Erste Grippe-Epidemie lähmt die Schweiz

Innerhalb einer Woche haben sich die Grippeverdachtsfälle in der Schweiz bis zum vergangenen Samstag verdoppelt. Damit ist zum ersten Mal in dieser Grippe-Saison der Epidemie-Schwellenwert überschritten. Verschont blieben bisher einzig der Westen und das Wallis.

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Bildlegende: Einzig im Westen und Südwesten wurden erst sporadisch Grippeverdachtsfälle gemeldet. BAG

Die Zahl der neuen Grippe-Verdachtsfälle liegt zum ersten Mal in diesem Winter über dem epidemischen Schwellenwert. Auf 100'000 Einwohner haben vergangene Woche 109 Menschen wegen Grippeverdachts den Arzt aufgesucht. Das bedeutet laut dem Bundesamt für Gesundheit BAG eine Verdoppelung im Vergleich zur Vorwoche.

Weit verbreitet war die Grippe nach wie vor im Graubünden und im Tessin. Übergeschwappt ist sie auf die beiden Appenzell, Glarus, St. Gallen, Schaffhausen, Thurgau und Zürich sowie die Region Bern, Freiburg, und Jura. Verbreitet hat die Grippewelle auch die Region Aargau, Basel-Landschaft, Basel-Stadt und Solothurn erreicht. Dort ist die Tendenz steigend.

Etwas abgeschwächt hat sich die Grippewelle dagegen in der Innerschweiz, wo sie zu Jahresbeginn noch stark verbreitet gewesen war. Bisher nur sporadische Grippeverdachtsfälle wurden in der Westschweiz erfasst.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

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