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Mehr Grippe-Impfdosen als in normalen Jahren
Aus HeuteMorgen vom 23.07.2021.
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Ergänzend zu Coronaimpfung BAG will mehr Grippeimpfungen verabreichen

Die Grippewelle könnte nächsten Winter besonders stark ausfallen. Auf dieses Szenario will sich das BAG nun vorbereiten.

Die Coronazahlen steigen wieder, die Pandemie dürfte nicht so bald vorbei sein. Und was, wenn noch eine Grippe-Epidemie dazukommt? Das ist durchaus möglich im kommenden Winter. Die britische Regierung hat deshalb die grösste Grippe-Impfaktion in der Geschichte des Landes angekündigt. Auch die Schweizer Behörden bereiten sich auf einen Grippewinter vor.

Dieses Jahr sollen mehr Grippeimpfungen verabreicht werden als in normalen Jahren, teilte das Bundesamt für Gesundheit (BAG) auf Anfrage von Radio SRF mit. So heisst es in der schriftlichen Stellungnahme, dass Firmen die Anzahl Dosen, welche sie in der Schweiz vertreiben werden, im Vergleich zu früheren Jahren deutlich erhöht haben, sodass genug Impfstoff verfügbar sein wird.

Weniger Impfdosen als 2020

In normalen Jahren vor der Corona-Pandemie hatte die Schweiz jeweils rund 1.2 Millionen Grippe-Impfdosen erhalten. Dieses Jahr sollen es laut dem BAG weit mehr sein. Es gibt aber eine Einschränkung: Laut BAG werden es deutlich mehr Impfdosen sein als in früheren Jahren, aber nicht ganz so viele wie letztes Jahr. Denn jenes war von Corona geprägt. Die Schweiz hatte 2020 mehr als 1.9 Millionen Grippe-Impfdosen erhalten.

Im Vergleich dazu könnten es dieses Jahr also etwas weniger sein. Ob das ausreichen wird, ist noch nicht klar. Möglicherweise laufen hinter den Kulissen auch Bemühungen, bis im Herbst noch mehr Impfdosen zu organisieren. Im letzten Winter hatte die Grippe dann aber gar nicht stattgefunden. Wegen der Coronamassnahmen konnte sich das Virus gar nicht verbreiten.

Starke Grippewelle eine Option

Im bevorstehenden Winter könnte das aber anders aussehen. Denn solche weitgehenden Schutzmassnahmen wie im letzten Jahr wird es höchstwahrscheinlich nicht mehr geben. Gerade weil die Bevölkerung seit anderthalb Jahren nicht mehr in Kontakt mit Influenzaviren kam, könnte es deshalb kommenden Winter eine starke Grippewelle geben.

Dadurch, dass man letzten Winter nicht mit dem Influenzavirus in Kontakt gekommen sei, habe die Immunität der Bevölkerung eher abgenommen, meint Huldrych Günthard, Infektiologe am Universitätsspital Zürich. Deshalb sei es speziell wichtig, dass sich die bekannten Risikogruppen – also ältere Menschen und solche mit Herzproblemen – die Grippeimpfung geben lassen.

Für Medizinfachleute ist nämlich klar: Um eine Überlastung des Gesundheitswesens zu vermeiden, sollten neben den Coronafällen nicht auch noch zu viele Grippe-Patientinnen und -Patienten in den Notfallstationen landen.

SRF 4 News, 23.07.2021, 06:00 Uhr

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37 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Stauffacher  (Peter Stephan Stauffacher)
    In was für einer kranken Gesellschaft wir heute leben. Unterdessen könnte man meinen die allermeisten würden mit einem Bein schon im Grabe stehen.
    Schaut eigentlich auch noch jemand auf die Bedürfnisse von gesunden Menschen oder gibt es unterdessen so wenige, dass diese irrelevant sind?
  • Kommentar von Bobby Senn  (Hardcorehansi)
    wenn ich mir die grafik so anschaue, was sind die gründe der zuname ab 2015, im gegensatz zu den jahren 2011-2014? was hat sich da verändert?
  • Kommentar von Friedrich Müller  (Friedrich Müller)
    Verständnisfrage: ich finde auch, dass die Grippewelle letzten Winter gar nicht vorkam. Aber wenn man die Grafik des BAG im Artikel sieht, dann hätte es 2020 die dritthöchste Inzidenz seit 2011 gegeben? Hab ich da irgendwas nicht verstanden? Oder meint "2020" den Winter 2019/2020?