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Eklat im Aussendepartement Diplomat Yves Rossier verlässt das EDA

  • Im Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) kommt es zu einem prominenten Abgang.
  • Chefdiplomat Yves Rossier hat die Kündigung eingereicht. Das EDA bestätigte gegenüber SRF entsprechende Medienberichte.
  • Rossier verlasse das EDA «auf eigenen Wunsch».

Als Staatssekretär und als Schweizer Botschafter in Moskau habe Yves Rossier der schweizerischen Aussenpolitik langjährige Dienste geleistet, schreibt das EDA auf Anfrage von SRF News.

Der Top-Diplomat habe gekündigt, weil ihn das EDA ins wenig bedeutende Riga habe versetzen wollen, schreiben die Tamedia-Zeitungen. «Yves Rossier untersteht wie alle Diplomatinnen und Diplomaten der Versetzungsdisziplin», teilt das EDA dazu mit.

Im Departement erwarte man, dass sich jeder Kandidat auf mindestens drei neue Stellen bewerbe und weiter: «Die Mitarbeiter haben keinen Anspruch darauf, dass ihre Präferenzen berücksichtigt werden.» Dies gelte für alle versetzbaren Mitarbeiter. Yves Rossier hatte also die gleichen Bedingungen.

Rossier stützt den Kopf in beide Hände.
Legende: Rossier amtete von 2012 bis 2016 als Staatssekretär des Aussendepartements, danach bis Ende 2020 als Botschafter in Moskau. Keystone

Im Januar wurde der Vorwurf publik, dass das EDA bei der Besetzung von Botschafterposten nicht immer nach professionellen Kriterien entscheide.

SRF 4 News, 17.02.12; 16:00 Uhr;

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18 Kommentare

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  • Kommentar von Armin Hug  (Hugi)
    Schade, dass es nicht gelungen ist, Herrn Rossier im EDA zu halten. Obwohl er mit dem EuGH/Rahmenabkommen falsch lag, brachte er für einen Diplomaten den Sachverhalt jeweils deutlich auf den Punkt. Leider scheint das EDA Mühe zu bekunden, mit brillianten Charakterköpfen umzugehen.
  • Kommentar von Urs Petermann  (Rhf)
    Tolle Personalpolitik von BR Cassis. Verdiente Diplomat*innen werden auf Aussenposten abgeschoben. Für Yves Rossier habe ich volles Verständnis.
    1. Antwort von Martin Meier  (M.Meier)
      Was genau sind Diplomat*innen? Ich kenne nur Diplomaten und Diplomatinnen.
      Aber was Rossier angeht, er war ja kein Karrierediplomat. Kam ja nur durch Burkhalter in diese Spitzenposition und war als Staatssekretär auch nicht wirklich erfolgreich und dann nahm er einer Diplomatin den versprochenen Posten in Moskau weg.
      Also kein grosser Verlust für das EDA.
  • Kommentar von Werner Gürr  (FrMu)
    Was sind das für Leute, die das EDA anstellt? Sie fühlen sich in ihrer Ehre gekränkt, wenn das Land in welchem sie die CH neu vertreten, weniger Einwohner hat, als das, wo sie vorher tätig waren? Dann müssten alle Karrierediplomaten schlussendlich in Peking, Neu Dehli, oder New York hocken. Das Gehalt des Diplomaten ist durch die Versetzung sicher nicht kleiner geworden. Oder ist das alles eine Ausrede und der Herr hat in der Privatwirtschaft sein Auskommen gefunden?
    1. Antwort von Albert Planta  (Plal)
      Naja, es ist wohl eher so, dass er beim Bundesrat Cassis in Ungnade gefallen ist.
    2. Antwort von Werner Gürr  (FrMu)
      An Herrn Planta
      Wenn dem so ist, dann muss sich der BR an der Nase nehmen. Nur bei einem König kann man in Ungnade fallen. Wenn dem wirklich so ist, dann hat der Diplomat die richtigen Konsequenzen gezogen. Traurig, wenn es selbst auf BR Ebene so "mänschelet"