Geleimtes Chinoise-Fleisch Ein Stück Fleisch. Oder doch nicht?

Nahaufnahme einer Verpackung Chinoise-Fleisch mit Aufschrift "Aus Rindfleischstücken zusammengefügt". Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: In der Fachsprache nennt man das «restrukturiertes Fleisch». SRF

  • Für Rollschinkli oder Fondue Chinoise wird zum Teil zusammengefügtes Fleisch verwendet. Mit Zusatzstoffen werden kleine Stücke in einem chemischen Prozess miteinander verbunden, so dass wieder ein Stück Fleisch entsteht. Solches Fleisch muss auf der Verpackung als solches deklariert sein.
  • In solcher Weise hergestelltes Fleisch ist erlaubt, muss jedoch als «zusammengefügt» oder «restrukturiert» gekennzeichnet sein.
  • Hersteller können dank der Methode laut dem Fleischfachverband Carnasuisse auch kleinere Fleischstücke von Tieren verwenden, die sonst nicht verwendet würden. Zudem können sie optimal geformt werden.
  • Zusatzstoffe wie zum Beispiel Enzyme sorgen im Verarbeitungsprozess dafür, dass sich die Eiweissstoffe der Fleischstücke verbinden. Die Zusatzstoffe müssen deklariert sein.
  • Das am weitesten verbreitete Enzym für den Prozess heisst Transglutaminase. Im rohen Zustand birgt dieses Risiken für Personen mit Zöliakie. Hersteller verzichten auch darum immer mehr darauf.
  • Laut Herstellern ist kein Unterschied im Geschmack erkennbar. Gemäss Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen kann solches Fleisch je nach Zusatzstoffen unter Umständen etwas zarter sein und einen leicht anderen Geschmack haben.

Der «Kassensturz»-Test:

Zäh oder zart? Fondue Chinoise im Degustations-Test

Bei welchem Fondue Chinoise kommt Festtagsstimmung auf? «Kassensturz» lässt Fleischexperten Schweizer Rindfleisch aus Grossverteilern testen. Fünf Produkte bereiten der Jury keine Gaumenfreude: Sie schrumpfen in der Bouillon kläglich oder werden ganz gummig. Mehr

Sendung zu diesem Artikel