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Nahaufnahme einer Verpackung Chinoise-Fleisch mit Aufschrift "Aus Rindfleischstücken zusammengefügt".
Legende: In der Fachsprache nennt man das «restrukturiertes Fleisch». SRF
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Geleimtes Chinoise-Fleisch Ein Stück Fleisch. Oder doch nicht?

  • Für Rollschinkli oder Fondue Chinoise wird zum Teil zusammengefügtes Fleisch verwendet. Mit Zusatzstoffen werden kleine Stücke in einem chemischen Prozess miteinander verbunden, so dass wieder ein Stück Fleisch entsteht. Solches Fleisch muss auf der Verpackung als solches deklariert sein.
  • In solcher Weise hergestelltes Fleisch ist erlaubt, muss jedoch als «zusammengefügt» oder «restrukturiert» gekennzeichnet sein.
  • Hersteller können dank der Methode laut dem Fleischfachverband Carnasuisse auch kleinere Fleischstücke von Tieren verwenden, die sonst nicht verwendet würden. Zudem können sie optimal geformt werden.
  • Zusatzstoffe wie zum Beispiel Enzyme sorgen im Verarbeitungsprozess dafür, dass sich die Eiweissstoffe der Fleischstücke verbinden. Die Zusatzstoffe müssen deklariert sein.
  • Das am weitesten verbreitete Enzym für den Prozess heisst Transglutaminase. Im rohen Zustand birgt dieses Risiken für Personen mit Zöliakie. Hersteller verzichten auch darum immer mehr darauf.
  • Laut Herstellern ist kein Unterschied im Geschmack erkennbar. Gemäss Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen kann solches Fleisch je nach Zusatzstoffen unter Umständen etwas zarter sein und einen leicht anderen Geschmack haben.

Der «Kassensturz»-Test:

Zäh oder zart? Fondue Chinoise im Degustations-Test

Verpackungen mit Fondue Chinoise.
Legende: SRF

Bei welchem Fondue Chinoise kommt Festtagsstimmung auf? «Kassensturz» lässt Fleischexperten Schweizer Rindfleisch aus Grossverteilern testen. Fünf Produkte bereiten der Jury keine Gaumenfreude: Sie schrumpfen in der Bouillon kläglich oder werden ganz gummig. Mehr

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7 Kommentare

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  • Kommentar von Charles Halbeisen  (ch)
    Solange das Bindemittel nicht aus Mehlwürmern (ab 2017 erlaubt!!) hergestellt wird, würde ich auch restrukturiertes Fleisch essen.
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    1. Antwort von Lucas Kunz  (L'art pour l'art)
      Haben Sie nicht schon mal auswärts gegessen, Bratwürste, Braten mit einer Bratensosse? Erkundigen Sie sich mal, wie diese Bratensosse hergestellt wird - Sie können davon ausgehen, dass Ihnen der Appetit zukünftig auf so etwas danach gründlich vergangen ist. Da ist's dann auch egal, ob Mehlwürmer oder sonst was in dieser Extruder-Nahrung wie oben drinnen ist ...
  • Kommentar von James Klausner  (Harder11)
    Wozu die Aufregung? Schweizer Mütter servieren ihrem Nachwuchs, Zuhause oder Auswärts, bedenkenlos während es ganzen Jahres "Chicken Nuggets". Jeder Roll- und Hackbraten ist heute mit Enzymen behandelt, ebenso Truten- und Pouletschinken und gar manches Poulet-Cordon Bleu, und viele Fleisch und Wurstwaren mehr, es pappt halt so besser zusammen... Bedenklicher scheinen mir die enormen Mengen an Salzen, die mit diesen Fleisch- und Wursterzeugnissen aufgenommen werden.
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  • Kommentar von Esther Siefert  (E.S. (parteilos))
    "...kann solches Fleisch, je nach Zusatzstoffen, unter Umständen etwas zarter sein und einen leicht anderen Geschmack haben..." d.h. man weiss gar nicht mehr was man isst - Poulet, Schwein, Rind alles hat dieselbe Konsistenz und gar keinen Eigengeschmack mehr. ...eifach nur no gruusig...
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