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Schweiz F/A-18-Absturz: Flugdatenschreiber soll Aufschluss geben

Die beiden Opfer des F/A-18-Absturzes sind geborgen. Zudem wurde der Flugdatenschreiber gefunden. Er soll aufzeigen, was in Alpnach passiert sein könnte. Die Auswertung dauert laut Militärjustiz je nach Zustand des Schreibers Wochen.

Nachdem am Mittwochabend einer der Insassen des abgestürzten F/A-18-Kampfjets tot aufgefunden wurde, konnte am Nachmittag auch das zweite Opfer geortet werden.

Nach Angaben eines Luftwaffensprechers handelt es sich um den stellvertretenden Leiter Flugmedizin. Die beiden Toten sind inzwischen geborgen und werden nun gerichtsmedizinisch untersucht.

Pilotenfehler oder gab es technische Probleme?

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Warten auf die Blackbox.
Aus Tagesschau vom 24.10.2013.
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Antworten auf diese und viele andere Fragen erwartet der militärische Untersuchungsrichter von der Befragung des zweiten Piloten, dessen Maschine sicher in Meiringen (BE) gelandet war. Erkenntnisse zum genauen Hergang sollen auch die Daten der Blackbox liefern. Denn noch immer besteht keine Klarheit darüber, ob es kurz vor dem Absturz Funkkontakt gab oder ob der Schleudersitz betätigt wurde. Der geborgene Flugdatenschreiber soll darüber Aufschluss geben.

Schon am Morgen hatten die Bergungsmannschaften den Leichnam des Piloten der F/A-18 gefunden. Nach Informationen von Radio SRF handelt es sich um einen 38-Jährigen aus Maienfeld der Fliegerstaffel 11. Der Bündner war 2009 ins F/A-18-Team in Meiringen eingetreten.

Anspruchsvolle Bergung

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Einschätzungen von SRF-Korrespondentin Nicole Frank
Aus Tagesschau vom 24.10.2013.
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Die Bergungsarbeiten in Alpnach sind derzeit in vollem Gange. Laut SRF-Korrespondentin Nicole Frank gehe es darum «die Absturzstelle minutiös zu dokumentieren.» Die Arbeit der Einsatzkräfte dürfte laut Frank noch einige Tage in Anspruch nehmen. «Es ist schwieriges und unwegsames Gelände.

Aufgrund der Bergungsarbeiten am Lopper bleibt die Bahnlinie Hergiswil-Alpnach Dorf bis Betriebsschluss am Freitag weiterhin geschlossen, wie die Zentralbahn mitteilte.

Der Flugzeugabsturz habe die Fahrleitung beschädigt. Die aufwendigen Untersuchungen der Militärjustiz würden eine Reparatur an der Fahrleitung und des Trassees derzeit nicht ermöglichen.

Erste Details zum Flug

Bis zur vollständigen Aufklärung des Flugunfalls kann es noch Wochen, wenn nicht Monate dauern. Dennoch gibt es schon jetzt Fakten zum Ablauf des verhängnisvollen Fluges vom Mittwoch.

Der Doppelsitzer war zusammen mit einer zweiten F/A-18 – einem Einsitzer – in Meiringen zu einem Trainingsflug über den Brünig in Richtung Brunnen (SZ) gestartet. Bei Alpnachstad leiteten beide Flugzeuge nach Angaben der Luftwaffe eine Umkehrkurve ein.

Der Einsitzer brach das Manöver ab, stieg steil nach oben und konnte unversehrt zum Ausgangsort Meiringen zurückkehren. Der Doppelsitzer dagegen prallte in den Lopper, offenbar kaum 100 Meter über dem Seeniveau.

Weshalb sich die beiden Piloten verschieden verhielten, ist unklar und weiterhin Gegenstand der Ermittlungen. Aufschluss darüber erhoffen sich die Untersuchungsbehörden vom Flugdatenschreiber der abgestürzten Maschine.

Luftwaffe im Einsatz

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Der Schweizer Luftraum ist wieder gesichert. Nach einem Unterbruch am Mittwoch läuft der Betrieb wieder normal. Der Unterbruch dauerte nur ein paar Stunden, denn ab 17 Uhr und am Wochenende sind die Jets ohnehin am Boden.

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29 Kommentare

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  • Kommentar von B. Küng , Seeland
    Matthias Kessler, besser hätte ich es nicht sagen können. Die Opfer und deren Angehörigen tun mir sehr leid, aber dieser Unfall wäre nicht passiert und die zwei Männer wären noch am Leben, wenn man auf diese unnützen Umherfliegereien verzichtet hätte.
  • Kommentar von P.B , Luzern
    @ Kessler. O ja, wie recht Sie haben, endlich jemand der den Durchblick hat.
  • Kommentar von Eddy Dreier , Burgdorf
    Er hatte den schönsten Beruf von Allen. Von heute an soll der 23. Oktober der Tag des Schweizer Piloten sein, die seit Beginn der Luftfahrt eine hervorragende Arbeit leisten!
    1. Antwort von Matthias Kessler , Brunne
      Was für ein Schwachsinn. Ausser dass sie sinnlosen Lärm produzieren und ihre teure Leidenschaft auf Kosten der Steuerzahler ausleben dürfen tun die hier rein gar nichts.
    2. Antwort von M. Wiiwiian , Zürich
      @Matthias Kessler: AMEN!!
    3. Antwort von A.Moreno , Luzern
      Zum Glück war es ein Berg und kein AKW.
    4. Antwort von Eddy Dreier , Burgdorf
      Die eifersüchtigen Worte der UT. Amen Version 2.0.
    5. Antwort von Albert Planta , Chur
      Besser als eine Inflation von Gedenktagen wäre eine lückenlose Aufklärung und eine konsequente Aufarbeitung dieses tragischen Unfalls.