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Unbegründete Hamsterkäufe aus Angst vor Coronavirus
Aus Tagesschau vom 29.02.2020.
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Es hat genug von allem Kein Grund für Hamsterkäufe

Trotz Lücken in einzelnen Verkaufsregalen – Bund und Grossverteiler haben den Nachschub von Lebensmitteln im Griff.

Viele Menschen sind beunruhigt, obwohl die Behörden zu Besonnenheit aufrufen, was das Coronavirus angeht: Das zeigt sich unter anderem deutlich im Einzelhandel. Da klaffen vielerorts Lücken in den sonst vollen Regalen, weil sich besorgte Konsumenten übermässig mit Vorräten eindecken.

Lücken in den Verkaufsregalen
Legende: Es gibt vereinzelt Lücken in den Verkaufsregalen, obwohl kein Grund zu Hamsterkäufen besteht. Aber für Nachschub sind die Grossverteiler besorgt. SRF

Dort, wo sonst Konserven oder Reis stehen, sieht man am Samstag immer wieder Lücken. «Wir stellen bereits seit Anfang Woche einen erhöhten Bedarf an Konserven fest. Die Leute suchen gezielt nach diesen Produkten», sagt Marcel Schlatter, Mediensprecher des Migros-Genossenschaftsbunds.

Laufende Nachlieferungen sichergestellt

Das fordert auch die Migros heraus, die sehr viel mehr leisten muss in der Logistik und in den Verteilzentren. «Wir haben auch Sonntagsarbeit eingeführt, damit wir die Grundversorgung decken können», ergänzt Schlatter.

In einzelnen Migros-Läden werden bis zu sechsmal täglich Regale aufgefüllt, normalerweise passiert das nur einmal am Tag. Konserven, Teigwaren, Reis und Öl sind besonders begehrt bei den Kunden.

Bund kontrolliert Pflichtlager

Für Grundnahrungsmittel wie Zucker, Reis oder Speiseöl besteht in der Schweiz ein Pflichtlager, erklärt Ueli Haudenschild, Leiter Ernährung und Heilmittel im Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung (BWL): «Wir verpflichten die Lieferanten und den Detailhandel, haltbare Lebensmittel in der Menge für drei Monate permanent an Lager zu halten.»

Wenn tatsächlich Importe nicht mehr möglich wären oder reduziert würden, könnte man jederzeit auf diese Pflichtlager zurückgreifen, sagt Haudenschild. Entsprechende Gesuche aus der Branche seien bislang aber keine eingegangen.

Logistik steht im Zentrum

«Von Engpässen kann keine Rede sein, wir sind gut ausgestattet», heisst es beim Migros Genossenschaftsbund. Das Problem sei allerdings, dass die Logistik am Laufen bleiben muss, so Mediensprecher Schlatter.

Darum seien die Kapazitäten in der Logistik, mit der Bahn und auf der Strasse erhöht worden, damit die Migros ihrem Grundversorgungsauftrag gerecht werden kann. «Wir arbeiten im Moment daran, dass wenn die Waren aus dem Regal rausgehen, sofort wieder neue Ware nachkommt. In den Lagern haben wir sicher noch genug Artikel.»

Also, trotz stellenweise Lücken in den sonst immer vollen Verkaufsregalen: Der Nachschub ist gesichert.

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37 Kommentare

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  • Kommentar von Wilfred Scheidegger  (Ville Frayde)
    8-tung: Der Reis kommt mehrheitlich aus China, Nudeln aus Norditalien... ;)
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  • Kommentar von Beat R. von Wartburg  (Beat R. von Wartburg)
    Wie glaubwürdig sind denn Mitteilungen wie "es gibt von allem genug" wenn z.B. das BAG ein massives Problem hat mit fehlenden Medikamenten. Zusätzlich wird von Tag zu Tag klarer, dass die Behörden nicht die leiseste Ahnung haben wie das Problem zu lösen wäre.
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    1. Antwort von Michel Koller  (Mica)
      Das Problem mit den Medikamenten gibt es schon seit Jahren und die Ursachen liegen in der Abhängigkeit zur chinesischen Produktion. Bei Nahrungsmitteln haben wir diese Abhängigkeit nicht. Den Behörden ständig Versagen vorzuwerfen ist kaum gerechtfertigt.
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    2. Antwort von Cornelia Back  (momorge)
      Wenn das "Problem zu lösen wäre", gäb es keines!
      Man kann damit umgehen und ich finde der Bund tut das gut.

      Den Menschen ist aber weitgehend der gesunde Menschenverstand abhanden gekommen.
      Und die Medien nutzen das eher als dem entgegen zu wirken.
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  • Kommentar von Urs Heim  (Ursus)
    Schon beim ersten Irakkrieg kam es zu Hamsterkäufen, das die Bevölkerung nach all den Bedrohungsszenarien in den Krisenmodus kippt ist verständlich. Wem es jetzt über den Kopf wächst, sollte sich einen ausgedehnten Spaziergang in der Natur gönnen um mit eigenen Augen zu sehen das sich „eigentlich“ nichts in der Umgebung geändert hat-außer man steht unter Quarantäne, dann selbstverständlich NICHT!
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