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Römische Siedlung bei Brauerei-Bau entdeckt
Aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 16.04.2022.
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Entdeckung im Wallis Archäologinnen finden römische Siedlung beim Bau einer Brauerei

Schon die Römer schätzten die sonnigen Höhenlagen im Wallis. Dies zeigen neue Funde in Guttet.

Schon die Römerinnen und Römer wussten die sonnigen Höhenlagen im Wallis zu schätzen. Dies zeigen archäologische Funde in Guttet-Feschel im Oberwallis: Auf 1100 Metern über Meer haben Archäologin Corinne Juon und ihr Team zahlreiche über 2000 Jahre alte Gegenstände gefunden. Dies bei Bauarbeiten für eine lokale Bierbrauerei.

«Wir haben eine römische Mauer wie aus dem Lehrbuch entdeckt. Das hat mich auf dieser Höhe überrascht», sagt Juon zu einer SRF-Reporterin. Neben der Mauer habe man römische Münzen, Haarnadeln und ein Grab gefunden. «Das sind weitere kleine Puzzleteile, um die Geschichte des Oberwallis besser zu ergründen», so Corinne Juon weiter. Sie gehe davon aus, dass die Bewohnerinnen und Bewohner «wahrscheinlich keine armen Leute waren.»

Römische Siedlung
Legende: Bei Aushubarbeiten für eine Bierbrauerei wurden in Guttet Überresten einer römischen Siedlung entdeckt. SRF/Ruth Seeholzer

Was hat aber die Römer in die Walliser Alpen getrieben? Historiker Werner Bellwald sagt, dass die Leute schon damals die sonnigen, südexponierten Hänge schätzten. «Das war auch vor 2000 Jahren eine attraktive Wohnlage.»

Römische Siedlungen konzentrierten sich nicht nur auf Städte

Bewohnerinnen und Bewohner in den höheren Lagen seien, im Gegensatz zum Talgrund, vor Überschwemmungen geschützt gewesen. Zudem sei die Erde dort sehr fruchtbar.

Ausgrabungen
Legende: Die Fundstücke sind über 2000 Jahre alt. Neben einer Mauer wurden auch Münzen oder Haarnadeln entdeckt. SRF/Ruth Seeholzer

«Wir sehen jetzt, dass sich die römischen Siedlungen nicht nur auf die Städte konzentrierten. Die Höhenlagen waren besiedelter als angenommen», meint Historiker Bellwald. Mit der zunehmenden Bautätigkeit sei man in den letzten Jahren vermehrt auf solche Funde gestossen. «Man kann das Netz auf der Landkarte immer dichter zeichnen.»

Grab
Legende: Die römischen Bewohnerinnen und Bewohner von Guttet seien wahrscheinlich keine armen Leute gewesen, meint die Archäologin. SRF/Ruth Seeholzer

Was die Funde von Guttet im Detail bedeuten, sollen jetzt umfangreiche Laboranalysen zeigen.

Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 16.04.2022, 17:30 Uhr;

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