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Markus Heer (SP) zeigt sich überrascht über das deutliche Resultat
Aus Regionaljournal Ostschweiz vom 29.03.2021.
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Ersatzwahl Kanton Glarus Die Linken ziehen wieder in die Glarner Regierung ein

Markus Heer (SP) wird neuer Regierungsrat von Glarus. Er macht mehr Stimmen als Jürg Feldmann (Mitte).

Markus Heer (SP) tritt die Nachfolge von Rolf Widmer (CVP) an. Der 44-jährige Verwaltungsgerichtspräsident aus Niederurnen beginnt als neuer Regierungsrat am 1. Mai.

Im ersten Wahlgang Anfang März hatte keiner der beiden Kandidaten das absolute Mehr erreicht. Jürg Feldmann (Mitte) lag vor seinem Konkurrenten Markus Heer (SP). Dass dieser nun doch mit 530 Stimmen Vorsprung die Wahl in die Regierung schaffte, habe ihn selbst verblüfft: «Dass es so deutlich wird, hätte ich nicht erwartet.» Der zusätzliche Effort in den letzten Wochen habe sich ausgezahlt.

Kurzanalyse von Selina Etter

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Der SP ist die Mobilisierung gelungen. Sie konnte den knappen Rückstand vom ersten Wahlgang in einen beachtlichen Vorsprung und Sieg im 2. Wahlgang umwandeln. Wie bereits bei den Parlamentswahlen 2019 – als der Grüne Mathias Zopfi in den Ständerat gewählt wurde – zeigte sich, dass die Linken mit einer starken Persönlichkeit und beharrlicher Mobilisierung auch Wahlen im bürgerlichen Glarus gewinnen können.

Die Stimmbeteiligung lag leicht höher als im ersten Wahlgang, obwohl keine nationalen Vorlagen die Leute an die Urnen lockten. Beide Kandidaten holten mehr Stimmen als noch im ersten Wahlgang und es gab kaum noch vereinzelte Stimmen.

Die SP ist nun nach sieben Jahren nicht mehr in der Opposition. Als einer von fünf Regierungsräten könne er zwar nicht alles auf den Kopf stellen, so Markus Heer: «Aber es ist sehr wichtig, dass der links-grüne Teil der Bevölkerung nun eine Stimme in der Regierung hat.»

Bereit für jedes Departement

Ein Wunschdepartement habe er nicht, so Heer. Man kann aber davon ausgehen, dass die bisherigen, bürgerlichen Regierungsräte dem Neugewählten nicht das frei werdende Schlüsseldepartement Finanzen überlassen. Wahrscheinlicher ist daher ein Wechsel innerhalb der Regierung. Die konstituierende Sitzung des Regierungsrates findet am Dienstag, 30. März 2021 statt.

Regionaljournal Ostschweiz; 28.03.2021; 12:03 Uhr;

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10 Kommentare

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  • Kommentar von Erich Furrer  (rico1)
    Dass die linken in einen bergkanton einziehen könnwn stimmt bedenklich..
    Aber ob CVP oder SP beide sind linkslastig.
    1. Antwort von Peter Brandenbeg  (Brandenberg Peter)
      Bessere Politik gewinnt, und das ist gut so !
    2. Antwort von Daniel Häberlin  (Svensk)
      Die CVP ist nicht linkslastig. Gesellschaftspolitisch ist sie viel konservativer als die Linke, wirtschafts- und sozialpolitisch ist sie meistens auf der bürgerlichen Linie. Auch umweltpolitisch steht sie nicht immer auf der linken Seite. Und was ist an einem SP-Regierungsrat in einem Bergkanton bedenklich? Eine Regierung ist doch viel ausgeglichener, wenn alle politischen Strömungen darin vertreten sind. Im bürgerlichen Thurgau z. B. hat die SP traditionell immer einen Sitz in der Regierung.
    3. Antwort von Richard Nüesch  (Imagine55)
      CVP (Mitte) linkslastig?? Wenn man in der rechten Ecke steht ist natürlich alles links.
  • Kommentar von Hans-Ulrich Rechsteiner  (Weitgereister)
    Ein trauriger Tag!
    1. Antwort von Lukas Schmid  (Traugott)
      Für was?
      Die Demokratie?
    2. Antwort von Peter Brandenbeg  (Brandenberg Peter)
      Das Volk ist glücklich, und das ist die Volksmehrheit !
    3. Antwort von Daniel Stüdi  (25-45)
      Im Gegenteil, ein gefreuter Tag!
  • Kommentar von Beno Trütsch  (benotruetsch)
    Im Titel steht: Jürg Feldmann (CVP)
    Mit CVP weiss sicher jeder, was gemeint ist aber irgendwann muss man sich auch mal an den neuen Parteiname gewöhnen.
    1. Antwort von Dorothee Meili  (DoX.98)
      Besonders, weil Glarus einer der ersten Kantone war (im Unterschied zum Wallis: oben und unten) mit: "die Mitte". Wobei gerade in Glarus die BDP sehr gewichtig in die Mitte gerutscht ist. Vielleicht wollte auch Jürg Feldmann bewusst noch einmal auf dieses C setzen, was ja jetzt nicht so erfolgreich war. Aber für die professionelle Berichterstattung wünsche ich mir auch die jeweils im Kanton üblichen Bezeichnungen