transporte von Welpen aus Osteuropa wurden oft im TV gezeigt. Grausam wie mit diesen Tieren umgegangen wird.