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Die Migranten melden sich zu Wort
Aus Tagesschau vom 06.02.2016.
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Schweiz Fasnachts-Knigge: Flüchtlinge wehren sich mit offenem Brief

Die katholische Schweiz feiert Fasnacht: Nach den Massenübergriffen an Silvester in Köln liessen die Luzerner Behörden dafür eine Art Knigge verteilen. Nun melden sich die Flüchtlinge zu Wort. Sie fühlen sich diskriminiert.

In Luzern verteilten Verantwortliche vor der Fasnacht Flyer an Migranten mit Zeichnungen. Darauf dargestellt: Neben ganz allgemeinen Verhaltensregeln in der Schweiz auch solche zum Verhältnis zwischen Mann und Frau. Zum Beispiel, dass ein Nein auch ein Nein bedeute und zu respektieren sei.

Gegen diesen Flyer opponieren nun Flüchtlinge – mit einem offenen Brief an die Luzernen Kantonsregierung: Publiziert wurde der Offene Brief in der «Neuen Luzerner Zeitung» vom Samstag. Darin heisst es: «Wir fühlen uns gekränkt durch Ihre Aktionen der letzten Wochen.»

Und weiter: «Sie haben uns als Wilde hingestellt, die aufgeklärt werden müssen. Damit giesst die Regierung zusätzlich Öl ins Feuer und provoziert uns gegenüber Rassismus.» Gezeichnet ist der Brief mit «Flüchtlinge im Kanton Luzern».

«Unter Generalverdacht»

Den Brief mitverfasst hat auch Süleyman Özbayhan, als anerkannter Flüchtling seit fünf Jahren in der Schweiz: «Die Aufklärungskampagne der Regierung stellt uns unter Generalverdacht. Sie werfen uns alle in einen Topf. Das stört uns.»

Den zuständigen Luzerner Regierungsrat Guido Graf überrascht die im Brief geäusserte Kritik. Der Benimm-Flyer richte sich nicht nur an Flüchtlinge, sondern gelte für alle: «Der Auslöser waren verschiedene Rückmeldungen aus der Bevölkerung. Schlussendlich bin ich auch Regierungsrat im Kanton Luzerner Bevölkerung. Wir haben das präventiv gemacht, weil wir keine Probleme an der Fasnacht haben wollen.»

Inzwischen läuft die Fasnacht in Luzern seit Donnerstag – laut Polizei bisher ohne nennenswerte Zwischenfälle.

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43 Kommentare

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  • Kommentar von M. Kaiser  (Klarsicht)
    Diese Fremden Kulturen , habe es alle mit dem Stolz zu tun , wehe du sagst etwas was der eine oder andere in den falschen Hals bekommt, musst du auf alles gefasst sein, darum sind Mehrheiten von diesen Charakteren für unsere Kultur nicht integrierbar, die sollen lieber nach Kriegsende wieder in ihre Heimat, dort können sie weiter ihren anerzogenen Stolz verteidigen. Die zerstritt. Gruppen in deren Länder zeigen ja deutlich welche Kriege das hervorbringt. Wir wollen bei uns nicht 500 nach Christi
  • Kommentar von Heinz Binggeli  (Demokrat)
    Wo ist das Problem? Für mich gibt es nur eine Antwort, das ist der Islam! Wenn mir eine Muslime sagt dass sie das Kopftuch trägt damit Männer Wissen das sie nicht willig sei heisst das im Umkehr das alle die kein Kopftuch tragen für Mosleme Freiwild sind! Heisst für mich das man diese Kultur erklären muss. Wir kennen ja auch Ereignisse aus Deutschland und der Schweiz am Silvesterabend!
  • Kommentar von Udo Gerschler  (UG)
    Was glauben sie wie gekränkt die Opfer solcher Taten sind.Dieser Brief des gekränkt sein zeigt die Unfähigkeit sich der Tatsachen zu stellen.