Zum Inhalt springen

Header

Navigation

Legende: Audio Postfinance verlangt von Kindern unnötige Daten abspielen. Laufzeit 03:31 Minuten.
Aus Espresso vom 13.09.2019.
Inhalt

Fehlerhafter Versand Postfinance verlangt von Kindern unnötige Daten

Durch einen Fehler erhielten Kinder, für die ein Geschenk-Sparkonto eröffnet wurde, von Postfinance unnötige Briefe.

Kinder mit einem Geschenk-Sparkonto von Postfinance erhielten in den letzten Tagen seltsame Post. Sie wurden aufgefordert, Auskunft über ihren Steuersitz zu geben. Banken sind in der Schweiz rechtlich verpflichtet, den Steuersitz ihrer Kunden zu erfassen. Diese Briefe gehörten zu einem grossen Versand an einige Tausend Postfinance-Kunden, von denen diese Angaben im System noch fehlten. Darunter eben auch viele Kinder.

Ein Geschenk-Sparkonto können bei Postfinance beispielsweise Grosseltern für ihre Enkel oder eine Gotte für ihr Patenkind eröffnen. Rechtlich gesehen ist das Kind Kontoinhaber. Wird es volljährig, erhält es automatisch die Kontovollmacht. Konto- und Zinsbelege erhält bis dann aber diejenige Person, die das Konto eröffnet hat und darauf einzahlt. Und diese Person musste bereits bei der Kontoeröffnung eine Steuersitz-Erklärung ausfüllen.

Postfinance-Sprecher Johannes Möri räumt daher gegenüber dem SRF-Konsumentenmagazin «Espresso» ein: «Wir haben von den Kontoinhabern der Geschenk-Sparkontos ebenfalls diese Dokumente eingefordert. Das wäre eigentlich gar nicht nötig.»

Adressdatei wurde nicht bereinigt

Beim Versand sei ein Fehler passiert. Normalerweise würde eine Adressdatei vor einem solchen Grossversand manuell noch einmal bereinigt. Dabei wären die Adressen der Kinder mit einem Geschenk-Sparkonto aus dem Versand gestrichen worden. «Das ist hier leider vergessen gegangen», sagt der Postfinance-Sprecher

Für zusätzliche Verwirrung sorgte dieses Schreiben in einigen betroffenen Familien, weil die Eltern vom Geschenk-Sparkonto ihres Kindes gar nichts gewusst hatten. Die Grosseltern oder eine Gotte hatten dieses Konto als Überraschung eingerichtet. Und die Eltern des Kindes würden von Postfinance nicht aktiv über dieses Geschenk-Sparkonto informiert, sagt Postfinance-Sprecher Johannes Möri: «Das ist nicht vorgesehen. Eltern haben aber in jedem Fall ein vollständiges Informationsrecht über die finanziellen Verhältnisse ihres Kindes.»

Wenn Eltern bei der Postfinance anfragen, ob ihr Kind dort ein Konto hat, wird ihnen dies gesagt. Der Postfinance tut es leid, dass in einigen Familien nun diese Überraschung aufgeflogen ist.

Ein Fehler kommt selten allein…

Beim erwähnten Versand ist gleich noch ein zweiter Fehler passiert. Aufgrund eines technischen Fehlers in der Produktion wurde das Schreiben bis zu viermal an dieselbe Person geschickt. Das habe natürlich Fragen aufgeworfen, sagt Postfinance-Sprecher Johannes Möri. Der Kundendienst hatte entsprechend mehr zu tun, als bei einem normalen Grossversand.

Schliessen

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

3 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Constantin Rupp  (Constantin Rupp)
    Auch ich musste im Hinblick auf den Umgang mit Daten schlechte Erfahrungen mit Postfinance machen. Obwohl ich zu Beginn des Anrufs beim Kundenservice klar widersprochen hatte, wurde durch Postfinance ein sog. Stimmabdruck angefertigt, so dass ich beim nächsten Anruf durch das System wiedererkannt wurde. Die Speicherung biometrischer Daten sollte ohnehin standardmässig für alle Kundenbeziehungen deaktiviert sein und nur mit der ausdrücklichen Zustimmung des Kunden stattfinden.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Christopher Chandiramani  (Christopher Chandiramani)
    Dieses Jahr wurden bei der Postfinance neue Kontospesen eingeführt. Auch wenn Kunden in der Zwischenzeit Zusatzgeschäfte getätigt haben, Anagefonds, Versicherungen usw. oder Analagevermögen >25'000 werden weiterhin Spesen abgezogen, obwohl AGB und Spesenordnung dies nicht zulassen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von wolf gir  (lefti)
    Es wird endlich Zeit, für solche digitale Fehler, wo Daten falsch genutzt werden ohne Prüfung,mit einer ordentlichen Strafe zu versehen, für den Versender als Strafe und den Empfänger als Wiedergutmachung
    Und die Höhe muss dem Konzern wehtun!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen