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Fehlende Arbeitskräfte Mit Müttern gegen den Mangel

Legende: Audio Mütter für den Schweizer Arbeitsmarkt abspielen. Laufzeit 01:12 Minuten.
01:12 min, aus HeuteMorgen vom 12.11.2018.
  • In den nächsten zehn Jahren gehen rund eine Millionen Menschen in der Schweiz in Pension.
  • Weniger als eine halbe Million Junge rücken in den Arbeitsmarkt nach.
  • Die Schweizer Firmen müssen die Lücke irgendwie schliessen. Nur wie?

Eine Antwort gibt Valentin Vogt, der Präsident des Arbeitgeberverbandes. Mütter sollten mehr arbeiten, findet Vogt. Wieso aber gerade Mütter? «Wir sehen hier ein Potenzial, Teilzeit ist ein wichtiger Teil des Schweizer Arbeitsmarktes, aber der Wermutstropfen für die Wirtschaft ist es, dass die meisten Frauen beziehungsweise Mütter Teilzeit arbeiten; bei den Müttern sind es acht von zehn. Hier gibt es aus unserer Sicht noch Potenzial.»

Kleine Pensen als Problem

Potenzial, weil die Hälfte aller Mütter heute in der Schweiz weniger als 50 Prozent arbeiten. Diese Kleinstpensen seien im Alltag der Unternehmen oft schwierig zu handhaben, sagt der Arbeitgeberpräsident.

Dass Mütter oft nur kleine Pensen übernehmen würden, sei aber nicht nur der Fehler der Frauen, gibt Vogt zu. Denn: «Es braucht Tagesstrukturen in den Schulen und auch die Möglichkeit, damit mehr zu verdienen. Das heisst, die Kosten der Kinderbetreuung sollten abzugsfähig sein.»

Genau wie alle anderen Berufsauslagen auch. Zumal die Kinderbetreuung in der Schweiz enorm teuer ist. Oft lohnt es sich finanziell für Frauen schlicht nicht, mehr zu arbeiten.

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36 Kommentare

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  • Kommentar von Marco Lauper (Vision)
    Wir haben genügend ü50 und Arbeitslose und Ausgesteuerte, die man mit Förderung in den Arbeitsmarkt zurückbringen könnten. Aber das ist der Wirtschaft zu teuer, lieber die Mütter beschneiden... wieder typisch Wirtschaft........
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  • Kommentar von antigone kunz (antigonekunz)
    "Hier gibt es aus unserer Sicht noch Potenzial" Dieses Potenzial könnte doch auch so lauten: dass allgemein das Wochenarbeitspensum 20 Stunden/Woche deklarierte würde und damit zur neuen Vollarbeitszeit für Männer und Frauen aufstiege. Dann hat es genug Papis und Mamis zuhause UND an der Arbeit .... und einige mehr kämen auch noch zu Erwerbsarbeit und viele, viele zum Nachdenken, Sein, Mithelfen, für sich und andere Gutschauen ..... das von Managern doch sooo geliebte Win Win?
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  • Kommentar von mario hellberg (fusci)
    Roboter werden einen Grossteil der Lücke schliessen... Mütter lernt programmieren...
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    1. Antwort von antigone kunz (antigonekunz)
      Sie gehen, Herr Hellberg selbstverständlich davon aus, dass Mensch sich freudig und willentlich in die Knechtschaft der sogenannten künstlichen Intelligenz zu unterwerfen hat? Ich kann mir vorstellen, dass da einige Frauen/Männer gar nicht vorhaben sich diesem absurden Diktat zu unterwerfen? "In die Ecke Besen, Besen seid's gewesen, denn zu diesem Zwecke ruft Euch nur hervor?" Wollen wir Meisterinnen oder Unterworfene dem Diktat der Konzerne sein? Denn die 'Roboter' sind deren Instrumentarium.
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