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Fernverkehrslinien für BLS SBB kündigt Beschwerde gegen mehr Wettbewerb an

Legende: Video SBB erwägen Beschwerde abspielen. Laufzeit 0:43 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 04.05.2018.
  • Die SBB wehrt sich für ihr Monopol auf der Schiene.
  • Sie will gegen die Vergabe von Fernverkehrslinien an die Konkurrentin BLS Beschwerde erheben, falls das Bundesamt für Verkehr so entscheidet.
  • Die BLS soll ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2019 die Verbindungen Bern-Biel und Bern-Burgdorf-Olten übernehmen.
  • Die Konzession soll für 10 Jahre vergeben werden.

Was auf den ersten Blick wie eine kleine Veränderung aussehe, sei ein Systemwechsel, kritisiert die SBB die geplante Marktöffnung. Dieser sei dann nicht mehr rückgängig zu machen.

SBB für eine Gesamtschau

Im stark belasteten Mischverkehrsnetz würde ein solcher Eingriff höhere Preise und eine schlechtere Qualität im Bahnangebot bedeuten, argumentiert die Bahn. Gefährdet wäre deshalb auch ihre Absicht, die Preise bis mindestens 2020 stabil zu halten.

Für die SBB ist deshalb eine Gesamtschau zu den Risiken, Potenzialen und Nebenwirkungen dringend, bevor ein Entscheid gefällt werde. Sollte es jedoch zu einer Vergabe an die BLS kommen, würde die SBB dagegen Beschwerde erheben.

Das will die SBB

Die Bundesbahn selbst schlägt auch für die BLS eine Mehrbahnenlösung unter einer einheitlichen Fernverkehrskonzession in ihrer Hoheit vor. Nach diesem Modell ist bereits eine Kooperation zwischen der Südostbahn und der SBB geplant.

Fernverkehr SBB

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9 Kommentare

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  • Kommentar von Katja Weingart (Katja Weingart)
    ... und gerade gestern hat sich die SBB im 10vor10 selbst gerühmt, wie erfolgreich ihr Mietgeschäft in den Bahnhofsgebäuden läuft. Wenn eine Gesamtschau erstellt werden soll, müssen auch diese neuen Geschäftsfelder berücksichtigt werden. Wie üblich wird bei den Dienstleistungsbereichen mit den geringeren Margen gejammert und gleichzeitig gehen die erfolgreichen Tätigkeitsgebiete vergessen.
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  • Kommentar von Rolf Bolliger (rolf.bolliger@quickline.ch)
    Halt nochmals: Warum vergab die SBB problemlos die unterhaltsintensive alte Gotthardstrecke (Erstfeld-Göschenen-Biasca) der SOB und jetzt geht die SBB mit der BLS wegen den 2 (rentablen) Flachbahn-Linien Bern-Biel und Bern-Burgdorf-Olten "in den Krieg"? Diese Frage darf man sich als GA-Besitzer und ehemaligen Eisenbahner doch stellen dürfen, ohne das SRF-Netiquette zu verletzen! Oder irre ich mich diesbezüglich?
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  • Kommentar von Thomas Wälti (Thomasmegusta)
    Der Kunde soll von einer Aufteilung des Fernverkehrs nichts spüren? Bitte schaut doch einfach mal dahin wo solches oder ähnliches praktiziert wird! Wartet die DB Regio auf leicht verspätete Alex Züge in Bayern... Viellfach erlebt, Nein. Fact ist: keine Anschlüsse, Zwei Züge zehn Minuten hintereinander usw. Was denken Angestellte eines Unternehmens bezüglich Hilfe und spontaner Problemlösung wenn "die Andern" im Dreck stehen? Natürlich: "schaut doch selber!" Danke Herr Meyer für Klartext.
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