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Fedpol ermittelte nicht Pädophile wurden 2018 im Netz monatelang nicht verfolgt

  • Jedes Jahr werden in der Schweiz durchschnittlich rund 20 pädophile Straftäter im Internet überführt – durch das Bundesamt für Polizei Fedpol.
  • Während mehrerer Monate ermittelte das Fedpol 2018 laut den Tamedia-Zeitungen jedoch nicht verdeckt gegen Cyber-Pädophile. Das zeigt ein Bericht der Eidgenössischen Finanzkontrolle.
  • Mutmassliche Pädophile konnten also aus dem Internet offenbar unbehelligt strafbare Fotos und Videos herunterladen.

Fedpol-Sprecherin Cathy Maret bestätigte den Befund der Finanzkontrolle gegenüber den Tamedia-Zeitungen. Gemäss Maret «hat ein bedauerliches Missverständnis zwischen dem Feldpol und dem Kanton Schwyz dazu geführt». Und weiter: «Das Fedpol hatte und hat für verdeckte Fahndungen keine eigene Rechtsgrundlage.» Stattdessen musste es eine Vereinbarung mit dem Kanton Schwyz abschliessen, welche dann für alle Kantone galt.

Der Fall hatte grosse Auswirkungen: Im Jahr 2018 wurde kein einziger Fall aufgedeckt. Vor und nach diesem Jahr funktionierte die Vereinbarung mit den Kantonen dagegen bestens: Das Fedpol konnte pro Jahr rund 20 Pädokriminelle identifizieren. Im Jahr 2016 waren es sogar 41 gewesen.

SRF4 News, 08.04.2021, 7:00 Uhr;

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10 Kommentare

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  • Kommentar von Katica Öri  (Katiöri)
    Menschen machen Fehler. Wichtiger ist sie so rasch wie möglich zu korrigieren. Was mir immer wieder traurig stimmt, dass viele Menschen sehr schnell urteilen jedoch vergessen, dass auch viele positive Erfolge gemacht werden und da wird oft vergessen zu loben. Vergessen werden Fehler fast nie. Sehr unausgeglichen Einstellung!
  • Kommentar von Rolf Mändli  (Nochmal Nachdenker)
    O.K. mein erster Kommentar ist wohl ein wenig zu emotional ausgefallen. Es macht mich einfach unendlich traurig solche Nachrichten zu lesen. So viel Leid und Schmerz. Es kann doch nicht sein das so eine schlimme Nachricht missbraucht wir um gegen SRF Stimmung zu machen. Haben diese Leute überhaupt kein Mitgefühl mehr.
  • Kommentar von Eva Schüpbach  (Eva Schüpbach)
    Mich schaudert ab diesem Bericht. Wie kann es sein, dass in diesen Bereichen immer wieder solche "unglückliche Fehler" passieren?
    Da müssten Kündigungen ausgesprochen werden und zwar einige. Oder hat allenfalls gar niemand interesse daran, dass da gründlich gearbeitet wird?
    Mir wird schlecht...
    1. Antwort von Benjamin Roth  (benjamin)
      Das ist das "Problem", dass wir in einem Rechtsstaat leben. Fedpol fehlte die rechtliche Grundlage um ermitteln zu können. Somit mussten diese geschaffen werden. Das zeigt eigentlich, dass unser Rechtsstaat funktioniert.
      Bewusstes Desinteresse an gründlichen Untersuchungen vorzuwerfen ist hingegen recht anstössig.
    2. Antwort von Franziska Stäheli  (Franziska Stäheli)
      Benji, ein ganzes Jahr? Was haben die Beamten den in dieser Zeit für eine Leistung erbracht die wir mit unseren steuern honorieren?