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Legende: Video Deza setzt bei Entwicklungshilfe auf Trinkwasser abspielen. Laufzeit 01:48 Minuten.
Aus Tagesschau vom 05.02.2019.
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Entwicklungshilfe der Deza Sauberes Trinkwasser dank der Schweiz

  • Acht Millionen Menschen haben dank der Schweiz besseren Zugang zu sauberem Trinkwasser und zu effizienten Bewässerungssystemen für die Landwirtschaft.
  • Das geht aus einem Bericht hervor, den die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza) an ihrer Jahresmedienkonferenz vorlegte.
  • Rund drei Millionen Menschen erhielten Zugang für die Verbesserung der Hygiene in Afrika, Asien und Lateinamerika.

Allerdings sei das bloss ein Tropfen auf den heissen Stein: Gemäss UNO-Prognosen werden 2025 rund 1,8 Milliarden Menschen unter Wasserknappheit leiden, sagte Deza-Direktor Manuel Sager an der Jahresmedienkonferenz seiner Direktion.

Jahr im Zeichen des Wassers

Die Ressourcen seien ungleich verteilt, erklärte Sager. Der wachsende Mittelstand auf der Welt brauche mehr Wasser, was die Knappheit verschärfe – ebenso wie verschmutztes Wasser. Durch Wasserknappheit könnte zudem der Migrationsdruck zunehmen.

Die Schweiz sei mit ihrem Wasserbedarf zwar Teil des Problems, sei könne aber auch Teil der Lösung sein. Die Deza trage deshalb dazu bei, dass neue politische und technische Lösungen im nachhaltigen Umgang mit Wasser im Ausland zum Zuge kommen.

Wie aus dem Halbzeitbericht der internationalen Zusammenarbeit 2017–2020 hervorgeht, engagiert sich die Deza beispielsweise bei der Verbreitung von sanitären Anlagen und bei der Verbesserung der Hygiene in Afrika, Asien und Lateinamerika. Rund drei Millionen Menschen erhielten bisher Zugang zu Toiletten und anderen Hygiene-Einrichtungen.

Nur mit der Bevölkerung

Es gibt aber auch Rückschläge. Ein Projekt zur umweltschonenden Abfallbewirtschaftung und Abwasserreinigung mit einer Stadtverwaltung in Bolivien wurde nach drei Jahren eingestellt. Die Bauern der Nachbarschaft hatten sich gewehrt, weil sie das dafür vorgesehene Gelände für landwirtschaftliche Zwecke nutzen wollten.

Nach Lokalwahlen und einer politischen Machtverschiebung verlor das Projekt auch die Unterstützung der städtischen Behörden. Für die Deza zeigt das Beispiel, dass ein Projekt unbedingt auf die Bedürfnisse der Bevölkerung abgestützt werden muss. Sonst seien die Erfolgschancen gering.

Verlagerung in Sicht

Ende November hat der Bundesrat bereits die Eckpunkte der internationalen Entwicklungszusammenarbeit für die Jahre 2021 bis 2024 festgelegt. Die Gelder sollen vor allem in vier Regionen fliessen: Nordafrika und Naher Osten, Subsahara, Zentral- Süd- und Südostasien sowie Osteuropa ohne die EU-Staaten.

Die Mittel dafür sollen schrittweise von einigen Ländern mit mittlerem Einkommen in Lateinamerika und Ostasien hin zu diesen neuen Schwerpunktregionen verlagert werden.

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7 Kommentare

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  • Kommentar von Manuel Pestalozzi  (M. Pestalozzi)
    Ist es das fehlende Geld, das fehlende Knowhow oder das fehlende Interesse vor Ort, welche einen Eingriff der DEZA nötig macht? Ich verstehe es immer noch nicht. Auch wie das mit dem Betrieb und dem Unterhalt läuft, wenn alles einmal eingerichtet ist. Sauberes Wasser gehört nach meinem Verständnis zur Grundversorgung eines Staates. Weshalb schaffen es die betreffenden Länder nicht selbst? Schaffen sie es nachhaltig, wenn man ihnen von aussen hilft? Meine Zweifel sind gross.
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    1. Antwort von Stefan Huwiler  (huwist)
      Botschaft angekommen. Sie wollen keine Hilfe leisten.
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  • Kommentar von Walter Matzler  (Wma)
    In Libyen hat Ghadafi fossile Wasserreservoire in grossem Stil angezapft. Wie schnell man zum Verbraucher wird habe ich im Süden von Libyen erfahren. Einheimische haben die Wasserhahnen nach Gebrauch nicht abgestellt und das Wasser grosszügig laufen lassen. Wenn man darauf aufmerksam gemacht hat, war die Antwort: Es hat ja jetzt genug Wasser.
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    1. Antwort von Toni Koller  (Tonik)
      Was ist denn ein "fossiles" Wasserreservoir? Nie gehört - gibt es da für mich was Neues zu lernen?
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  • Kommentar von Jean-Philippe Ducrey  (Jean-Philippe Ducrey)
    Das ist alles wunderbar. Aber der Aufwand mit welchem das Deza da arbeitet, könnte locker um 80% reduziert werden. Habe das per Zufall im Sudan mitbekommen: x-Deza Mitarbeiter, monatelanges "Projekt", viele "Gschudierte" für eine Installation, die unsereins in 2 Tagen und zum Bruchteil des Preises erstellt.
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    1. Antwort von Hanspeter Müller  (HPMüller)
      Noch gestern haben Sie sich beschwert, dass das Deza mit Profis von NGOs zusammenarbeitet, heute dass das Deza das Projekt selber durchführt. Und übrigens: die Projekte des Deza sind sämtliche im Web aufgeführt. Ein Wasserprojekt im Sudan ist nicht dabei. Was Sie gesehen haben ist entweder länger her, oder es waren andere "Gschudierte" und nicht vom Deza.
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    2. Antwort von Hans-Ulrich Rechsteiner  (Rechi)
      Genau Herr Ducrey, das sind auch meine Wahrnehmungen, nicht nur im Sudan, sondern auch in Ländern in Südostasien.
      Ich versteh sowieso nicht für was noch Entwicklungshilfe in SEA geleistet wird. Diese Länder sind durchaus in der Lage sich selber weiter zu entwickeln.
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